Frau hält sich Hände vor das Gesicht während Kinder auf der Couch toben

Burnout: Wenn der Familienalltag zu viel wird

Früher galt Burnout als eine klassische Krankheit für Manager. Heute weiß man jedoch: Burnout kann jeden treffen, der unter Dauerstress steht. Der Alltag mit Kindern führt viele Eltern an den Rand der Überlastung.

Was ist Burnout?

Zu Burnout gibt es keine einheitliche Definition. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „ausbrennen“. Meistens wird mit Burnout ein Zustand körperlicher und seelischer Überforderung beschrieben.

Burnout bei Eltern: Stress macht krank

Ein Burnout-Syndrom kann jeden treffen. Hinter einem Burnout steckt nicht immer ein traumatisches Erlebnis. Der Familienalltag birgt oft sehr viele Herausforderungen: Eltern wollen nur das Beste für ihren Nachwuchs und das kann schnell überfordern.

Auswirkungen auf die Familie

Die Burnout-Erkrankung eines Familienmitgliedes hat natürlich auch Auswirkungen auf das Familienleben und den Alltag. Besonders Kinder reagieren sehr sensibel auf solche Veränderungen. Sie ziehen sich zurück und Konflikte können schnell entstehen. Außerdem löst sich oft die “normale” Rollenverteilung auf und die Kinder übernehmen elterliche Aufgaben.

Vater schaut erschöpft auf den Monitor während Kind ihm einen Kuss gibt.

Leidet ihr unter Burnout? Daran erkennt ihr es!

Zuerst kommt die Erschöpfung: Ihr fühlt euch leer und am Ende eurer Kräfte. Dies führt dazu, dass ihr euch emotional distanziert. Ihr seid weniger aufmerksam gegenüber eurem Kind und Ehepartner. Außerdem lässt die Leistungsfähigkeit nach. Ihr fühlt euch als schlechte Eltern. Manche Symptome überschneiden sich mit den Beschwerden einer Depression.

Einige Merkmale nochmal im Überblick:

  • Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung

  • Nachlassende Leistungsfähigkeit

  • Innere Leere

  • Gefühl des Versagens

  • Lustlosigkeit

  • Stimmungsschwankungn

  • Kopf- und Rückenschmerzen

Hilfe bei Burnout

Burnout solltet ihr ernst nehmen und schnell behandeln lassen. Wird Burnout erst spät entdeckt bzw. therapiert, verschlechtern sich die Heilungschancen. Oft hilft Erkrankten eine Psychotherapie oder eine Verhaltenstherapie, um falsche Vorstellungen und Verhaltensweisen aufzulösen. Eine weitere Möglichkeit ist die Familientherapie, so könnt ihr gemeinsam als Familie festgefahrene Situationen aufbrechen und Lösungsstrategien erarbeiten.

Wichtig

Wer ausgebrannt ist, dem hilft ein Urlaub nicht, da er nicht einfach abschalten kann. Es ist daher wichtig, die Ursachen für den andauernden Stress zu ermitteln und Stressbewältigungsmöglichkeiten aufgezeigt zu bekommen.

Während einer Mutter-Kind-Kur lernt ihr den Alltag mit euren Kindern besser zu bewältigen.Solch eine Kur kann bei einem Burnout-Syndrom vom Arzt verschrieben werden. Weitere Informationen findet ihr hier.

So könnt ihr einem Burnout vorbeugen

Folgende Dinge können helfen, um dem Dauerstress vorzubeugen:

  • Mehr Zeit für sich nehmen:

    Gönnt euch eine Pause von der Arbeit, dem Haushalt und auch von euren Kindern. Ein warmes Bad eignet sich gut für diese kleine Auszeit.

  • Auch mal Nein sagen

    Viele Eltern wollen den Anforderungen gerecht werden, dies führt zu Stress.

  • Hilfe annehmen/suchen

    Holt euch Unterstützung von Großeltern, Freunden oder Nachbarn.

  • Alltag strukturieren

    Wenn ihr überfordert seid und nicht mehr wisst, wie ihr alles schaffen sollt, so setzt euch feste Zeiten. Dadurch bekommt ihr einen besseren Überblick über euren Alltagsablauf.

Weitere Tipps für einen entspannten Alltag mit Kind findet ihr hier.

Wir wünschen euch eine stressfreie Zeit!

Euer Team von babymarkt.de

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