Baby trinkt aus Fläschchen

Das Ende der Stillzeit – Bye bye Brust und Hello Fläschchen!

Die Stillzeit sollte mindestens fünf Monate dauern, da jeder einzelne gestillte Tag wichtig und wertvoll für das Baby ist. Das sollte euch bewusst sein, wenn ihr aus gesundheitlichen, beruflichen oder persönlichen Gründen vorher abstillen müsst oder wollt. Wenn ihr direkt nach der Geburt abstillen möchtet, erhalten ihr in der Klinik ein Medikament, das die Milchproduktion hemmt. Nach der Einnahme der Hormontablette solltet ihr nicht anlegen, damit die Milchbildung nicht angeregt wird.

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Milchproduktion zu verhindern und somit das Stillen zu beenden.

Natürliches Abstillen

Durch die Einführung der Beikost ersetzt ihr die Stillmahlzeiten durch einen Brei. Das Kind trinkt weniger an der Brust und die Milchproduktion wird nach und nach weniger. Da das Stillen auf das Prinzip Angebot und Nachfrage abgestimmt ist, wird dieser Prozess ein wenig dauern. Die meisten Kinder schaffen es im 10.-11. Lebensmonat ohne Muttermilch auszukommen und verweigern die Brust meistens von allein.

Abstillen mit Medikamenten

Wenn ihr vorher abstillen möchtet oder es aus medizinischen Gründen müsst, gibt es die Möglichkeit einer Medikamenteneinnahme. Der Frauenarzt verschreibt euch ein Medikament, das die Milchproduktion durch ein Gegenhormon verhindert. Ihr solltet ab der Einnahme des Mittels nicht mehr anlegen. Die Tabletten sollten je nach Anordnung zehn bis 14 Tage eingenommen werden und können Übelkeit, Schwindel und Kreislaufprobleme auslösen. Hier ist es wichtig viel zu trinken und sich Ruhezeiten zu gönnen. Ihr könnt die Milchreduktion auch zusätzlich mit natürlichen Mitteln unterstützen.

Sanftes Abstillen

Ein sanftes Abstillen ist immer besser für Mutter und Kind als ein abruptes. Ihr könnt euch langsam an die Situation und an den Gedanken gewöhnen die Stillzeit hinter euch zu lassen. Bei einem sanften Abstillen versucht man die Muttermilchmenge langsam zu reduzieren.

Verschiedene Maßnahmen helfen dabei:

  • Beim Anlegen die Brust wärmen, damit die Milch besser fließt. Nach dem Stillen die Brust kühlen, um die Milchproduktion zu verringern.

  • Einen engen BH tragen, damit die Milchdrüsen ein wenig Druck bekommen und sich somit nicht wieder ganz füllen

  • Eine Kanne Pfefferminztee (sechs bis sieben Minuten ziehen lassen) und Salbeitee (drei Minuten ziehen lassen) verringern die Milchbildung

  • Eure Hebamme kann euch auch ein homöopathisches Mittel empfehlen, am besten helfen hier Mittel, die Kermesbeere enthalten (Phytolacca). In welcher Potenz und wie oft ihr das Mittel einnehmen sollt, stimmt ihr bitte mit eurer Hebamme ab

  • Wenn sich die Brust trotzdem voll und gespannt anfühlt, verzichtet auf Abpumpen oder häufigeres Anlegen, da das die Milchmenge wieder steigern würde. Streicht die Brust lieber unter der warmen Dusche aus.

Probleme beim Abstillen

Wenn es zu einem Milchstau, Fieber oder einer Brustentzündung kommt, solltet ihr Kontakt mit Ieurer Hebamme oder eurem Arzt aufnehmen. Quarkumschläge, Auflagen mit Retterspitz, Massagen und auch homöopathische Mittel bringen oft schnelle Linderung. Wenn ihr Schmerzen, eine gerötete Brust oder Fieber haben, wartet bitte nicht zu lange. Je schneller man mit der Therapie anfängt, desto besser.

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