Hüftdysplasie

Nadja
Nadja13.05.2020Lesezeit ca. 5 Minuten
Hüftdysplasie beim Baby

Die Hüftdysplasie ist die häufigste Fehlbildung bei Neugeborenen, sie betrifft drei von Hundert Kindern. Mädchen leiden häufiger daran. Was die Ursachen sind und wie Eltern mit der Diagnose umgehen können, erfahrt ihr hier.

Was ist eine Hüftdysplasie und wie entsteht sie ?

Die Hüftdysplasie ist eine angeborene oder erworbene Fehlbildung der Hüfte. Der noch unreife knorpelig weiche Hüftkopf des Oberschenkels findet keinen Halt in der Hüftgelenkspfanne.

In 80% der Fälle handelt es sich um eine Unreife, die sich in den ersten sechs Wochen mit konservativen Therapien verwächst. Die schwerste Form ist eine Hüftluxation. Hierbei rutscht der Hüftkopf komplett aus der Pfanne und hat keinen Bezug mehr.

Die Ursachen für die Hüftdysplasie sind unklar, es gibt aber Risikofaktoren, die das Auftreten begünstigen:

Hüftdysplasie: Diagnose

Schon bei der U2 schaut sich der Kinderarzt die Hüfte genau an. Eine Luxation erkennt man daran, dass ein Bein kürzer aussieht, die Beine sich nicht gleich abspreizen lassen und dass die Analfurche und die Schambeinfalte asymmetrisch sind. Eine Hüftdysplasie lässt sich nicht mit bloßem Auge erkennen. Hierzu ist eine Ultraschalluntersuchung notwendig. Wenn Risikofaktoren bekannt sind, wird dies bereits bei der U2 durchgeführt. Spätestens bei der U3 erhalten alle Kinder einen Hüftultraschall. Man sollte die Untersuchung auf jeden Fall wahrnehmen, da eine Hüftdysplasie schwere Folgeschäden haben kann. Eine frühzeitige Behandlung ist sehr wichtig, denn dadurch steigen die Heilungschancen und der Behandlungszeitraum ist kürzer. In seltenen Fällen wird zusätzlich zum Ultraschall ein Röntgenbild angefertigt.

Hüftdysplasie

Therapie bei Hüftdysplasie

Bei der Therapieform kommt es auf die Schwere der Hüftdysplasie an:

Bei einer Unreife der Hüfte reicht meistens schon das breite Wickeln für drei bis fünf Wochen aus. Hierzu wird auf die Windel ein Handtuch oder eine dicke Moltonwindel gelegt, damit die Hüfte mehr in die Beuge-Spreiz- Haltung geht. Auch das Tragen in einem Tragetuch oder in einer ergonomischen Trage ist super für die Hüftentwicklung.

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Liegt eine schwerere Form vor, kann eine Orthese notwendig sein. Hier werden Idealspreizhosen oder auch Hüft-Beugeschienen verschrieben. Diese bringen die Hüften in eine konstante Beuge- Spreiz- Haltung und werden nur zum Wickeln oder Baden abgelegt. Die Dauer der Behandlung ist sehr individuell und es werden regelmäßige Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, um den Verlauf zu kontrollieren. Auch hier kann und sollte weiterhin getragen werden.

Die schwerste Form ist die Hüftluxation. Um den Hüftkopf wieder in die Hüftgelenkspfanne zu schieben wird eine dynamische Einrenkung durch eine Bandage vorgenommen. Diese Bandage bleibt mehrere Wochen an der Hüfte. Danach bekommt das Kind für ca. drei Monate eine Orthese angepasst. So wird die Hüfte in der Beuge-Spreiz-Haltung ruhiggestellt. Wenn dieser Schritt erfolgreich war beginnt die Therapie mit der Orthese. Hier werden Bewegungsabläufe trainiert und die Muskulatur gestärkt.

In sehr seltenen und schweren Fällen kann eine Operation oder auch das Eingipsen der Hüfte notwendig sein. Hier entscheiden die Kinderorthopäden nach Verlauf der Therapie und schwere der Form. Das Wichtigste bei der Hüftdysplasie ist, dass frühzeitig eine Diagnose gestellt und eine passende Behandlung durchgeführt wird. Nur so kann man Folgeschäden vermeiden.  Durch die falsche Belastung des Gelenkkopfes kommt es schon früh zu Abnutzungen und Beschwerden. Oft zieht es auch ein gestörtes Gangbild nach. Die Behandlung bei Jugendlichen oder Erwachsenen gestaltet sich sehr langwierig und invasiv.

Wir wünschen eurem kleinen Schatz alles Gute!

Eure Hebamme Nadja