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Gelbsucht bei Neugeborenen (Hyperbilirubinämie)

Nadja
Nadja02.04.2020Lesezeit ca. 4 Minuten
Frau hält Baby im Arm

Wenn sich die Haut und die Augen in den ersten Tagen nach der Geburt gelblich verfärben, spricht man von Gelbsucht bei Neugeborenen. Doch wie entsteht sie und welche vorbeugenden Maßnahmen können getroffen werden?

Wie entsteht Gelbsucht bei Neugeborenen?

Das Kind wird aus einer sauerstoffarmen in eine sauerstoffreiche Umgebung geboren. Die Überzahl an roten Blutkörperchen wird damit nicht mehr benötigt und zerfällt. Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin wird dabei zu Bilirubin, dass normalerweise von der Leber verarbeitet und durch den Urin ausgeschieden wird. Die Leber der Kleinen ist aber noch unreif und dieser Arbeit nicht gewachsen. Man spricht hier von einer Anpassungsstörung der Leber. Daher sammelt sich der Farbstoff Bilirubin in der Haut und den Augäpfeln an. Es kann bei einer Gelbsucht auch zu dunkelbraunem Urin und sehr hellem Stuhlgang kommen. Ca. 60% der Neugeborenen sind betroffen, bei Frühgeborenen ist die Leber noch unreifer, so dass hier fast alle Kinder eine sehr frühe Gelbsucht entwickeln.

In der Regel färben sich Haut und Augäpfel zwei bis drei Tage nach der Geburt gelb, den Höhepunkt erreicht es nach fünf bis sieben Tagen und nach 10 – 14 Tagen sieht man einen deutlichen Rückgang. Der Bilirubinwert kann durch eine Blutuntersuchung gemessen werden. Hier gibt es Grenzwerte, die klar definieren, ab wann eine Behandlung notwendig ist.

Bei einer nicht behandelten Gelbsucht kann es zu einer Hirnschädigung oder sogar dem Tod des Kindes kommen. Dies ist wirklich selten, da die meisten Kinder frühzeitig behandelt werden. Das Klinikpersonal hat während des Aufenthaltes im Krankenhaus ein Auge auf das Neugeborene und kontrolliert den Wert, wenn es notwendig ist. Zuhause übernimmt dies die Hebamme bei ihren Wochenbettbesuchen.

Neugeborenes mit Gelbsucht

Was hilft gegen Gelbsucht bei Neugeborenen?

Gegen die Gelbsucht ist die Lichttherapie mit blauen UV-Licht die erste Wahl. Hier werden die Kinder mit einem Augenschutz und einer Windel in einen Inkubator gelegt und mit dem Licht bestrahlt. Dies findet in regelmäßigen Zyklen und meist für zwei Tage statt. Durch das spezielle blaue Licht, wird der gelbe Farbstoff in eine wasserlösliche Substanz umgewandelt. Diese kann durch den Urin ausgeschieden werden. Bei sehr schweren Verläufen kann auch eine Bluttransfusion notwendig sein.

Gelbsucht beim Baby: Vorbeugende Maßnahmen

Wir wünschen euch und eurem Baby alles Gute.

Eure Hebamme Vera