Baby hält Löffel und Schale hoch während es im Hochstuhl sitzt.

Nahrungsmittelallergie bei Babys: Das müsst ihr wissen!

Sowohl das Immunsystem als auch der Verdauungstrakt ist bei Babys gerade in den ersten Lebensmonaten sehr empfindlich und instabil. Daher können die Kleinen schnell Allergien bekommen. Woran ihr erkennen könnt, ob euer kleiner Schatz unter einer Lebensmittelallergie leidet und ob man diese vorbeugen kann, erfahrt ihr hier.

Was ist eine Nahrungsmittelallergie?

Eine Nahrungsmittelallergie ist eine spezielle Form der Lebensmittelunverträglichkeit. Ein bestimmtes Lebensmittel löst eine unmittelbare allergische Reaktion aus. Babys haben meistens eine Allergie auf Grundlebensmittel, häufig verschwindet sie aber wieder im Kindesalter, da sich das Immun- und Verdauungssystem weiterentwickelt. Durch Bluttests, Hauttest und spezielle Diäten, ist die Allergie nachweisbar.

Allergie oder Unverträglichkeit? Wo ist der Unterschied?

Eine Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf einen normalerweise harmlosen Umweltstoff (Allergen). Eine Unverträglichkeit hat hingegen nichts mit dem Immunsystem zu tun. Der Körper kann bei einer Lebensmittelunverträglichkeit diesen bestimmten Stoff nicht verdauen. Erst nach einigen Stunden kommt es dann zu Problemen, wie zum Beispiel Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen.

Woran erkenne ich eine Nahrungsmittelallergie?

So bemerkt ihr eine Nahrungsmittelallergie an eurem Baby:

  • Haut

    Juckreiz, Ausschlaf, Nesselsucht, Schwellungen im Mund und Nasen-Rachen-Raum

  • Atemwege

    Verstopfte oder laufende Nase, Kurzatmigkeit, Atemnot, Husten

  • Magen-Darm-Trakt

    Bauchschmerzen, Verstopfungen, Durchfall, Erbrechen, blutiger Stuhl

Wenn ihr die genannten Anzeichen bei eurem Baby feststellt, ist es ratsam einen Allergologen aufsuchen. Er kann euch einen speziell auf eurer Kind abgestimmten Speiseplan erstellen.

Wenn sich die Beschwerden lediglich auf den Verdauungstrakt beschränken, dann handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit und keine Allergie. Bei starken Reaktionen wie Atemnot und schweres Keuchen solltet ihr sofort medizinische Hilfe holen.

Baby sitzt im Hochstuhl und wird mit Brei gefüttert

Woher weiß ich, ob mein Baby ein hohes Risiko für Allergien hat?

Allergien können vererbt werden. Es kommt jedoch nicht nur auf die genetische Veranlagung an. Lebensumstände & Umwelteinflüsse spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Allergien. Vor allem Kinder leiden häufiger an einer Lebensmittelallerge als Erwachsene. Ist ein Kind außerdem an Neurodermitis erkrankt, steigt das Risiko, auch auf bestimmte Lebensmittel allergisch zu reagieren.

Kann ich eine Nahrungsmittelallergie bei Babys vorbeugen?

Frühzeitige Allergieprävention kann helfen, den Ausbruch von Allergien bei Risikokindern zu minimieren. Doch wie sieht die Prävention aus? Zum Thema Beikost gibt es zwei Meinungen:

  • Kinder sollten so früh wie möglich in Berührung mit den allergieauslösenden Lebensmitteln kommen, denn so kommt der Körper besser damit zurecht und kann Allergien vorbeugen.

  • In dem ersten Lebensjahr sollte auf gewissen Lebensmittel (wie Kuhmilch, Eier und Nüsse) verzichtet werden.

Mehr Beiträge rund um das Thema Ernährung gibt es hier:

Einig sind sich zum Thema Ernährung jedoch alle: Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte eine ausgewogene Ernährung sichergestellt werden. Es gibt außerdem Studien darüber, dass Fisch das Allergierisiko stark minimieren kann. Ebenso kann eine Ernährung, die viele gesättigte Fettsäuren (z.B. in Butter oder Milchprodukten) enthält, das Risiko minimieren.  Muttermilch kann euer Baby ebenfalls vom ersten Tag an schützen.

Könnt oder möchtet ihr nicht stillen, so gibt es für das erste halbe Jahr HA-Milch, die für allergiegefährdete Babys geeignet ist:

Wir wünschen euch und eurem Baby alles Gute!

Euer Team von babymarkt.de

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