Kann Babybrei eingefroren werden?

Um im recht hektischen Alltag mit eurem Baby ein wenig Zeit zu sparen, ist es besonders praktisch vorgekochten Babybrei einzufrieren. Im Vorfeld können größere Mengen Babybrei ohne Weiteres vorgekocht und im Anschluss in kleineren Portionen in der Kühltruhe oder im Gefrierschrank zwischengelagert werden. So vermeidet man nicht nur, überschüssige Mengen wegwerfen zu müssen sondern kann den Babybrei bei Bedarf recht schnell auftauen und einfach verfüttern.

Auf welche Dinge ihr beim Einfrieren und Auftauen von Babyfrei besonders achten solltet, damit euer eingefrorener Babybrei keine Nährstoffe verliert und genauso schmeckt und gesund ist, wie frisch gekochter Babybrei, erfahrt ihr hier:

Was gilt es beim Babybrei-Einfrieren zu beachten?

Durch das Einfrieren der Babynahrung bleiben die gesunden Inhaltstoffe der frischen Lebensmittel weitestgehend erhalten und der Brei wird ohne Konservierungsmittel haltbar gemacht, da sich Bakterien nicht in der Kälte vermehren. Die folgenden Dinge gilt es beim Einfrieren des Babybreis zu beachten:

  • Die richtige Menge einfrieren

    Wir empfehlen den Brei so zu portionieren, sodass euer Kind die Menge ohne Probleme essen kann. Kleinere Mengen könnt ihr auch einfach in einen Eiswürfelbehälter geben und im Anschluss in einer Gefriertüte verpacken. Dort sind sie dann sicher vor Gefrierbrand.

  • Brei möglichst schnell einfrieren

    Um Vitaminverluste und eine Keimvermehrung zu vermeiden, sollte der Brei so schnell und frisch wie möglich eingefroren werden. Nach Abkühlen und Erreichen der Zimmertemperatur, kann der abgefüllte Babybrei tiefgekühlt gelagert werden.

  • Hygiene beachten

    Um Keime beim Einfrieren des Breis zu vermeiden, sollten die genutzten Behälter unbedingt abgekocht werden. Außerdem solltet ihr nicht zu lange mit dem Einfrieren in den keimfreien Behältern warten und den Babybrei möglichst luftdicht verpacken, damit die Nährstoffe erhalten bleiben und eine längere Haltbarkeit gewährleistet wird. Einmal aufgetaute Portionen sollten danach nicht nochmal eingefroren oder warm gemacht werden. Sollten Breireste übrig bleiben, ist es ratsam, diese zu entsorgen.

  • Behälter beschriften

    Um einen Überblick zu behalten, ist es sinnvoll, eure Babybrei-Behälter mit Namen und Datum vor dem Einfrieren zu beschriften.

  • Gewürze später zugeben

    Wenn euer Baby ein Jahr alt ist, könnt ihr zu dem Babybrei Öle und Gewürze hinzugeben. Diese solltet ihr jedoch erst nach dem Auftauen hinzufügen, da der Geschmack und die Konsistenz des Breies durch die Gewürze und gefrorenen Öle verändert werden können.

  • Die Lagerung des Breis

    Die Brei-Mahlzeiten lassen sich im gefrorenen Zustand am besten bei mindestens -18°C aufbewahren. Pauschal kann man sagen, dass Gemüse- und Obstbreie bis zu sechs Monate eingefroren aufbewahrt werden können, gekochter Fisch und Fleisch nur bis zu drei Monate und Beikost mit Milch nicht länger als zwei Monate. Aufgetauter Babybrei sollte immer innerhalb von 24 Stunden verbrauchen werden.

Wie sieht es mit Fertigbrei und Breipulver aus?

Eine Ausnahme beim Einfrieren stellt gekaufter Brei in Form von Pulver dar.  Bei diesem sollte die Zubereitung erst kurz vor der Fütterung stattfinden. Neben selbstgekochten Babybrei kann selbstverständlich auch fertig gekaufter Babybrei eingefroren werden. Allerdings sollte hier auch auf ein paar Dinge geachtet werden:

  • Die Reste aus dem fertigen Gläschen-Brei können ohne Probleme eingefroren werden, wenn auf gewisse Hygiene-Standards geachtet wird. Es ist wichtig, dass Babybrei aus dem Glas nicht mit einem schon benutzten Löffel in Kontakt gekommen ist.

  • Die einzufrierende Menge kann, sofern sie vorher nicht schon erwärmt wurde, dann ohne Bedenken in einen gefriergeeigneten Behälter gefüllt und eingefroren werden.

  • Ungeöffnete und noch luftdicht verschlossene Gläschen müssten nicht zwingend eingefroren werden, sie lassen sich auch in einem kühlen, dunklen Raum oder Schrank lagern.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Babybrei-Einfrieren?

Grundsätzlich eignen sich nicht alle Lebensmittel zum Babybrei-Einfrieren. Denn durch das Tiefkühlen können sich Konsistenz oder Geschmack der Lebensmittel verändern.

Bananen, Avocado, Melonen, Zitrusfrüchte sowie stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffel, Reis und Nudeln sollte man nicht mit einfrieren.

Gerade der höhere Stärkeanteil bei Kartoffeln, Reis und Nudeln sorgt dafür, dass der Brei nach dem Auftauen körnig wird und keine homogene Masse ergibt. Darum sollte das entsprechende Gemüse unabhängig vom Brei eingefroren werden und Kartoffeln, Reis und Nudeln wenn möglich frisch zubereitet werden. Hervorragend zum Einfrieren eignen sich Lebensmittel wie Möhren, Zucchini, Fenchel, Kürbis, Apfelmus und verschiedene Fleischsorten.

Bei der Zusammensetzung des Babybreis solltet ihr darüber hinaus vermeiden, größere Mengen Rote Beete, Fenchel und Spinat in den ersten Lebensmonaten beizumengen. Denn Gemüse wie Rucola und andere Blattsalate, Spinat, Kohlrabi, Rote Beete, Radieschen und Rettich speichern viel Nitrat. Bakterien sind in der Lage, Nitrat zu Nitrit umzuwandeln und Säuglinge reagieren gerade in den ersten Monaten sehr empfindlich darauf, da durch das Nitrit die roten Blutkörperchen verändert werden.

Wie taut man Babybrei auf?

Um den eingefrorenen Babybrei möglichst effektiv aufzutauen, sollte der Brei erst kurz vor dem Erwärmen aus dem Tiefkühlschrank genommen werden.

Dann kann er entweder in einem warmen Wasserbad, in einem extra Flaschenwärmer oder auch in der Mikrowelle aufgetaut und erwärmt werden.

Wenn ihr euch dafür entscheidet, den Brei in der Mikrowelle aufzuwärmen, solltet ihr beachten, dass die Speisen in der Mikrowelle nicht gleichmäßig erwärmt werden. Darum ist ein gewissenhaftes Umrühren unbedingt erforderlich. Ansonsten kann sich euer kleiner Schatz schnell Verbrennungen zuziehen. Breibehälter, die für die Mikrowelle genutzt werden, sollten nicht aus Melamin bestehen, da Melamin beim Erhitzen gesundheitsgefährdende Stoffe ans Essen abgeben kann.

Kann Babynahrung bedenkenlos in der Mikrowelle erwärmt werden? Diese Frage klären wir in diesem Beitrag.

Beliebt ist es auch, am Abend vorher den eingefrorenen Brei in den Kühlschrank zu stellen und über Nacht aufzutauen. Wenn es am nächsten Morgen schnell gehen muss, ist das ein probates Mittel. Das langsamere Auftauen sorgt allerdings dafür, dass sich die Keime weiter vermehren können. Darum sollte der Brei nicht zu lange im Kühlschrank stehen und mit dem Erwärmen nicht zu lange gewartet werden.

Eine andere beliebte Alternative ist der Kochtopf. Hierbei ist genauso wichtig, wie bei der Mikrowelle, dass der Babybrei nicht zu sehr erhitzt und aufkocht. Bei zu hohen Temperaturen gehen wertvolle Vitamine verloren. Schonender lassen sich Babybreie im heißen Wasserbad oder in Babykostwärmer und Flaschenwärmer auftauen und erwärmen. So wird gewährleistet, dass das Essen nicht zu schnell und einfach anbrennt.

Wichtig ist bei bereits aufgetauter und erwärmter Beikost, dass sie nicht wieder eingefroren wird, da sich das nachteilig auf die Nährstoffe auswirkt und das Wachstum schädlicher Mikroorganismen gefördert wird!

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