Kuscheltier mit Pflaster und Thermometer

Erste Hilfe für das liebste Kuscheltier: Wenn Teddy einen Faden locker hat

Das Lieblingskuscheltier begleitet Kinder meist mehrere Jahre, manchmal sogar noch bis über die Kindheit hinaus. Meistens sieht man dem Stofftier die Jahre schon an. Es wurde geknuddelt, gequetscht und lieb gehabt – das hinterlässt Spuren. Damit das Kuscheltier besonders lange ein treuer Begleiter bleibt, haben wir ein paar Tipps zur richtigen Pflege und ersten Hilfe für das Lieblingskuscheltier für euch und eure Kleinen zusammengestellt.

Schleudergang für Kuscheltiere?

Ob ein Kuscheltier in die Waschmaschine kann, sollte auf dem Waschzettel deutlich vermerkt sein. Besonders für Babys und Kleinkinder ist die regelmäßige Wäsche der Stofftiere aus Hygienegründen zu empfehlen. Vor allem nach überstandenen Erkältungen gehört das Kuscheltier mit desinfizierendem Waschmittel in die Waschmaschine! Empfindliche Kuscheltiere wascht ihr lieber mit der Hand. Trocknet Plüschtiere aber nicht an der Sonne, da vor allem bunte Kuscheltiere schnell ausbleichen. Legt das Stofftier auf eine ebene Fläche, wendet es während des Trockenprozesses ein paar Mal und bürstet bei besonders flauschigen Exemplaren den Flor, also den zotteligen Außenstoff, auf. Hängt die Tiere jedoch nicht an Wäscheklammern auf, sonst gibt es unschöne Beulen!

  • Tipp: Bei Verdacht auf Hausstaubmilben oder Läuse legt das getrocknete Kuscheltier in einem Vakuumbeutel für ein paar Tage in das Gefrierfach. Da haben die lästigen Tierchen keine Chance mehr.

Echte Sammlerstücke

Sammler-Kuscheltiere und Teddybären sollten lieber nicht nass gewaschen werden, da immer die Gefahr besteht, dass diese einlaufen oder kaputt gehen. Solche Liebhaber-Objekte saugt ihr am besten vorsichtig ab. Wenn ihr die flauschigen Stellen gut aufbürstet, entfernt ihr auch tiefsitzenden Staub. Es versteht sich von selbst, dass Stofftiere mit innenliegenden Batterien oder Soundmodulen ebenfalls nicht im Ganzen ins Wasser gehören.

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Zu viel geknuddelt?

Mit der Zeit kann das geliebte Stofftier seine Form verändern. Das liegt meist daran, dass sich die Füllung aus Füllwatte verklumpt und verschiebt. Wenn ihrErste Hilfe Teddybär

mit Nadel und Faden vertraut seid, trennt einfach einen Teil der Naht an der betroffenen Stelle auf und entnehmt die alte Füllung. Achtet darauf, eine Ersatzfüllung zum Stopfen zu besorgen, die der alten von der Struktur sehr ähnlich ist, sonst hat das Stofftier beim Kuscheln beispielweise härtere Stellen. Gestopft werden Kuscheltiere meist mit einer speziellen Füllwatte, man kann aber auch preisgünstige Kissenfüllungen benutzen. Ältere Kuscheltiere sind meist noch mit Holzwolle gefüllt. Da sie etwas härter und kratziger ist, wird sie aber heute eher als Verpackungsmaterial verwendet.

So kommt alles wieder an seinen Platz – Gliedmaßen annähen

Im Gerangel oder bei ganz starken Knuddelaktionen kann es durchaus vorkommen, dass das Kuscheltier ein Ohr, ein Bein oder vielleicht sogar den Kopf verliert. Das ist kein Grund zur Panik. Wer fit mit Nadel und Garn ist kann die Gliedmaßen mit ein paar Stichen wieder anbringen. Nehmt ein stabiles und reißfestes Garn und stimmt die Farbe auf die Farbe des ursprünglichen Garns ab. Um euch mehr Freiraum beim Nähen zu halten, lasst ihr die Naht zunächst etwas locker. Wenn ihr sie dann nach ein paar Stichen festzieht, zurrt sich das angenähte Stück an den übrigen Plüschkörper fest und die Naht ist kaum noch sichtbar.

Nähkurs für das Kuscheltier

Kinder lieben es, an Laschen und Knöpfen zu ziehen. Die Augen eines Teddys beispielsweise gehen dabei nicht selten mal ab. Die süßen Knopfaugen können auf zwei Weisen eingesetzt werden. Entweder sie werden ähnlich einer Schraube mit Mutter in die äußere Stoffschicht gesteckt, oder sie werden mit einer speziellen Nähtechnik vernäht. Wenn ihr das Auge nicht ganz verloren habt, informiert euch in Ratgebern oder auf speziellen Blogs über diese Techniken. Solltet ihr ein neues Augenpaar benötigen, gibt es diese auch in Bastel- oder Nähgeschäften sowie in speziellen Stofftierkliniken, die eurem Kuscheltier auch gekonnt die neuen Augen einsetzen.

Wenn gar nichts mehr hilft – Die Stofftierklinik

Wer sich waghalsige Nähaktionen nicht zutraut, sich nicht sicher ist, ob er das Stofftier ohne Probleme waschen darf oder einfach das in die Jahre gekommen Plüsch und die Füllung aufbereiten lassen möchte, sollte sich an eine professionelle Kuscheltierklinik wenden. Wenn ihr im Internet nach Stofftier- oder Teddykliniken in eurer Nähe sucht, findet ihr mittlerweile meist ein breites Angebot. Bringt euren treuen Begleiter persönlich vorbei und sprecht vor allem bei wertvollen Kuscheltieren genau ab, was in welcher Weise gemacht werden soll – beispielsweise die Augenfarbe neu eingesetzter Teddyaugen. So gibt es keine bösen Überraschungen. Nach ein paar Tagen kommt der kleine Freund dann wieder fit zu euch nach Hause.

Wir wünschen euch und euren Kindern weiterhin eine Menge Spaß und tolle Erlebnisse mit allen Lieblingskuscheltieren und Teddybären!

Euer Team von babymarkt.de