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Baby-Schnupfen: Wenn’s mal richtig läuft!

Nach der Geburt muss der junge Körper erst noch lernen, wie er nach und nach mit den neuen äußeren Einflüssen der Umwelt umzugehen hat.

Vor allem mit neuartigen Krankheitserregern hat das Immunsystem jede Menge zu tun und muss sich gegen die Eindringlinge erproben.

So kann es bei Babys, im Rahmen einer Erkältung in den ersten Monaten, zu Schnupfen kommen.

Aber nicht jeder Schnupfen gibt direkt Anlass zur Sorge!

Gerade in den ersten Monaten handelt es sich bei den Erscheinungen meistens um den sogenannten Säuglingsschnupfen. Die verstopfte Nase in der Zeit hat dabei aber nichts mit Bakterien oder Viren zu tun und tritt zumeist in der Nacht auf. Die Kinder fangen an zu „schnorcheln“. Dieses „Schnorcheln“ entsteht durch verbleibende Milchreste im noch recht engen Nasen-Rachenraum, da man die Kleinen in der Nacht schneller wieder hinlegt. Durch die noch nicht ausgeprägte Fähigkeit des Schnäuzens, sammelt sich somit schnell viel davon in der Nase an. Dies ist aber nicht weiter störend für das Kind und beunruhigt meist nur die Eltern wegen der Geräusche. Ein Kind was nur in der Nacht eine verstopfte Nase hat, benötigt keinerlei Therapie.

  • Solange euer Baby ausreichend trinkt, frei von Fieber, Husten und Nießen ist und sich tagsüber vital und regsam verhält, besteht kein Grund zur Sorge.

Welche Warnzeichen deuten auf einen ausgeprägten Schnupfen hin?

Sollte euer Baby allerdings auffällig wenig trinken, häufiger weinen, appetitlos und antriebslos wirken und immer schlechter in den Schlaf finden, deutet alles auf einen akuten Schnupfen hin. Ist euer Kind unter 3 Monate alt, solltet ihr sicherheitshalber schon bei den ersten Anzeichen zum Arzt gehen.

Die besten Hausmittel gegen Baby-Schnupfen!

Ansonsten fahrt ihr erstmal mit den Maßnahmen am besten:

  • Ein wenig Muttermilch oder eine sanfte Mineralsalzlösung auf die Nasenschleimhaut tropfen. Dadurch schwillt diese etwas ab und euer Kind bekommt besser Luft.

  • Gegebenenfalls eine leichte Nasenspülung mit isotoner Kochsalzlösung nutzen, um den Abtransport des Schleims zu fördern.

  • Es gibt spezielle Nasensauger, die die Nase vorsichtig von zähem Schleim befreien.

  • Ein altes Hausmittel sieht vor, kleingeschnittene Zwiebelwürfel in Stoff zu wickeln und über das Babybett zu hängen. Sie wirken entzündungshemmend.

  • Ruhig auch vorbeugend, Heilsalbe oder Vaseline auf den wunden Nasenbereich auftragen.

  • Engelwurzbalsam außer Reichweite des Kindes auf ein Tuch gegeben, wirkt schleimlösend und enthält keine krampfauslösenden ätherischen Öle.

  • Wichtig ist, dass euer Kind reichlich zu trinken bekommt.

  • Durch eine Wasserschale, feuchte Handtücher oder ein Befeuchtungsgerät für eine angemessene Luftfeuchtigkeit im Zimmer sorgen.

  • In regelmäßigen Abständen die Räume lüften oder mit eurem Baby spazieren gehen.

  • Achte auf eine leicht erhöhte Haltung eures kleinen Patienten, z.B. durch ein kleines Handtuch, damit er während des Liegens ausreichend Luft bekommt und der Schleim ablaufen kann.

  • Eurem Baby viel Liebe aber auch Ruhe schenken. Nehmt euch dafür viel Zeit und seid geduldig.

Diese Symptome machen den Kinderarztbesuch unumgänglich!

Wenn die Beschwerden nicht nachlassen, der Schnupfen viel länger als eine Woche anhält oder Fieber dazukommt und das Nasensekret grünlich oder gelb und übelriechend wird, euer Baby euch mit wässrigen oder glasigen Augen anschaut, solltet ihr mit eurem Schatz einen Kinderarzt aufsuchen.

Bei Neugeborenen sollte die Temperatur nicht über 38 Grad liegen, bei etwas älteren Kindern nicht über 39 Grad. Gesellen sich zu den Beschwerden noch Ohrenschmerzen, Atemprobleme und extreme Abgeschlagenheit hinzu, ist es besonders ratsam einen Kinderarzt aufzusuchen.

Mutter schmust mit Baby

Auf Nummer sicher gehen!

Generell empfehlen wir euch, zur Vorbeugung, auf einfache und gängige Maßnahmen zu achten. Die hilfreichste Vorbeugungsmaßnahme ist dabei, euer Baby und euch von allem, was sich erkältet anhört oder schon kränklich aussieht, fern zu halten. Denn schon durch die feinen Speichel- oder Schleimtröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen können die Krankheitserreger übertragen werden.

Sollte es euch mal selber erwischen und ihr über Schnupfen oder grippeartige Symptome klagen, vermeidet zu viel Kontakt zu eurem Baby und vermeidet vor allem in Richtung eures Babys zu husten. Versucht stattdessen in Tücher oder notfalls in die Armbeuge zu husten, nießen und zu schnupfen.

Das Stillen eures Babys stellt dagegen überhaupt kein Problem dar. Über die Muttermilch werden die Antikörper an euer Kind weitergegeben, so dass der Kleine sich nicht ansteckt.

Außerdem ist es hilfreich, auf eine regelmäßige Handhygiene zu achten und eure Kleidung entsprechend zu reinigen.

Wenn ihr die Vorbeugungsmaßnahmen beachtet und im Krankheitsfall die empfohlenen Schritte befolgt, sollte der nächste Schnupfen kinderleicht zu handeln sein.

Wir wünschen eurem Baby gute Besserung!

Euer Team von babymarkt.de

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