Lila Kühe und bunte Hühnereier – So bringt ihr eurem Kind Tiere näher

Der Bezug zu Tieren ist für die kindliche Entwicklung wichtig. Die Kleinen lernen, andere Lebewesen zu akzeptieren, Verantwortung zu übernehmen und sie zu schützen. Doch gerade Stadtkinder haben selten die Möglichkeit, ein eigenes Haustier zu halten oder Wildtiere in der freien Natur zu beobachten. Eltern können ihren Nachwuchs dennoch für das Thema sensibilisieren.

Mit dem Kuscheltier fängt die Tierliebe an

Dass der Umgang mit Tieren beruhigend wirkt, haben Wissenschaftler längst bewiesen. Einen ähnlichen Effekt erzielt das Streicheln von Kuscheltieren. Nicht selten liegt ein derartiger Knuddelgefährte bereits in der kindlichen Wiege. Wenngleich die Ähnlichkeit zu echten Artgenossen oft nur schwer erkennbar ist, macht das Kind erstmals Erfahrungen mit anderen Geschöpfen. Achtet daher schon von Beginn an darauf, dass die Kuscheltiere nicht komplett realitätsfern aussehen. Lila Kühe oder rosafarbene Häschen sind nicht förderlich für die kindliche Entwicklung und können später zu einer verzogenen Wahrnehmung führen. Eltern können zudem den Bezug zum Tier unterstützen, indem sie die Tierlaute imitieren und erklären, in welcher Umgebung das Tier lebt. Kommt das Kind später mit dem echten Hund oder der Katze in Berührung, reagiert es womöglich nicht allzu ängstlich.

Ältere Kinder umfassend aufklären

half-year a little boy and ducklingsIst das Kind älter, könnt ihr ihm die tatsächlichen Lebensgewohnheiten der Tierarten näherbringen. Hierzu eignen sich der Besuch eines Bauernhofes oder Zoos oder der Urlaub auf dem Land. Auch Spiele und Bücher helfen dabei, neues Wissen zu erwerben. Wichtig ist, dass sich die Eltern im Vorfeld selbst ausreichend belesen, damit sie keine falschen Informationen liefern. Dass braune Kühe keinen Kakao liefern und Hühner keine rot-blau-gestreiften Eier legen, sollte bekannt sein.

Anschaffung eines Haustieres gut überlegen

Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem das Kind ein eigenes Haustier besitzen möchte. Diesem Wunsch sollten Eltern erst nach reiflicher Überlegung nachgeben. Vor der Anschaffung eines Haustieres müssen sie unbedingt prüfen, ob sie die Ansprüche des Tieres an dessen Haltungsbedingungen erfüllen können. Dabei geht es um eine artgerechte Unterbringung. Zudem müssen alle Familienmitglieder mit dem Erwerb des Tieres einverstanden sein. Kinder können noch keine alleinige Verantwortung übernehmen. Insofern wird die Versorgung und Pflege des Tieres zumindest teilweise von den Erwachsenen übernommen werden müssen. Weitere Tipps zur Wahl des Haustieres findet ihr ebenfalls in unserem Ratgeber.

Ehrenamtliche Hilfe im Tierheim leisten

Kinder verlieren häufig bereits nach kurzer Zeit das Interesse an ihrem Tier. Die bessere Alternative kann die ehrenamtliche Hilfe im Tierheim sein. Dies eignet sich allerdings nur für Jugendliche. Oder fragt den Nachbarn oder Freunde, ob das Kind das Gassi-gehen mit dem Hund übernehmen darf. Natürlich muss es sowohl körperlich als auch geistig für diese Aufgabe geeignet sein. Die Verantwortung, die Kinder für die Tiere übernehmen, ist eine ernst zunehmende Aufgabe und sollte nicht unterschätzt werden.

Vorbildfunktion der Eltern

Damit Kinder lernen, Tiere zu achten, sollten Eltern stets ein Vorbild im Umgang mit Tieren sein und sie weder ärgern noch töten. Verzichtet also beispielsweise darauf, der Katze am Schwanz zu ziehen oder anderweitig zu ärgern. Das Töten von Tieren sollte ebenfalls Tabu sein. Selbst die Spinne an der Wand oder die Fliege auf dem Kuchen können behutsam ins Freie gesetzt werden. Auch Ekel überträgt sich auf Kinder. Achtet daher ebenfalls darauf, wie ihr auf bestimmte Tiere reagiert.

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