Heute 7-fach babypoints ♡
Heute 7-fach babypoints ♡
jetzt punkten
00
Std.
00
Min.
00
Sek.

Kawasaki-Syndrom

Vera
Vera15.06.2020Lesezeit ca. 5 Minuten
Fieber beim Kind

Euer Kind hat Fieber und Ausschlag? Dies muss nicht immer auf Masern oder Windpocken hinweisen. Was das sogenannte Kawasaki-Syndrom ist und woran ihr es erkennen könnt und warum es gefährlich werden kann, erfahrt ihr im Folgenden.

Was ist das Kawasaki-Syndrom?

Erstmals wurde das Kawasaki-Syndrom 1967 als Krankheit festgestellt. Der Name stammt von dem Japaner Kawasaki, der das Syndrom zum ersten Mal erkannte. Es wurden Fälle von Kindern beschrieben, die über einen längeren Zeitraum unter sehr hohem Fieber litten, das sich nicht senken ließ, und einen schwer kranken Eindruck machten. Diese Krankheit zählt daher im weiteren Sinne zu den rheumatischen Erkrankungen. Es ist auch bekannt unter dem Namen „mukokutanes Lymphsyndrom“.

Unter dem Kawasaki-Syndrom leiden meist Kinder zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr. Hierbei kommt es zu Entzündungen der Gefäße. Werden diese nicht behandelt tritt bei etwa ein Drittel der Fällen eine schwere Schädigung der Herzkranzgefäße auf. Dies kann im schlimmsten Fall zu Blutungen, Herzinfarkt und letztendlich auch zum Tod führen. Bei frühzeitiger Erkennung des Syndroms liegt die Überlebensrate jedoch bei 99,5 Prozent.

Warum diese Entzündung, vor allem bei kleinen Kindern, auftritt, ist nicht bekannt. Vermutlich handelt es sich hierbei um eine Überreaktion des Immunsytems, das durch eine vorangegangene Erkrankung aktiviert wurde. Durch die Entzündung greifen die Krankheitserreger die Gefäßwand an. Diese ist dann an verschiedenen Stellen im Körper sichtbar, besonders gefährdet ist hier aber das Herz.

Welche Symptome zeigen sich beim Kawasaki-Syndrom?

Hinter der Krankheit können eine Vielzahl von Symptomen stecken, was die richtige Diagnose schwierig macht. Es handelt sich bei dem Syndrom um eine akute entzündliche Erkrankung der kleinen und mittelgroßen Gefäße. Sie kann den ganzen Körper und alle Organe betreffen.

Beim Kawasaki-Syndrom gibt es fünf charakteristische Symptome, die in ihrer Kombination typisch für diese Erkrankung sind. Hier sollte also unbedingt an das Kawasaki-Syndrom gedacht und dieses ausgeschlossen werden:

Zudem sind die Kinder schlapp und in einem schlechten Allgemeinzustand. Da sich die Entzündung im ganzen Körper ausbreiten kann, können zusätzlich Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen etc auftreten.

Kind ist krank

Was können die Ursachen für ein Kawasaki-Syndrom sein?

Leider sind die Ursachen des Kawasaki-Syndroms weitgehend unbekannt. Vermutet wird, dass eine Überreaktion des körpereigenen Immunsystem der Auslöser ist. Die Gefäßwand wird durch eine Entzündungsreaktion in den Blutgefäßen geschädigt.  Auch eine genetische Komponente könnte eine Ursache sein. Dies wurde herausgefunden, da häufiger Geschwisterkinder vom Kawasaki-Syndrom betroffen sind. Ebenso kann eine Überreaktion der Zellen in den Blutgefäßen zum Ausbruch der Entzündung führen.

In Deutschland liegt die jährliche Zahl der erkrankten Kindern bei 9 von 10.000. In Japan ist die Zahl 20-mal höher. Der Grund dafür ist unbekannt. Vier von fünf Erkrankten ist zwischen zwei und fünf Jahren alt. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.

Wie diagnostiziert man ein Kawasaki-Syndrom?

Für das Kawasaki-Syndrom gibt es keine spezifischen Tests. Zeigen sich vier der fünf  Hauptsymptome bei einer Person, sollte immer an das Kawasaki-Syndrom gedacht werden. Vor allem das Herz sollte dann genauer untersucht werden. Durch einen Herzultraschall und ein EKG, können eventuelle Herzmuskelschäden frühzeitig  erkannt werden. Auch eine Blutuntersuchung kann bei der Diagnosefindung hilfreich sein. Sind die Entzündungswerte (Leukozyten, C-Reaktives Protein, Blutsenkung) erhöht, weist dies auf eine Entzündung im Körper hin. Sollten Viren oder Bakterien nachgewiesen werden können, spricht dies hingegen eher für eine Blutvergiftung (Sepsis). Ein Ultraschall aller Organe ist ebenso wichtig, da sich die Entzündung im ganzen Körper ausbreiten kann.

Wir wünschen euch alles Gute!

Eure Hebamme Vera