Gedeihstörung

Vera
Vera27.05.2020Lesezeit ca. 6 Minuten
Baby wird beim Arzt gewogen

Bei Gewichtsproblemen im Kindesalter denken viele Menschen zuerst an Übergewicht. Jedes fünfte Kind weltweit leidet auch daran. Oft ist aber auch der umgekehrte Fall ein Problem. Sicherlich ist Unterernährung eher ein Problem, dass in Entwicklungsländern auftritt. Aber auch bei uns leiden etwa ein Viertel aller Babys und Kleinkinder unter Gedeihstörungen.  Meist steckt bei uns aber eher eine Haupterkrankung dahinter und nicht, wie in ärmeren Ländern, die Mangelernährung.

Was ist eine Gedeihstörung?

Wenn ein Baby oder Kleinkind in seiner Entwicklung nur geringe Fortschritte macht, spricht man von einer Gedeihstörung. Diese ist meist ein Symptom einer Haupterkrankung.

Wie äußert sich eine Gedeihstörung?

Eine Gedeihstörung kann sich durch folgende Symptome äußern:

Was das optimale Gewicht eures Babys ist, erfahrt ihr hier:

Wie viel darf mein Baby wiegen?

Was können Spätfolgen einer Gedeihstörung sein?

Die Spätfolgen können sein:

Ab wann ist eine Gedeihstörung gefährlich?

Hier sind mehrere Kriterien zu beachten. Ein Kriterium ist, wenn das Gewicht  unterhalb der 3. Perzentile der Wachstumskurve bei Kindern liegt. Zum anderen sind aber auch Gewicht und Größe der Eltern und Geschwisterkinder wichtig.

Das A und O bei einer Gedeihstörung ist, dass man die Ursache dafür findet. Häufig ist dies nämlich nur ein Symptom einer Haupterkrankung. Hier können organische, aber auch neurologische, Krankheiten der Auslöser sein. Eine gründliche Untersuchung ist ganz wichtig, da eine Vielzahl von Krankheiten vorliegen können.

Wie behandelt man eine Gedeihstörung?

Ist eine Haupterkrankung der Auslöser ist das A und O diese vorrangig zu behandeln. Erst dann wird das Symptom „Gedeihstörung“ gelindert.

Ist dies nicht möglich, oder die Ursache nicht organisch, sind folgende Ernährungstherapien zu empfehlen:

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Wir wünschen eurem Baby alles Gute!

Eure Hebamme Vera