Kleiner Junge nascht Weihnachtskekse

Zu viel genascht? – Bauchschmerzen bei Babys und Kindern behandeln

Gerade zur Weihnachtszeit ist der Tisch mit so vielen Leckereien gefüllt, dass vor allem für Kinder die Versuchung größer ist als es dem Bauch gut tut. Bei allen Nikolausgeschenken aus Schokolade, Plätzchen und dem Weihnachtsbraten naschen Kinder meist über ihr natürliches Hungergefühl hinaus.

Die Gefahr ist nicht nur, dass Kinder in der Weihnachtszeit zu viel essen, sondern sie sehr fettige und zuckerhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Vor allem von Süßigkeiten drückt der Bauch ganz oft, und nebenbei ist zu viel Zucker auch gar nicht gut für die kleinen Zähnchen. In diesem recht harmlosen Fall helfen Ruhe, ein warmer Kräutertee und eine kleine Schondiät. Die meisten Kinder mögen eine Wärmflasche auf dem Bauch und wenn das Lieblingskuscheltier ganz nah bei einem ist.

Verschiedene Ursachen – Von zu viel Essen bis zu schlechten Gedanken

Bauchweh bei Babys und Magenprobleme bei Kindern können verschiedene Ursachen haben. Der erste Verdacht geht bei Babys und Kindern meist auf falsche oder verdorbene Nahrung.

Nicht selten sind Bauchschmerzen aber auch ein Kanal für seelisches Unbehagen. Die Familie streitet sich an Weihnachten häufig oder es ist recht stressig? Kinder reagieren genauso wie Erwachsene darauf häufig mit Bauchgrummeln bis hin zu Krämpfen und Durchfall. Sprecht bei Bauchschmerzen also unbedingt mit eurem Kind auch über seine Gefühlslage und eventuelle Probleme im Kindergarten, der Schule oder im Freundeskreis.

Schlafender Junge kuschelt mit TeddybärGefährlich: Solche seelisch bedingten Schmerzen lernt das Gehirn schnell und euer Kind wird in stressigen oder unangenehmen Situationen immer häufiger mit Schmerzen oder Bauchweh reagieren. Sollte es also keine körperlichen Ursachen geben, heißt es: Ablenken und das Köpfchen eures Kindes mit wunderbaren Erinnerungen und schönen Gedanken fluten. Wenn ihr mit eurem Kind Problemlösungen und Alltagsstrategien besprecht und sein Selbstbewusstsein stärkt, haut der nächste schlechte Gedanke es auch nicht so leicht um.

Luft im Bauch – Was tun bei Blähungen?

Luft im Bauch heißt nicht, dass da noch genug Platz für Leckereien ist, sondern dass euer Kind sich mit Blähungen plagt. Der Bauch ist aufgebläht und übel riechende Winde werden ausgeschieden. Flatulenz, wie Blähungen medizinisch genannt werden, kann ganz schön nerven. Ursache dafür ist die Bildung von Gasen im Magen-Darm-Trakt, was in der Regel eher harmlos ist. Auch beim Schlucken von Luft beim Saugen oder durch viel ballaststoffreiches Essen, wie Vollkorn, Gemüse und Obst, können vermehrt Blähungen auftreten. Beugt vor, indem ihr eurem Kind viel Ruhe und Zeit beim Essen geben und die Ernährung auf mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer umstellen.

Wenn euer kleiner Schatz unter Blähungen leidet, können folgende Tipps helfen:

  • Eine leichte Babymassage rund um den Bauchnabel
  • Getränke mit möglichst wenig Kohlensäure geben
  • Fenchel-, Kümmel- und Anis-Tee schaffen Linderung
  • Weitere blähende Lebensmittel vermeiden (Kohl, Hülsenfrüchte etc.)

Wenn der Darm streikt – Verstopfung bei Babys und Kleinkindern

Eine Verstopfung ist alles andere als angenehm. Wie häufig ein Kind Stuhlgang hat, ist sehr verschieden und liegt zwischen mehrmals am Tag und einem Rhythmus von ein paar Tagen. Eine Woche ohne Stuhlgang ist jedoch ein eindeutiges Zeichen für eine Verstopfung, die meist von Bauchschmerzen und einem drückenden Gefühl in der Magengegend begleitet wird. Außerdem ist der Stuhl dann sehr fest und trocken, das Kind muss stark pressen und hat danach häufig immer noch das Gefühl zu müssen. Außerdem schiebt euer Kind den Stuhlgang immer weiter hinaus, da es auch Schmerzen dabei hat.

Was bei Verstopfung bei Kindern hilft:

  • Viel trinken und noch mehr Bewegung
  • Eine sanfte Bauchmassage
  • Lebensmittel, welche die Darmtätigkeit anregen (Joghurt, Leinsamen, Weizenkleie, Trockenobst)

Tipp: Kinder, die sehr ballaststoffreich essen (viel Obst & Gemüse, Vollkornprodukte), leiden wesentlich seltener unter Verstopfung.

Wann ihr auf jeden Fall zum Arzt gehen solltet

Nicht immer müssen hinter Bauchschmerzen bei Kindern gefährliche Erkrankungen stecken. Aber wie bei allen Wehwehchen eures kleinen Schatzes gilt, wenn ihr euch Sorgen macht oder die Lage nicht sicher einschätzen könnt, geht besser zum Kinderarzt.

Informiert euch vor den Feiertagen, welcher Kinderarzt in eurer Nähe Bereitschaftsdienst hat. Im Notfall geht es natürlich entweder mit dem eigenen Auto oder in sehr dringenden Fällen mit dem Notarzt direkt ins Krankenhaus. Hinter einem beginnenden Drücken am rechten Bauchrand kann eine gefährliche Blinddarmentzündung stecken und häufiges Bauchweh, auch wenn es noch so schnell verschwindet, kann auf eine Lebensmittelunverträglichkeit hinweisen. Lasst es lieber checken!

Generell solltet ihr bei folgenden Fällen den Kinderarzt aufsuchen:

  • Schwere plötzliche Schmerzen
  • Chronische Schmerzen
  • Bei folgenden begleitenden Symptomen: Erbrechen, Durchfall, blutiger Stuhl, Fieber, kaltem Schweiß und Schüttelfrost
  • Wenn der Bauch ganz hart wird (verhärtete Bauchdecke)

Haltet auch während der Weihnachtszeit die gesunde Ernährung eures Kindes immer im Auge! Natürlich darf in der Adventszeit die eine oder andere Schokoladenkugel in den Mund wandern, aber mit Bauchschmerzen macht Kindern das Weihnachtsfest garantiert keine Freude mehr.

Wir wünschen euch und euren Kindern eine Bauchweh-freie Weihnachtszeit!
Euer Team von babymarkt.de