Eltern befüllen Sparschwein zusammen mit ihren Kindern

Starke-Familien-Gesetz: Mehr Geld für arme Familien

Die Bundesregierung möchte Familien mit kleinem Einkommen besser unterstützen. Jedes fünfte Kind ist in Deutschland von Armut bedroht. Daher hat das Bundeskabinett ein Entwurf des Starke-Familien-Gesetzes beschlossen. Was dies genau für euch bedeutet, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Was ist das Starke-Familien-Gesetz?

Sozialministerin Franziska Giffey rief das Starke-Familien-Gesetz ins Leben und dies wurde nun vom Bundeskabinett beschlossen. Ziel dieses Gesetztes ist es, Familien zu stärken und Kinderarmut in den Griff zu bekommen.

Die vier wichtigsten Maßnahmen des Gesetzes im Überblick:

  • Der Kinderzuschlag wird erhöht

  • Schülertickets und Schulessen für Kinder aus ärmeren Familien werden kostenlos

  • Für Schulmaterialien wird es mehr Geld geben

  • Nachhilfe wird finanziert, selbst wenn das Kind nicht versetzungsgefährdet ist

Wer profitiert von dem neuen Gesetz?

Der Kinderzuschlag unterstützt Eltern, die zwar ein eigenes Einkommen verdienen, aber trotzdem finanziell sehr schlecht dastehen. Das Geld sorgt dafür, dass diese Familien nicht ihrer Kinder wegen auf den Bezug von Hartz IV angewiesen sind. Die Erwerbstätigkeit der Eltern soll honoriert werden.

Die Neugestaltung des Kinderzuschlags

Der Kinderzuschlag wird in zwei Schritten erneuert: Zum einem wird zum 1. Juli 2019 der Zuschlag von 170 Euro auf 185 Euro pro Monat und Kind erhöht, zum anderen entfallen ab dem 1. Januar 2020 die oberen Einkommensgrenzen der Eltern. Durch diese Maßnahme fallen keine Familien mehr aus dem Kinderzuschlag heraus. Wer also mehr arbeitet, bekommt also insgesamt mehr Geld. Durch die Erneuerung erhalten außerdem rund 1,2 Millionen mehr Kinder erstmalig einen Anspruch auf den Kinderzuschlag.

Verbesserung bei Bildung und Teilhabe

Das Schulstarterpaket wird von 100 auf 150 Euro im Jahr erhöht. Jedes Kind soll also gut ausgestattet in das neue Schuljahr starten können. Außerdem bekommen alle anspruchsberechtigten Kinder ein kostenloses gemeinschaftliches Mittagessen in der Schule oder Kita. Zusätzlich haben die Kinder nun einen Anspruch auf Lernförderung, auch wenn sie nicht unmittelbar versetzungsgefährdet sind.

Weg mit bürokratischen Hürden

Mehr Arbeit und ein dadurch höheres Einkommen führt nun nicht mehr dazu, dass Familien am Ende weniger Geld haben als vorher. Außerdem müssen Eltern den Euro am Tag für das verbilligte Essen nun nicht mehr beisteuern. Zudem wird Alleinerziehenden, die viel Unterhalt beziehen, der Kinderzuschlag nicht gekürzt. Dies bedeutet, je mehr Unterhalt sie erhalten, desto mehr Geld steht ihnen zur Verfügung.

Wir halten euch über weitere Gesetztesveränderungen und Anpassungen auf dem Laufenden.

Euer Team von babymarkt.de

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