Kaffee in der Schwangerschaft

Jessica
18.02.2020Lesezeit ca. 6 Minuten
Schwangere Frau mit Kaffeetasse

Der morgendliche Kaffee erleichtert vielen Menschen das Wachwerden. Doch darf Kaffee in der Schwangerschaft weiter wie gewohnt getrunken werden? Und wie reagiert das Ungeborene auf das Koffein?


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    Wie ist die empfohlene Koffein-Dosis für Schwangere?

    Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollten Schwangere maximal 200 Milligramm Koffein pro Tag zu sich nehmen. Dies sind täglich bis zu drei Tassen Kaffee. Bedenke dennoch, dass auch andere Getränke wie Cola Koffein enthalten. So kann die empfohlene Dosis schnell mal überschritten werden. Auch in Schokolade oder schwarzem Tee sind geringe Mengen an Koffein enthalten.

    Wie gut ist Kaffee in der Stillzeit?

    Auch hier gilt die empfohlene Koffein-Dosis von zwei bis drei Tassen täglich. Da das Koffein in die Muttermilch übergeht, können bei deinem Baby Unruhe, Bauchschmerzen und Schlafstörungen auftreten. Es wird empfohlen, Kaffee unmittelbar nach dem Stillen zu trinken, denn so ist ein Teil des Koffeins bis zum nächsten Stillen wieder abgebaut.

    Welche Auswirkung hat Koffein auf den Embryo?

    Das mit dem Kaffee aufgenommene Koffein gelangt in das Blut des ungeborenen Babys. Im Gegensatz zu Erwachsenen fehlen dem Embryo Enzyme, um das Koffein wieder abzubauen. Was dies genau für das Baby bedeutet, ist umstritten. Inwiefern Koffein dem Fötus Schaden zufügt und eine Fehlgeburt auslösen kann, ist noch immer nicht vollständig geklärt.

    Es wird aber angenommen, dass die Blutzufuhr in der Plazenta durch das Koffein gehemmt und das Zellwachstum gestört wird. Eine Studie ergab, dass sich das Risiko einer Fehlgeburt bei mehr als drei Tassen Kaffee täglich verdoppelt.

    Auch wenn ein hoher Koffeinkonsum nicht zwangsläufig zu einer Fehlgeburt führt, kann Kaffee in der Schwangerschaft dennoch zu einem geringeren Geburtsgewicht beim Baby führen. Jedoch soll diese Abweichung laut einer Studie lediglich zwischen 50 und 90 Gramm betragen. Für ein gesundes Baby hätte dies keine negativen Auswirkungen. Bei kranken Babys und Frühchen zählt allerdings jedes Gramm.

    Schwangere trinkt Kaffee

    Welche Auswirkung hat Koffein auf die Schwangere?

    Auch wenn du Kaffee vor der Schwangerschaft gut vertragen hast, bedeutet das nicht, dass es so bleibt. Übelkeit, Schwindelgefühl sowie ein hoher Blutdruck können die Folgen des Koffeinkonsums sein.

    Zudem verändert sich dein Körper im Laufe der Schwangerschaft und es ändert sich auch manchmal der Geschmack. So kann es sein, dass dir Kaffee in der Schwangerschaft auch einfach nicht mehr schmeckt.

    Welche Alternativen zum Kaffee in der Schwangerschaft?

    • Für Teeliebhaber: Wer gerne Tee trinkt, kann statt zu Kaffee zu Rooibos-Tee greifen. Dieser enthält Koffein in nur sehr geringen Mengen und kann so auch als Wachmacher dienen. Eine weitere Alternative ist Pfefferminztee. Er hat nämlich eine anregende und erfrischende Wirkung. Pfefferminztee solltest du aber nur in der Schwangerschaft trinken, da er in der Stillzeit milchbildungshemmend wirkt.
    • Entkoffeinierter Kaffee: Wenn es dir nur um den Geschmack des Kaffees geht und nicht um seine Wirkung, könnte auch koffeinfreier Kaffee eine gute Alternative sein.
    • Dunkler Kakao: Auch wenn Kakao geringe Mengen an Koffein enthält, kann er eine gute Alternative sein, die obendrein gute Laune macht.
    • Eiskalte Dusche: Um Morgens den Kreislauf in Schwung zu bringen, kann eine eiskalte Dusche ein Muntermacher sein.
    • Spaziergang: Ein weiterer Wachmacher ist zudem ein Spaziergang an der frischen Luft. Fehlt uns nämlich Sauerstoff, werden wir müde.

    Ganz auf Koffein muss man also in der Schwangerschaft nicht verzichten. Allerdings sollte man den Konsum dem Baby zuliebe reduzieren und ggf. auf Alternativen zurückgreifen. Denn es gilt: Weniger oder gar kein Koffein ist noch besser.

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    Wir wünschen dir alles Gute für deine Schwangerschaft.

    Dein Team von Babymarkt.de