Zahnen bei Babys – DIE Ausrede für Schreihals-Eltern

Julia
Julia06.09.2019Lesezeit ca. 8 Minuten
Baby schreit

Auch schon mal dabei ertappt? Euer Kind schreit den ganzen Supermarkt zusammen. "Was hat es denn?" fragen alle besorgt. Wohl genährt, gesund und liebevoll betüdelt - was der Nachwuchs jetzt noch hat, wüsstet ihr selbst gern. Da flüstert ein Teufelchen in euer Ohr: "Sag 'er zahnt'. Das zieht immer!".

Beim Stichwort 'Zahnen' sind sich schließlich alle einig: Der arme kleine Schatz darf brüllen soviel er will, das Zahnen ist schließlich eine schreckliche Bürde!

Jeder Zahn hat ganz schön zu kämpfen


Infografik zu Babys erste Zähnchen

Die ersten Milchzähne bahnen sich meist ab dem 6. Monat den Weg durch den kleinen Kiefer. Der allererste Schneidezahn wird frenetisch gefeiert. Wenn zwischen dem 20. und 30. Monat dann der letzte Backenzahn von 20 Milchzähnen durchkommt, bemerkt es schon keiner mehr. Dabei hat jeder Zahn ganz schön zu kämpfen, um zu seinem Einsatzort zu gelangen.

Dass die ersten Zähnchen des kleinen Lieblings kommen, merken viele Eltern bereits einige Wochen im Voraus. Denn der Durchbruch der Beißerchen kündigt sich bei den meisten Kindern durch innere Unruhe, Nörgelei und Unzufriedenheit an. Sobald sich die Zähne an die Oberfläche drücken wollen, fängt der Kieferknochen bei den Kleinen an zu spannen, das Zahnfleisch schwillt an und rötet sich. Dies führt nicht selten zu Schmerzen bei eurem kleinen Schatz.

Aber keine Sorgen: Es gibt Zahnungshilfen

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Rotbäckchen

Ein weiteres Anzeichen sind die so genannten Zahnungsbäckchen. Beim Zahnen ist die Partie rund um den Kiefer stärker durchblutet, wodurch sich die Wangen röten. Zudem wird die Speichelproduktion angeregt, sodass zahnenden Babys häufig Spucke aus dem Mund rinnt. Ein Lätzchen hilft, damit die Kleidung nicht feucht wird. Einige Eltern berichten, dass ihr Sprössling während des Zahnens kaum mehr Hunger hat und unter Durchfall oder Verstopfung leidet. Auch die Haut wird sensibler, wodurch sich wunde Stellen insbesondere am Po und im Gesicht bilden können.

Tipp:
Greift vermehrt zu Wundsalben, wechselt die Windeln häufiger und haltet das Gesicht schön trocken.

Geschwächter Körper

Der Körper eures Nachwuchses fokussiert sich in dieser Zeit hauptsächlich auf das Zähne kriegen, sodass das Immunsystem überfordert ist. Sobald zu unüblichen Darmaktivitäten und Hautausschlägen auch Fieber hinzukommt, oder euer Kind Nahrung gänzlich verweigert, solltet ihr aber einen Arzt aufsuchen. In allen anderen Fällen hilft Zuwendung, Ruhe und ganz viel kuscheln.

Kleines Mädchen zeigt ihre Zähne

Richtige Zahnpflege von Anfang an

Eine gute Zahnhygiene ist sehr wichtig für die Gesundheit eures Kindes, denn die Bakterien, die im Mund entstehen, können in den Organismus geraten und somit zu Krankheiten führen. Um das zu vermeiden muss euer Kind bereits während des Zahnens an die tägliche Routine des Zähneputzens gewöhnt werden.

Wie ist das Zahnen bei eurem Baby verlaufen und was hat ihm am besten geholfen? Wir freuen uns auf eure Erfahrungen und Tipps.

Euer Team von babymarkt.de