Kind hält sich den schmerzenden Kopf fest

Gehirnerschütterung bei Kindern: Ein unterschätztes Risiko?

Kleine Unfälle und Stürze auf den Kopf sind im Kindesalter unvermeidbar. Für Eltern ist der Sturz häufig schlimmer als für das Kind selbst. Dennoch ist eine Beule nicht immer harmlos. Die Folgen eines Sturzes zeigen sich in den meisten Fällen erst einige Zeit später. Woran ihr eine Gehirnerschütterung erkennt und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Ihr könnt vielen Unfällen im Haushalt vorbeugen, indem ihr euer Zuhause kindersicher macht. Wie das geht, erfahrt ihr in unserem Ratgeberbeitrag.

Was ist eine Gehirnerschütterung?

Eine Gehirnerschütterung ist die leichteste Form eines Schädel-Hirn-Traumas. Unter einem Schädel-Hirn-Trauma werden alle durch Krafteinwirkung entstandenen Schädelverletzungen zusammengefasst. Eine Gehirnerschütterung tritt meistens als Folge eines Unfalles oder eines Sturzes auf und verursacht im Normalfall keine bleibenden Schäden am Hirngewebe.

Daran könnt ihr eine Gehirnerschütterung erkennen:

Eine Gehirnerschütterung entsteht durch eine stumpfe Krafteinwirkung auf den Kopf. Mögliche Ursachen hierfür können ein Sturz, ein Schlag oder Aufprallen des Kopfes auf einen harten Gegenstand sein.

Wir haben für euch typische Anzeichen und Symptome einer Gehirnerschütterung zusammengestellt:

  • Kopfschmerzen

  • Schwindel

  • Übelkeit/Erbrechen

  • Vorübergehende Bewusstlosigkeit und Benommenheit

  • Gleichgewichtsstörungen: Auffälliger Gang (Torkeln)

  • Lähmungen

Junge liegt auf Liege beim Arzt und hält sich den schmerzenden Kopf

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einer Gehirnerschütterung

Wenn ihr vermutet, dass euer kleiner Schatz eine Gehirnerschütterung erlitten hat, so beachtet Folgendes:

  • Bewahrt zunächst Ruhe.

  • Lasst euer Kind auf keinen Fall alleine.

  • Ruft den Notarzt oder bringt es direkt zu einem Arzt.

  • Wenn eurer Kind erbrechen muss, so solltet ihr es seitlich hinlegen.

  • Wenn euer Schatz bewusstlos ist, so prüft Herzschlag, Puls und Atmung und bringt es in eine stabile Seitenlage.

Wichtig!

Eine Gehirnerschütterung sollte nicht unterschätzt werden: Manchmal zeigen sich die Folgen eines Sturzes nicht direkt, dennoch solltet ihr bei Verdacht einen Arzt aufsuchen. Gerade Säuglinge sollten ohne Warnzeichen einem Kinderarzt vorgestellt werden. Oft können Kopfverletzungen nämlich lebensgefährliche Blutungen durch gerissene Gefäße verursachen, die man auf den ersten Blick nicht erkennen kann. Außerdem können Kinder trotz eines Helmes beim Fahrradfahren eine Gehirnerschütterung bekommen, daher achtet auf mögliche Anzeichen.

Gehirnerschütterung: Behandlung & Verlauf

Wenn sich euer Kind eine Gehirnerschütterung zugezogen hat, so ist Bettruhe ein Muss. In der Klinik werden neurologische Tests gemacht, die Auskunft geben, ob das Gehirn geschädigt wurde. Manchmal bleibt der kleine Patient eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus.

Auf Sport sollte euer Kind unbedingt in den nächsten Tagen verzichten. Außerdem können Schmerzmittel in Absprache mit eurem behandelnden Arzt gegen die Kopfschmerzen und bei Übelkeit verabreicht werden. Eine Gehirnerschütterung dauert wenige Tage bis Wochen.

Wir wünschen eurem Schatz alles Gute!

Euer Team von babymarkt.de

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