Neugeborenes auf Arm

Wie kann ich mein Baby beruhigen? Andere beschweren sich schon über Fluglärm…

120db schaffen die geübtesten Schreimeister. Damit fliegt bei frisch gebackenen Eltern merhmals am Tag ein ziemlich süßer Düsenjet durch die Ohren. Während sich Stadtbewohner schon über die Landung eines Urlaubsfliegers beschweren, müssen Eltern den Düsenjet hinnehmen. Müssen sie wirklich? Nein! Babygeschrei lässt nicht nur die Ohren eurer Mitmenschen fiepen, sondern fordert auch dem Baby selbst eine Menge Energie ab. Ein Grund mehr für Tipps und Tricks, wie ihr euer Baby beruhigt.

Warum schreit mein Kind überhaupt?

Babys haben vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt kaum Möglichkeiten, sich auszudrücken und darauf aufmerksam zu machen, was ihnen fehlt. Daher ist es wichtig, zum einen auf die Art des Schreiens und zum anderen auf die Körpersprache des Kindes zu achten.
Mit etwas Übung und vor allem Intuition werdet ihr schnell merken, was eurem Kind fehlt. Die ersten Punkte, die ihr überprüfen solltet – so banal dies auch erstmal klingen mag – sind, ob euer Baby Hunger hat, es müde oder seine Windel voll ist. Es kann auch einfach sein, dass euer Baby die Nähe zu euch vermisst und einfach Zuwendung einfordert. Es würde euch bestimmt gerne erzählen, warum es euch vermisst, aber noch kann es sich eben nur lauthals beschweren.

Plagegeist Blähbauch

Gerade gefüttert, in frischer Windel und mit jeder Menge Liebe überschüttert schreit euer Kind immer noch? Dann geht die Ursachenforschung weiter: Ein Blähbauch ist bei Babys ein echter Plagegeist und kommt häufig, wenn es zu viel Luft beim Trinken schluckt. Massiert leicht den Bauch und bewegt sanft die Beinchen eures Kindes. Tipps zur Babymassage findet ihr hier. Auch das Bäuerchen nach dem Essen kann oft die Probleme lösen.

Wenn die Kleidung ziept

Wie ihr es von enger oder kratziger Kleidung kennt, kann es auch sein, dass sich euer Baby in seiner Kleidung nicht wohlfühlt, dass vielleicht etwas zwickt oder ihm zu warm bzw. zu kalt ist. Als Faustregel kann man sich merken, dass Kinder meist eine Lage mehr tragen sollten als es Erwachsene tun würden.

Hilfe! Information Overload

Eine weitere Frage, die ihr euch stellen solltet, ist, ob ihr eurem Baby den Tag über vielleicht zu viel zugemutet haben. Ein Kind ist sehr sensibel und ist daher schnell überfordert und gereizt, wenn es zum Beispiel viele neue Gesichter gesehen und zahlreiche Eindrücke aufgenommen hat, die ihm neu sind und die es zunächst verarbeiten muss. Bringt es dann in einen abgedunkelten Raum, wo es zur Ruhe kommen kann.

Fällt euch auf, dass sich euer Kind anders verhält als sonst, zum Beispiel seine Nahrung abstößt oder sehr schläfrig ist, solltet ihr krankheitsbedingte Ursachen ausschließen. Messt Fieber und geht sicherheitshalber zum Arzt.

Wenn eigentlich alles in Ordnung zu sein scheint…

Hände der Mama beschützen schlafendes Baby

Findet ihr keinen triftigen Grund, wieso euer Baby gerade so unglücklich ist, ist es immer ratsam, dem Kind eine Umgebung zu bieten, die es noch aus dem Mutterleib kennt. Heißt: nehmt euer Kleines fest in den Arm und legt seinen Kopf an eure Brust, damit es den ihm wohl bekannten Herzschlag hört. Dies beruhigt garantiert. Auch die zusätzliche Wärme eures Körpers wird ihm guttun. Analog dazu ist ein Bad eine gute Möglichkeit, um euer Kind wieder aufzumuntern. In unserem Shop findet ihr unterschiedliche Badezusätze für Babys, die eine beruhigende Wirkung haben. Aber Achtung: Babys, die sowieso nicht gerne baden, werden dieses Angebot dankend ablehnen.

Pucken gegen Kummer

Auch das “Pucken” hat sich als gute Methode bewährt, um das Baby zu beschwichtigen. Das feste Einwickeln des Körpers sorgt dafür, dass es durch seine eigenen Bewegungen nicht noch hektischer werden und erinnert es an die Zeit und Geborgenheit im Bauch seiner Mama. Achtet darauf, dass die Öffnung der Decke am Rücken des Kindes ist, sodass euer Baby mit seinem eigenen Körper dafür sorgt, dass es eingemummelt bleibt.

Frische Luft und Musik können helfen – Manchmal tuts auch ein Föhn

Ihr könnt auch mit eurem Nachwuchs spazieren gehen. Etwas frische Luft kann manchmal Wunder bewirken und euer hitziges Kind – und euch selbst auch – ein wenig abkühlen. Allgemein sind sich Experten einig, dass gleichmäßige Bewegungen und Geräusche ein Kind beruhigen können. Schaukelt es hin und her, sei es in einer Wiege, einer Tragetasche oder einfach auf eurem Arm. Der sogenannte Fliegergriff kann hierbei angewandt werden. Dabei legt ihr euren kleinen Schatz auf euren Unterarm, sodass sein Gesicht in Richtung eures Ellenbogens schaut. Haltet zusätzlich eure freie Hand auf seinen Rücken, um ihn zu stützen. Selbst wenn ihr es nicht könnt, fangt an zu singen. Eurem Kind ist es sicherlich egal, ob ein paar schiefe Töne dabei sind. Aber um sein Weinen zu unterbrechen, sind ein paar musikalische Einlagen sehr effektiv. Andernfalls gibt es aber auch viele CDs, die euer Baby beim Einschlafen durch harmonische Töne unterstützen. Eine Auswahl an tollen CDs für Babys und Kinder findet ihr hier. Ob ihr es glaubt oder nicht, aber auch eine Waschmaschine oder das Laufen eines Föhns haben ähnliche, besänftigende Wirkungen. Auch der altbewährte Schnuller oder Nuckeln an eurem Finger können helfen, euer Baby zu beruhigen. Lasst es ein bisschen daran saugen, um den Kleinen vom Schreien abzulenken.

Und wenn nichts funktioniert…

Die Einsicht, dass manche Kinder einfach ohne Grund schreien, kann auch sehr tröstlich sein. Dann hilft nur noch, das Baby in den Arm zu nehmen und zusammen zu kuscheln. Gerade in den ersten Monaten könnt ihr eurem Kind nicht genug Aufmerksamkeit schenken. Wichtig ist, dass ihr selber ruhig bleibt, und euch darauf besinnt, was eurem Kind fehlen könnte – aber auch, ob ihr selber unausgeglichen seid.
Eigener Stress kann sich negativ auf euren Sprössling auswirken und ihn unruhig werden lassen. Auch wenn sich das viele Mütter nicht zugestehen würden: Ihr dürft euch auch mal eine Auszeit nehmen. Fragt euren Partner, ruft die Oma oder eine Freundin an und bittet sie, sich für ein paar Stunden um euer Kind zu sorgen. Eine kleine Pause kann euch auf andere Gedanken bringen, sodass ihr euch im Anschluss mit neuer Energie eurem Baby widmen könnt.

Jetzt mach du doch auch mal was!

Fangt nicht an, euch mit eurem Partner zu streiten, wenn bei euch beiden die Nerven blank liegen sollten. Das hilft keinem. Haltet zusammen und überlegt gemeinsam, welchen Schritt ihr als nächstes in Angriff nehmen wollt. Zudem solltet ihr euch nicht gegenseitig die Schuld geben, dass euer Baby gerade unglücklich zu sein scheint. Jedes Kind ist anders und reagiert auf verschiedene Situationen individuell. Auch die hier genannten Tipps müssen nicht zwangsläufig eurem Baby helfen.
Probiert verschiedene Dinge aus und bleibt optimistisch. Letztlich ist Liebe und Fürsorge meist die beste Lösung, um das Kind zu beruhigen.


Wir wünschen euch und eurem Baby alles Gute!

Euer Team von babymarkt.de

Checkliste – Wie beruhige ich mein Baby?

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