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Moro-Reflex: Normal oder gefährlich?

Nadja
Nadja08.04.2020Lesezeit ca. 5 Minuten
Baby hat Moro-Reflex

Viele Frischgebackenen Eltern beobachten ihr Baby gerade in den ersten Wochen genau. Eine Bewegung der Kleinen lässt sie jedoch erschrecken: Plötzlich streckt das Baby ruckartig die Arme aus und schnappt nach Luft. Was es mit diesem Reflex auf sich hat und ob er gefährlich werden kann, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Was ist der Moro-Reflex?

Der Moro-Reflex ist ein frühkindlicher Primitivreflex. Er gehört zu den Schreck- und Überlebensreflexen, die nicht nur alle Säuglinge zeigen, sondern auch viele Säugetierarten. Seinen Namen hat er durch den Mediziner Ernst Moro erhalten.

Was ist der Sinn des Moro-Reflexes? 

Man geht davon aus, dass der Reflex dazu diente, dass sich die Neugeborenen in Gefahrensituationen an die Mutter gekrallt haben. Dies bestärkt auch die Theorie, dass früher alle Babys Traglinge waren.

Auslöser sind akustische Reize, Lichtreize, schnelle Bewegungen oder Lageveränderungen.

Wann hört der Moro Reflex auf?

Der Reflex entsteht schon um die neunte Schwangerschaftswoche im Mutterleib. In der Regel verwächst sich dieser zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat, da das Nervensystem reift.

Wie zeigt sich der Moro-Reflex?

Der Moro- Reflex verläuft in zwei Phasen:

Bei einem stark ausgeprägten Reflex kann man auch eine Beugung der Beine in den Hüften beobachten.

Blockaden beim Baby

Zu den sichtbaren Reaktionen des Körpers, schüttet dieser auch Stresshormone aus. Die Herz- und Atemfrequenz erhöht sich, der Blutzucker fällt und das Kind ist in Alarmbereitschaft.

Bei den ersten U-Untersuchungen wird der Moro Reflex durch den Arzt getestet. Hier wird das Kind ruckartig aus einer sitzenden in eine liegende Position gebracht. So wird geschaut, ob beide Arme die Bewegung ausführen und ab welchem Alter die Ausprägung nachlässt.

Welche Auswirkung hat der Moro-Reflex?

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Moro Reflex noch über den vierten Monat hinaus sichtbar ist. Dies sollte dann motopädisch abgeklärt und unterstützt werden, da ein bleibender Reflex unangenehme Folgen haben kann.

Der Körper ist immer in Alarmbereitschaft und schon kleine Sinneseindrücke reichen aus, um Stresshormone auszuschütten. Dadurch kann es zu Wahrnehmungsproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, schneller Ermüdung, Reizüberempfindlichkeit und auch größerer Ängstlichkeit und sogar Aggressionen kommen.

Was kann ich gegen den Moro-Reflex meines Babys tun?

Wenn ein Kind einen stark ausgeprägten oder lang anhaltenden Reflex zeigt, kann man im Säuglingsalter schon unterstützend tätig werden. Hier kann man mit dem Pucken oder auch dem Tragen ( Tragetuch oder ergonomische Trage) nachhelfen. Dies gibt den Kleinen eine Begrenzung, wie im Mutterleib, und sie fühlen sich sicher und geborgen. Der Reflex und die Stressausschüttung werden dadurch minimiert.

Wir wünschen Euch alles Gute!

Eure Hebamme Nadja