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Der Nabelbruch in der Schwangerschaft

Laura
01.09.2022Lesezeit ca. 5 Minuten
Schwangere fasst sich am Bauch

Ein Nabelbruch kommt nicht nur bei Babys vor. Während der Schwangerschaft kann die werdende Mutter ebenfalls einen Nabelbruch erleiden. In den meisten Fällen ist der Nabelbruch, auch Nabelhernie genannt, in der Schwangerschaft harmlos. Nur sehr selten kommt es zu Komplikationen. In diesem Artikel erfährst du, wie du einen Nabelbruch erkennst, wie dieser entsteht und was du dagegen tun kannst.


Artikelinhalt:


    Wie kommt es zu einem Nabelbruch?

    Je weiter du in der Schwangerschaft bist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Nabelbruch kommt. Im ersten Trimester ist die Wahrscheinlichkeit einen Nabelbruch zu erleiden sehr gering. Im zweiten Trimester steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit. Das liegt daran, dass dein Baby Platz braucht und es in deinem Bauchraum enger wird. Außerdem werden die Muskeln in der Bauchdecke dünner.  In der Schwangerschaft wird durch eine große Dehnung die Bauchmuskulatur auseinander geschoben. Über dem Nabel gibt nur das Bindegewebe Halt, so dass hier ein Spalt entstehen kann. Es kommt zu einem sogenannten Weichteilbruch und es entsteht eine Ausstülpung bzw. eine Beule am Nabel. Häufig betroffen sind Frauen, die ein schwaches Bindegewebe haben. Ein erhöhtes Risiko besteht bei:

    • Übergewicht
    • Frauen, die schon von Geburt an einen kleinen Nabelbruch haben
    • Starker körperlicher Belastung
    • Schweres Heben
    • Bindegewebsschwäche

    Was sind die Symptome beim Nabelbruch?

    Bei betroffenen Schwangeren ist meistens nur eine Beule am Bauchnabel erkennbar. Die meisten betroffenen Schwangeren sehen nur eine Beule am Bauchnabel. Auf vielen Bildern von Schwangeren sieht man Bauchnabel, die sich nach vorne wölben oder hervorstehen, auch das sind kleine Nabelbrüche. Der Nabelbruch schmerzt nicht und es kommt auch zu keinerlei Auswirkungen auf Mutter und Kind. Auch bei der Geburt, gibt es keine bekannten Komplikationen.

    In sehr seltenen Fällen kann Darmgewebe durch den Spalt in den Nabelbruch gelangen. Die Frauen verspüren dann starke Schmerzen und man sieht um den Nabel herum eine dunkelrote bis blaue Verfärbung. Oft kommt es auch zu Übelkeit und Erbrechen. Hier muss sofort der Arzt kontaktiert werden, da die Blutzufuhr des Darmes gestört sein kann und es zu einer lebensbedrohlichen Lage führen kann.

    Wie diagnostiziert man den Nabelbruch?

    Der Nabelbruch kann zum einen durch Ertasten festgestellt werden. Dafür ist die Rückenlage am besten geeignet, da eine Vorwölbung und Bruchöffnung sich besser ertasten lassen. Ebenso kann der Arzt versuchen, den Bruchsack in die Bauchhöhle zurückzudrücken. Bei Beschwerden kann der Arzt außerdem auch einen Ultraschall durchführen.

    Schwangere fasst sich am nackten Bauch

    Muss der Nabelbruch operiert werden?

    In der Regel ist keine Therapie notwendig, da der Nabelbruch keine Beschwerden verursacht. Wenn ein größerer Bruch besteht, kann eine erfahrene Fachkraft, wie beispielsweise deine Hebamme oder dein Physiotherapeut Kinesiotape anlegen, dass die gesamte Bauchmuskulatur unterstützt. Das Kinesiotape ist ein elastisches Baumwollband und hat den Vorteil, dass das Tape über eine ähnliche Dicke und Elastizität verfügt. Dadurch kann sich das Tape an Bewegungen des Körpers anpassen.

    Wenn es zu einem Notfall, durch das Eindringen von Darmgewebe in den Nabelbruch, kommt, bleibt als Therapie nur die Operation der Nabelhernie. Dies ist aber in der Schwangerschaft wirklich äußerst selten der Fall.

    Nach der Geburt schließen sich kleine Nabelhernien bei den meisten Frauen von allein, da der Bauchdruck geringer ist. Als eine gute und konsequente Unterstützung, bietet sich Rückbildungsgymnastik an. Besonders wichtig ist hier, das Trainieren der schrägen Bauchmuskulatur.

    Falls ein Nabelbruch auch nach der Geburt bestehen bleibt, kommt es bei der Therapie auf die Größe des Bruches an. Einige Ärzte raten bei kleinen Hernien von einer Operation ab, solange ein  weiterer Kinderwunsch besteht. Hier kann es trotz operativem Verschluss zu einem erneuten Bruch kommen. Erst wenn die Familienplanung komplett abgeschlossen ist, wird dann eine Operation durchgeführt. Bei großen Nabelhernien empfiehlt es sich, eine Operation vor einer erneuten Schwangerschaft durchzuführen, da die Gefahr für Komplikationen in der nächsten Schwangerschaft steigt. Hier wird dann ein Netz eingelegt und vernäht. Nach einer Operation ist die körperliche Schonung sehr wichtig. Es sollte kein großer Bauchdruck entstehen, da dies zu einem erneuten Bruch führen kann. Die Empfehlung für die Schonung liegt bei mindestens sechs Wochen.

    Wir wünschen dir und deinem Baby alles Gute!