baby pucken während es schläft

Euer Baby pucken: So geht’s richtig

Diese Frage stellen sich viele Neu-Mamis und -Papis. Immer wieder verweisen Ratgeberbücher und Hebammen auf diese spezielle Wickeltechnik, um die Kleinen zu beruhigen. Kinderärzte warnen jedoch davor. Doch wie geht eigentlich Pucken? Was spricht gegen die Wickeltechnik? Und ist sie wirklich so gefährlich?

Was ist Pucken?

Pucken ist eine spezielle Wickeltechnik. Die Kleinen werden fest in eine Baumwolldecke gewickelt. Einer der Hauptgründe für das Pucken ist, das Verhindern von unkontrollierten Armbewegungen, durch die euer Baby nachts aufschreckt. Besonders Babys, die zu früh auf die Welt kamen oder einen anstrengenden Start durch z. B. eine traumatische Geburt hatten, lassen sich durch das Pucken sehr gut beruhigen.

Pucken: So geht’s richtig!

Pucken in drei Schritten

Es gibt insgesamt drei Wickeltechniken. Eine davon stellen wir euch nun vor:

Wir empfehlen ein spezielles Pucktuch, ein Moltontuch oder ein Mulltuch zu verwenden. Alle Tücher findet ihr in unserem Online-Shop.

  1. Legt eine geeignete Puckdecke in Form einer Raute ausgebreitet auf den Boden. Die obere Ecke wird nun eingefaltet und euer Baby mit dem Nacken auf diese Falte gelegt. Achtet darauf, dass die Arme des Babys parallel am Körper liegen.
  2. Anschließend legt ihr die rechte Seite der Decke über euer Baby und steckt sie auf der linken Körperhälfte unter dem Rücken fest. Danach werden die Beine eingepuckt. Nehmt dazu den unteren Zipfel des Tuchs und schlagt es nach oben. (etwa bis zur Brust eures Kindes) Achtet darauf, dass euer Kleinen Hüfte und Beine noch gut bewegen können.
  3. Im letzten Schritt wird die linke Seite der Decke über den Körper gelegt und unter dem Rücken eures Babys eingesteckt.

Übung macht den Meister! Falls es nicht sofort klappt, kann euch eure Hebamme helfen und die Wickeltechnik nochmal zeigen. Eine große Auswahl an Pucktüchern findet ihr in unserem Online-Shop. Wenn es trotzdem mit dem Einwickeln nicht klappen sollte und ihr dennoch euer Baby pucken wollt, so empfehlen wir Pucksäcke. Sie sind enger als normale Schlafsäcke und euer Baby kann sich nachts nicht unkontrolliert bewegen.

  • Beim Pucken geht es nicht darum, ein Baby bewegungsunfähig zu machen, sondern ihnen Sicherheit und Geborgenheit zu geben.

Der richtige Zeitpunkt zum Pucken

Pucken wird nur in den ersten Lebenswochen empfohlen. Sobald euer Baby mobiler wird und sich im Schlaf auf den Bauch drehen kann, solltet ihr unbedingt aufhören zu pucken. So könnt ihr die Gefahr des plötzlichen Kindstod minimieren, denn das Risiko eines Hitzestaus und dem daraus resultierenden Tod steigt ab dem vierten Lebensmonat stark an. Außerdem bedenkt, dass nicht jedes Baby gepuckt werden möchte. Achtet auf die Reaktion eures kleinen Lieblings. Jedes Kind ist anders und hat andere Bedürfnisse.

Wann sollten Babys gepuckt werden?

Neugeborene sind die begrenzte Umgebung aus dem Mutterleib gewohnt. Daher kann Pucken ihnen ein sicheres Gefühl und Geborgenheit geben. Idealerweise sollten eure Babys zum Schlafen gepuckt werden. Aufgrund der angenehmen Wärme schlafen die Kleinen nämlich besser ein und haben weniger Blähungen.

Wann dürfen Babys nicht gepuckt werden?

Kinder mit Hüftschäden dürfen auf keinen Fall gepuckt werden. Auch bei Fieber und wenn es draußen sehr warm ist, solltet ihr auf das Pucken verzichten. Nur so kann einem gefährlichen Hitzestau vorgebeugt werden.

Baby ist gepuckt

Die möglichen Gefahren des Puckens

Pucken bringt viele Vorteile mit sich, aber es birgt auch Risiken, die ihr nicht unterschätzen dürft. Wie bereits erwähnt, solltet ihr eure Babys nur in den ersten Lebenswochen pucken, um mögliche Gefahren zu minimieren. Folgende Risiken bestehen beim Pucken:

  • Hitzestau

    Gerade nachts können die Kleinen sehr schnell überhitzen, ohne dass ihr etwas bemerkt. In unserem Ratgeberbeitrag „Hitzschlag beim Baby“ findet ihr weitere wichtige Infos zu dem Thema.

  • Fehlstellung des Hüftgelenks

    Durch die spezielle Wicklung sind die Beine eurer Babys gestreckt fixiert, dies kann die Gefahr einer Fehlstellung der Hüfte erhöhen.

  • Abklemmung der Nerven

    Wenn ihr die Wickeltecknik falsch anwendet und eure Babys zum Beispiel zu eng gepuckt sind, können Nerven abgeklemmt werden.

  • Plötzlicher Kindstod

    Aufgrund der eingeschränkten Atmungsfähigkeit kann außerdem das Risiko des plötzlichen Kindstod drastisch ansteigen. Mehr zum unerwarteten Tod der Kleinen erfahrt ihr in unserem Ratgeberbeitrag.

Worauf sollte beim Pucken geachtet werden?

Es ist ganz wichtig, dass gepuckte Babys nur auf dem Rücken liegen. Außerdem solltet ihr regelmäßig darauf achten, dass eurem Schatz nicht so warm wird. Die Körpertemperatur könnt ihr im Nacken erfühlen. Bedenkt zudem, dass der Körperkontakt zu eurem Baby durch das Pucken schnell verloren geht. Daher empfehlen wir, auf Kuscheleinheiten nicht zu verzichten und viel Körperkontakt zu euren Kleinen zu suchen.

Alternativen zum Pucken

Wenn das Pucken für euch und euer Baby nicht in Frage kommt und ihr stattdessen nach einer anderen Möglichkeit sucht, euren Liebling zu beruhigen, dann haben wir folgende Alternativen für euch:

  • Tragetuch

    Das Tragetuch bietet eurem Baby ebenfalls einen engen Raum, in der es sich sicher fühlen kann. Zudem hat es Körperkontakt zu euch, sodass es sich schnell beruhigen lässt.

  • Babyhängematte & Federwiege

    Die Hängematte imitiert das sanfte Schaukeln im Mutterleib, dadurch werden die Kleinen beruhigt und entspannen sich. Allerdings solltet ihr die Kleinen niemals unbeaufsichtigt in die Matte legen. Außerdem bedenkt, dass die Nutzungsdauer häufig kurz ist, denn eure Kinder wachsen schnell und werden mobiler.

Wir wünschen eurem Baby und euch eine ruhige Zeit!

Euer Team von babymarkt.de

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