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Kinderrheuma

Vera
Vera17.06.2020Lesezeit ca. 6 Minuten
Kinderrheuma Kind mit Armschmerzen

Viele Menschen glauben, dass Rheuma nur alte Menschen betreffen kann. Das ist aber leider nicht der Fall. Auch Kinder leiden unter dieser Krankheit.

Was ist die Ursache für Kinderrheuma?

Am häufigsten tritt bei Kindern Gelenkrheuma auf. Hierbei handelt es sich um eine chronische Gelenkentzündung. Diese nennt man auch „Juvenile Idiopathische Arthritis“, kurz JIA. Die Zahl der erkrankten Kinder und Jugendlichen bis 16 Jahren  liegt jährlich bei etwa 1200.

Weitere Formen des Rheumas im Kindesalter können wie folgt sein:

Muskeln, Knochen, Organe, Augen und die Haut können von Rheuma betroffen sein.

Bisher ist die genaue Ursache für Kinderrheuma meist unbekannt. Das Immunsystem gerät bei Rheuma außer Kontrolle. Das eigene Abwehrsystem reagiert dann nicht nur gegen Krankheitserreger, sondern auch gegen die körpereigenen, gesunden Strukturen. Auch eine genetische Veranlagung kann das Risiko, an Rheuma zu erkranken, erhöhen. Stress, Umweltfaktoren oder Infektionen können ebenso zum Ausbruch der Krankheit führen.

Neben den chronischen Rheumaerkrankungen gibt es auch akute Gelenkentzündungen. Diese treten meist in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer Infektion auf. Diese akuten Entzündungen klingen meist nach einigen Wochen oder Monaten wieder ab. Anders als bei der chronischen Form, wie beispielsweise der JIA, geht man bei einer akuten Entzündung nicht von bleibenden Gelenkschäden aus.

Was sind die Symptome von Kinderrheuma?

Zeigen sich bei deinem Kind folgende Symptome, solltest du dies unbedingt ärztlich abklären lassen:

Auch Fieber, Augenentzündungen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit können zusätzlich Symptome von Rheuma sein.

Wie diagnostiziert man Kinderrheuma?

Erster Ansprechpartner ist der Kinderarzt, welcher dann ggf. zu einem Orthopäden oder auch Kinderrheumatologen überweist. Die Diagnosestellung  ist aber sehr schwer. Viele kleine Untersuchungen ergeben am Ende das Gesamtbild. Laboruntersuchungen, Röntgen, Kernspintomographie und Ultraschall sind in der Regel nötig, um eine sichere Diagnosestellung zu gewährleisten.

Eine frühzeitige Diagnose der Erkrankung wirkt sich sehr positiv auf den späteren Krankheitsverlauf aus.

Kinderrheuma Kind mit Knieschmerzen

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Kinderrheuma?

Ein frühzeitiger Therapiebeginn wirkt sich sehr positiv auf die spätere Heilung aus. Eine effektive Therapie kann die Gelenkentzündungen stoppen und somit können Spätschäden vermieden werden.

Eine Therapie besteht in der Regel aus drei Bausteinen:

Medikamentöse Therapie
Hierbei werden vor allem schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Manchmal ist aber auch eine Kortisontherapie notwendig.
Bewegungstherapie
Die Physiotherapie lockert die Muskulatur und löst die Verspannungen. Dies entlastet die Gelenke. Auch Ergotherapie kann helfen den Alltag gelenkschonender zu gestalten.
Psychosoziale Therapie
Die psychische Belastung für die Kinde, Eltern und die ganze Familie ist nicht zu unterschätzen. Hier helfen Gespräche mit Therapeuten oder auch Selbsthilfegruppen sehr gut. Gerade der Austausch mit anderen Betroffenen empfinden viele als sehr hilfreich.

Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist gerade bei Rheuma sehr wichtig. Stark übergewichtigen Kindern wird empfohlen Gewicht zu reduzieren, damit die Gelenke nicht noch stärker belastet werden.

In der Ernährung der Kinder sollten alle wichtigen Nährstoffe wie Vitamine und Spurenelemente erhalten sein. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse sollten daher auf dem täglichen Speiseplan stehen. Bestimmte Inhaltsstoffe im Fleisch können Entzündungen fördern. Fisch hingegen wirkt entzündungshemmend. Daher ist es sinnvoll, dass vermehrt Fisch, als Fleisch, verzehrt wird.

Wir wünschen euren Kleinen alles Gute!

Eure Hebamme, Vera