Drei Gläser mit Babybrei

Von Biersuppe und Kindermehl: Die Geschichte der Babynahrung

Wenn ein Baby ungefähr zwischen fünf und sieben Monate alt ist, bekommt es heutzutage zum ersten Mal Fertigbrei: Pürierte Karotten, Kartoffeln oder Erbsen stehen nach der Muttermilch auf dem Speiseplan. So gewöhnt sich das Kind Schritt für Schritt an das Essen der Erwachsenen. Aber wie sah das eigentlich früher aus, als es noch keinen Fertigbrei im Glas gab? Hier lest ihr die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung der Babynahrung:

Mutter stillt Kind.

Stillen bis das Kind sieben ist

Vor endlos langer Zeit haben Mamis ihre Kinder auch noch gestillt, wenn diese fünf oder sogar sieben Jahre alt waren. In einer Phase darauf endete die Stillzeit, wenn das Kind zwei Jahre alt war. Danach gab es Tiermilch. In der Antike galt: Wenn ein Kind seinen ersten Zahn bekommen hat, wurde es nicht mehr gestillt, sondern mit Tiermilch gefüttert. Dazu gab es Eier, Obst und Gemüse.

Eine Schüssel voll mit Weizenmehl.

Biersuppe und Kindermehl

Im Mittelalter galt frühe Muttermilch als schädlich, so dass Babys in der ersten Zeit nicht von der eigenen Mutter gestillt wurden. Als Beikost gab es Mehlbrei und Brotsuppe. Ab dem 18. Jahrhundert wurde das Stillen als “mütterliche Pflicht” angesehen. Statt Mehlbrei gab es nun süße Molke, Brot- oder Biersuppe dazu. Im 19. Jahrhundert wurde dann von Justus von Liebig erste fertige Babynahrung erfunden: Suppe für Kinder und Kindermehl.

Mutter füttert Kind mit Alete Babynahrung.

Endlich Babybrei in Gläschen

Die Firma Milupa produzierte ab Anfang der 1930er Jahre Paulys Nährspeise. Dabei handelte es sich um in Milch aufgelöstes Zwiebackmehl. Darauf entwickelte der Kinderarzt Günther Malyoth einen Säuglingsnährzucker, der unter dem Firmennamen Alete vertrieben wurde. Seit den 1950er Jahren ist in Deutschland Babybrei in Konserven und dann auch in Gläschen erhältlich. Die erste synthetische Milch wurde Mitte der 1960er von Milupa entwickelt.

Wir hoffen, dass wir euch spannende Infos über die Entwicklung der Babynahrung geben konnten!

Euer Team von babymarkt.de

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