Banner Hebammentipp

Hand-Fuß-Mund-Krankheit – 5 Fragen zum hochansteckenden Virus

1. Hand-Fuß-Mund-Krankheit? Was ist das überhaupt?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich Kinder im Grundschulalter erleiden, aber auch Erwachsene können sich mit dem Virus infizieren. Die Krankheit ist sehr ansteckend, da sie über Speichel, Schweiß, Sekrete oder Stuhl übertragen werden kann, und somit vor allem in Kindergärten, Tagesstätten und Spielgruppen auftritt.

2. Auf welche Symptome muss ich achten?

Die Symptome der HFMK äußern sich zunächst in Grippe-ähnlichen Anzeichen wie Müdigkeit, Fieber, Hals- und Gliederschmerzen. Anschließend treten rote Punkte an Gesäß, Händen, Fußsohlen sowie im und um den Mund herum auf. Dieser Ausschlag wandelt sich anschließend zu kleinen Bläschen um, die, sofern mit Flüssigkeit gefüllt, das höchste Ansteckungspotenzial bieten. Diese können auch starken Juckreiz und Schmerzen bei den betroffenen Kindern auslösen.

3. Wie gefährlich ist die Hand-Fuß-Krankheit für mein Kind?

Die meisten Krankheitsverläufe sind bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit recht ungefährlich, da die Symptome mit der Zeit von alleine abklingen und das Kind Antikörper entwickelt. In besonders seltenen Fällen kann es aber auch zu Schädigungen des Nervensystems oder Lähmungserscheinungen kommen.

4. Wie kann ich die Beschwerden lindern?

Zwar gibt es kein konkretes Medikament gegen diese Art der Erkrankung, dennoch solltet ihr mit eurem Kind einen Arzt aufsuchen, der euch Tinkturen zum Auftragen auf die geschädigten Hautstellen und gegebenenfalls Paracetamol gegen das Fieber verschreiben kann. Er kann auch andere, schwerwiegendere Krankheiten ausschließen. Achtet zudem immer darauf, dass euer kleiner Schatz genug trinkt – aufgrund der Schmerzen in seinem Mund kann es sein, dass euer Kind jegliche Nahrungsaufnahme verweigert. Bietet ihm Wassereis oder andere kühle Getränke an, um der potenziellen Dehydrierung entgegenzuwirken.

5. Kann ich der Krankheit vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen gegen diese Krankheit kann man kaum treffen, da es bislang keinen Impfstoff gibt. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen kann viele Keime nach dem Toilettenbesuch oder nach dem Windeln wechseln abtöten. Reinigt auch Spielzeug, Türgriffe und andere Oberflächen. Wenn euer Kind erkrankt ist, sollte es nicht in Kindergarten, Schule oder andere öffentliche Einrichtungen gehen, um niemanden anzustecken. Bedenkt aber, dass Wochen nach Abklingen der Symptome durch den Stuhl Erreger übertragen werden können. Eine zweite Ansteckung ist durchaus möglich, da das Kind zwar gegen seine Form von der HFMK immun ist, es aber leider noch 20 weitere Arten der Viren gibt, die die Krankheit übertragen.

Wir wünschen euch und eurem Kind beste Gesundheit!

Euer Team vom babymarkt.de

Schlagworte: , , ,
2 Antworten
  1. gm.ertl@gmx.de'
    Gertrud Magdalena Ertl says:

    Bitte bedenken Sie, dass Paracetamol die Leber schädigt, in Ihrem Beitrag finde ich diese Empfehlung unpassend.
    Apothekerin G.M.Ertl

    Antworten
    • fabrizius@babymarkt.de'
      Jacqueline says:

      Hallo liebe Magdalena,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Nach Rücksprache mit unserer Hebamme haben wir den Beitrag angepasst. Paracetamol sollte nur gegeben werden, wenn das Kind Ibuprofen nicht verträgt.

      Viele Grüße,
      Jacqueline

      Antworten
Hinterlassen Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.