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Reflux beim Baby

Vera
Vera22.04.2021Lesezeit ca. 6 Minuten
Baby trinkt

Viele von euch kennen vielleicht das Problem, dass eure Babys gelegentlich getrunkene Milch wieder ausspucken oder sie aus dem Mund herausläuft. Dieses Zurücklaufen des Mageninhalts in die Speiseröhre nennt man Reflux.


Artikelinhalt:


    Was versteht man unter einem Reflux?

    Man spricht von einem Reflux, wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurück läuft. Genauer gesagt nennt man dies gastroösophagaeler Reflux, Gaster kommt hier von Magen und Ösophasgus von Speiseröhre.

    Je älter euer Kind wird, umso mehr erhöht sich die Magensäure im Mageninhalt. Kommt es dann zu vermehrtem Rückfluss vom Mageninhalt in die Speiseröhre oder den Mund, kann die Säure Speiseröhre oder Mundraum angreifen. Dies kann dann zu Beschwerden wie Sodbrennen, etc. führen. Sollten diese Beschwerden langfristig bestehen bleiben, kann es dadurch auch zu Langzeitschäden kommen.

    Aber macht euch keine Sorgen, wenn euer Baby anfangs noch häufig spuckt. In den ersten Lebenswochen ist dies ganz normal, da der Muskel, der die Speiseröhre verschließt, noch nicht kräftig genug ist. Wichtig ist hierbei aber darauf zu achten, dass euer Baby sich gut entwickelt und an Gewicht zunimmt. Dies wird in regelmäßigen Abständen von eurer Hebamme oder dem Kinderarzt kontrolliert. Solltet ihr euch aber dennoch Sorgen machen, ob alles noch im normalen Rahmen liegt, sprecht dies bei den Untersuchungen an. Meist geht der anfängliche Reflux aber in den ersten Lebenswochen von ganz alleine wieder zurück.

    Baby wird mit der Flasche gefüttert

    Was sind die Ursachen von einem Reflux?

    Der sogenannte funktionelle Reflux kann sowohl bei gestillten, als auch bei Kindern, die mit der Flasche gefüttert werden, auftreten. Das Muskelband, dass den Magen verschließt, ist noch nicht kräftig genug. Somit kann der Mageninhalt leicht in die Speiseröhre zurückfließen. In den ersten Lebensmonaten wird dieses Muskelband immer kräftiger und verschließt den Magen daher besser. Daher gehen die Beschwerden meist von alleine zurück.

    Am häufigsten treten diese Beschwerden bei Babys auf, die sehr schnell viel Milch zu sich nehmen. Dies kann zum einen ein erhöhter Milchspendereflex der Mutter, aber auch ein zu großes Loch im Sauger der Flasche mit sich bringen. Ihr solltet dann viele, kleine Pausen in die Mahlzeiten einbauen und euer Baby dann hoch nehmen.

    Unter einem sekundären Reflux versteht man, wenn dieser durch eine andere Erkrankung hervorgerufen wird. Dies können neurologische, aber auch Lungenerkrankungen sein. Auch eine Fehlbildung im Magen-Darm-Trakt, wie beispielsweise ein Lücke im Zwerchfell, können Ursache für einen krankhaften Reflux sein.

    Erst wenn der Reflux so lange anhält und stark ausgeprägt ist, dass bei den Kindern weitere Symptome als Folge auftreten, spricht man von einer Krankheit. Es kann hierbei zu Entzündungen der Speiseröhre kommen, da die Magensäure diese reizt. Auch Symptome wie Husten oder Lungenentzündung können die Folge sein. Aber nur in sehr seltenen Fällen ist diese Refluxkrankheit bei Kindern so ausgeprägt.

    Wie könnt ihr eurem Kind bei einem Reflux helfen?

    Versucht möglichst viele Pausen in die Mahlzeiten einzubauen. Nehmt euer Baby dann in eine aufrechte Position, damit es die evtl. vorhandene Luft aufstoßen kann. Ein leichtes Kreisen des Oberkörpers, in gehaltener Sitzposition,  oder ein Reiben auf dem Rücken des Babys, ersetzt das früher Klopfen auf den Rücken. Dieses kann ein Spucken eher verstärken.

    Wenn euer Baby mit der Flasche gefüttert wird, sind Anti-Kolik-Flaschen ratsam. Achtet auch darauf, dass das Loch im Sauger nicht zu groß ist. Hierdurch nehmen die Babys sonst oft eine zu große Menge Milch in zu kurzer Zeit auf, was auch das Spucken verstärken kann.

    Wann müsst ihr euer Baby beim Kinderarzt vorstellen?

    Sollte euer Baby regelmäßig nach der Mahlzeit große Mengen an Milch erbrechen, solltet ihr dies beim Kinderarzt ansprechen.

    Achtet unbedingt darauf, ob euer Baby gut an Gewicht zunimmt und sich auch sonst gut entwickelt. Hierfür ist auch eure Hebamme, die euch im Wochenbett betreut, euer Ansprechpartner.

    Wie viel euer Baby wiegen sollte, erfahrt ihr hier:

    Wie viel darf mein Baby wiegen?

    Auch regelmäßige Ausscheidungen sind wichtig, damit man sicher gehen kann, dass das Kind genug Flüssigkeit bekommt. Mindestens fünf nasse Windeln in 24 Stunden sind ein Muss.

    Wir wünschen euch alles Gute,

    eure Hebamme Vera