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Der Nabelbruch in der Schwangerschaft

Nadja
Nadja07.04.2020Lesezeit ca. 4 Minuten
Schwangere fasst sich am Bauch

In den meisten Fällen ist der Nabelbruch, auch Nabelhernie genannt, in der Schwangerschaft harmlos. Nur sehr selten kommt es zu Komplikationen. Wie ihr einen Nabelbruch erkennt und was ihr dagegen tun könnt, erfahrt ihr in diesem Text.

In der Schwangerschaft wird, durch eine große Dehnung, die Bauchmuskulatur auseinander geschoben. Über dem Nabel gibt nur Bindegewebe Halt, so dass hier ein Spalt entstehen kann. Es kommt zu einem sogenannten Weichteilbruch und es entsteht eine Ausstülpung / Beule am Nabel. Ein erhöhtes Risiko besteht bei :

Symptome beim Nabelbruch

Die meisten betroffenen Schwangeren sehen nur eine Beule am Bauchnabel. Auf vielen Bildern von Schwangeren sieht man Bauchnabel, die sich nach vorne wölben oder hervorstehen, auch das sind kleine Nabelbrüche. Der Nabelbruch schmerzt nicht und es kommt auch zu keinerlei Auswirkungen auf Mutter und Kind. Auch bei der Geburt, gibt es keine bekannten Komplikationen.

In sehr seltenen Fällen kann Darmgewebe durch den Spalt in den Nabelbruch gelangen. Die Frauen verspüren dann starke Schmerzen und man sieht um den Nabel herum eine dunkelrote bis blaue Verfärbung. Oft kommt es auch zu Übelkeit und Erbrechen. Hier muss sofort der Arzt kontaktiert werden, da die Blutzufuhr des Darmes gestört sein kann und es zu einer lebensbedrohlichen Lage führen kann. Nur in diesem Fall ist eine Operation der Nabelhernie in der Schwangerschaft angeraten.

Wie diagnostiziert man den Nabelbruch?

Der Arzt kann den Nabelbruch ertasten und bei Beschwerden auch einen Ultraschall durchführen.

Schwangere fasst sich am nackten Bauch

Welche Therapien bestehen beim Nabelbruch?

In der Regel ist keine Therapie notwendig, da der Nabelbruch keine Beschwerden verursacht. Wenn ein größerer Bruch besteht, kann eine erfahrene Fachkraft ( Hebamme/ Physiotherapeut) ein Kinesiotape anlegen, dass die gesamte Bauchmuskulatur unterstützt.

Wenn es zu einem Notfall, durch das Eindringen von Darmgewebe in den Nabelbruch, kommt, bleibt als Therapie nur die Operation. Dies ist aber in der Schwangerschaft wirklich äußerst selten der Fall.

Nach der Geburt schließen sich kleine Nabelhernien bei den meisten Frauen von allein, da der Bauchdruck geringer ist. Man kann es mit einer guten und konsequenten Rückbildungsgymnastik unterstützen. Besonders wichtig ist hier, das Trainieren der schrägen Bauchmuskulatur.

Falls ein Nabelbruch auch nach der Geburt bestehen bleibt, kommt es bei der Therapie auf die Größe des Bruches an. Einige Ärzte raten bei kleinen Hernien von einer Operation ab, solange noch Kinderwunsch besteht. Hier kann es trotz operativem Verschluss zu einem erneuten Bruch kommen. Erst wenn die Familienplanung komplett abgeschlossen ist, wird dann eine Operation durchgeführt.

Bei großen Nabelhernien rät man zu einer Operation vor einer erneuten Schwangerschaft, da die Gefahr für Komplikationen in der nächsten Schwangerschaft steigt. Hier wird dann ein Netz eingelegt und vernäht. Nach einer Operation ist die körperliche Schonung sehr wichtig. Es sollte kein großer Bauchdruck entstehen, da dies zu einem erneuten Bruch führen kann. Die Empfehlung für die Schonung liegt bei mindestens sechs Wochen.

Eure Hebamme, Nadja