Sport für Kinder

Kinder-Sport: Darum ist er so wichtig!

Sport tut nicht nur Erwachsenen gut – eine ausreichende Bewegung und die Freude am Toben, Rennen und Entdecken sind für die Entwicklung eures Kindes besonders wichtig. Doch warum sollten Kinder Sport treiben? Was wird beim Sport gefördert? Und ab welchem Alter können Kinder Sport machen? Diese und weitere Fragen wollen wir für euch in unserem Ratgeber-Beitrag beantworten, damit euer kleiner Schatz letztlich die richtige Sportart findet.

Warum Sport Kindern guttut

Wir Menschen sind von Natur aus gierig nach Bewegungen, daher ist es kaum verwunderlich, dass es auch Kindern nicht leicht fällt, lange still sitzen zu bleiben. Dabei kann es mitunter schon helfen, wenn die Kleinen im Kindergarten und vor allem in der Schule zwischendurch einfach mal die Sitzposition wechseln. Doch nach mehreren Stunden ohne Bewegung sind Pausen enorm wichtig. Hier können sich die Heranwachsenden austoben, ihren Kreislauf in Schwung bringen und ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen. Positiver Nebeneffekt: anschließend sind die Kinder sehr viel konzentrierter und können Lerninhalte besser aufnehmen und verarbeiten. Schließlich wird durch die erhöhte Aufnahme von Sauerstoff beim Sport auch das Gehirn stärker mit Blut versorgt. Für eine langfristig bessere Ausdauer und Konzentration reichen die kleinen Schulpausen aber kaum aus. Experten empfehlen, dass Kinder mindestens eine Stunde pro Tag sportlich aktiv sein und dabei auch durchaus ins Schwitzen kommen sollten. Nutzt jede Gelegenheit, euren kleinen Liebling an der frischen Luft spielen zu lassen. Achtet auch auf eine gesunde Ernährung. Mehr Infos dazu findet ihr in unserem Ratgeberbeitrag.

  • Achtet immer auf eine sichere Umgebung. Spielt euer Kind mit Freunden in einer stark befahrenen Straße? Hat es die richtige Schutz-Ausrüstung beim Rad- oder Inlinerfahren? Auch das passende Schuhwerk sind von besonderer Bedeutung: Drücken die Schuhe an bestimmten Stellen oder haben sie nicht die richtige Größe, begünstigt dies Fehlhaltungen.

Was fördert Sport bei Kindern?

Die Liste der geförderten Kompetenzen durch den Sport ist lang. Auf der einen Seite stehen dabei die körperlichen Veränderungen. Durch eine regelmäßige, angemessene Bewegung baut euer Schatz Muskeln auf, bekommt eine bessere Haltung und erlangt Ausdauer. Auch motorische Fähigkeiten wie die Hand-Augen-Koordination nehmen zu. So erlernt euer Kind schnell, einen Ball in die richtige Richtung mit der entsprechenden Kraft zu werfen, einen Schläger zu halten oder sich auf einem Pferd zu halten. Zwar steht dabei die Sicherheit immer an vorderster Stelle, doch sollte euer Kind auch mal fallen dürfen. Stürze gehören zur Bewegung dazu, fördern das eigene Körpergefühl, das Abschätzen von Gefahren und verringern dadurch langfristig weitere Unfälle.

Auf der anderen Seite stehen die geistigen und emotionalen Fähigkeiten. Wie bereits erwähnt, konzentrieren sich die Kinder durch die Bewegung besser und die Lernbereitschaft nimmt zu. Die Sozialkompetenz wird insbesondere bei Sportarten im Team gestärkt. Euer Kind lernt, wie es sich in einer Gruppe zu verhalten hat, dass es Regeln zu beachten gibt und dass auch Niederlagen zu einem Spiel dazugehören. Letztere können im Umgang mit den besten Freunden sehr viel besser verkraftet werden. Dies liegt nicht zuletzt an den Glückshormonen, die beim Sport ausgeschüttet werden. Bewegungsreiche Aktivitäten machen uns fröhlicher. Stress, zum Beispiel Frust in der Schule, lassen sich so bestens abbauen. Kinder, die zu Aggressionen neigen, wirken deutlich ausgeglichener und ruhiger nachdem sie Sport gemacht haben. Außerdem wird das Immunsystem durch das Spielen, insbesondere an der frischen Luft, trainiert. Die Kinder entdecken spielerisch mit allen Sinnen ihre Umwelt und lernen ihren Körper kennen. Nach einem ereignis- und bewegungsreichen Tag fällt euer kleiner Liebling außerdem gleich sehr viel schneller ins Land der Träume und kann entspannt schlafen.

Frau spielt mit Kindern Basketball

Wann Sport bei Kindern?

  • Säuglingsalter

    Nachdem euer kleiner Schatz auf die Welt gekommen ist, braucht er natürlich noch keinen Sport zu machen. Selbst der kleine Babyspeck ist da auf keinen Fall ein Grund für eine sportliche Ertüchtigung. Nichtsdestotrotz darf und soll sich euer Nachwuchs natürlich immer, wenn möglich, bewegen. Tanzen zur Musik, Krabbeln durch die Wohnung, oder Babyschwimmen – Möglichkeiten gibt es auch für die Kleinsten schon zur Genüge. Bereits in diesen frühen Lebensmonaten lernt euer Kind spezielle Bewegungen kennen und entwickelt eine gute Koordination und Balance.

  • Ab zwei Jahren

    Wenn euer Sprössling ein Alter von etwa zwei Jahren erreicht hat, könnt ihr mit ihm zusammen zum Eltern-Kind-Turnen gehen. Hier werden – hauptsächlich in spielerischer Manier – motorische und geistige Fähigkeiten geschärft. Dabei sind die Übungen dem Alter entsprechend angepasst. Laufräder sind ebenfalls für diese Entwicklungsstufe geeignet.

  • Ab drei Jahren

    Ab drei Jahren machen vielen Kindern Kurse wie Kinderturnen oder -tanz sowie Schwimmgruppen sehr viel Spaß.

  • Ab vier Jahren

    Mit vier Jahren könnt ihr euren Schatz gerne an das Fahrradfahren gewöhnen. Wenn es vorher schon Erfahrungen mit Laufrädern gemacht hat, lernt es meist noch schneller, die Balance zu halten. Analog gilt dies für Voltigieren.

  • Ab fünf Jahren

    Mit etwa fünf Jahren oder zum Eintritt in die Schule könnt ihr mit eurem Kind gemeinsam über das Ausüben einer richtigen Sportart sprechen. Turnen, Leichtathletik oder Fußball bieten sich als erste sportliche Hobbies gut an.

  • Ab sieben Jahren

    Mit etwa sieben Jahren kann euer kleiner Liebling auch zu Verteidigungssportarten wie Judo oder Karate wechseln.

  • Ab acht Jahren

    Neben Fußball sind nun auch andere Ball-Sportarten wie Volley-, Hand- oder Basketball möglich. Die Hand-Augen-Koordination sollte soweit fortgeschritten sein, dass euer Kind die Abläufe beherrscht. Reiten kann auch ausprobiert werden.

Welchen Sport für Kinder?

Welche Sportart euer Kind letztlich wählt, ist Geschmackssache. Wichtig ist hierbei nur, dass euer Kind die Entscheidung trifft und nicht ihr. Mit einigen Vorschlägen oder Hilfestellungen beim Abwägen zwischen Vor- und Nachteilen könnt ihr euren Schatz bei der Auswahl unterstützen. Letztlich geht es aber vor allem darum, dass euer Kind Spaß und Interesse an dem Sport findet. Sonst verliert es schnell die Lust und damit ist keinem geholfen.

Bevor die Wahl getroffen wird, schadet es nicht, Schnupperangebote zu nutzen, damit euer Kind ein möglichst breites Spektrum an Sportarten kennenlernt. Auf diese Weise findet es sicher schnell den richtigen Sport. Im Allgemeinen bieten Vereine meist die beste Sport-Umgebung. Hier findet ihr ausgebildete Übungsleiter, die im Umgang mit Kindern erprobt sind. Außerdem gibt es altersspezifische Gruppen, sodass euer Nachwuchs mit zunehmenden Alter in ein fortgeschrittenes Team übergehen kann. Durch die langwierige  Zugehörigkeit zum Verein wird die Bindung zum Sport gekräftigt. Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist jedoch die Entfernung zur ausgewählten Turnhalle, zum Sportplatz oder zum Reiterhof. Falls euer Kind nicht selber laufen oder mit dem Fahrrad fahren kann, oder ihr keine Zeit oder ein Auto zur Verfügung habt, um euren Liebling zu bringen, sollte sich auf einen anderen Vorschlag geeinigt werden. Gleiches gilt für zu hohe Beitragskosten oder zu hohen finanziellen Aufwand für die entsprechende Ausrüstung.

  • Tipp: Sollte euer Kind unter Rückenproblemen leiden, empfiehlt euch euer Arzt sicher Schwimmtraining. Fürchtet sich euer kleiner Liebling aber vor Wasser, solltet ihr ihn nicht zwingen. Erkundigt euch lieber nach Alternativen. Vielleicht ist euer Sprössling auch sehr sensibel, hält sich im direkten Wettbewerb mit anderen Kindern sehr zurück und kann Niederlagen nur schlecht verkraften. Team-Sportarten helfen in diesem Falle, gemeinsam Niederlagen zu bewältigen.

  • Tipp: Euer Kind hat auf einmal keine Lust mehr, zum Training zu gehen? Meldet es dann nicht direkt ab. Sprecht in erster Linie mit ihm und versucht herauszufinden, was die wirklichen Beweggründe sind. Manchmal ist der Unmut auch in einem Streit mit anderen Mitgliedern begründet oder in Konflikten mit dem Trainer.

Kinder-Sport: Seid ein Vorbild

Ganz wichtig ist, dass ihr selber als Vorbild agiert. Eltern, die sportbegeistert sind und sich viel an der frischen Luft bewegen, haben meist auch ähnlich gesinnte Kinder. Nutzt mit eurem Kind den Trimm-Dich-Pfad beim gemeinsamen Spaziergang durch den Wald, fahrt zusammen Fahrrad oder macht auf dem naheliegenden See eine Tour mit dem Tret-Boot. Kleinere Erfolgserlebnisse auf Seiten eures Kindes stärken sein Selbstvertrauen und ermutigen es. Um mehr Bewegung in euren gemeinsamen Alltag zu integrieren, kann ein erster Schritt auch schon das Abschalten des Fernsehers oder der Spielekonsole sein. Viel zu schnell vergessen die Kleinen, welche spannenden Herausforderungen draußen auf sie warten. Zu Geburtstagen oder an Weihnachten erwecken Sport-Geschenke wie ein nagelneuer Roller oder ein schicker Fußball bei den Kleinen auch stets ein Funkeln in den Augen.

Wir wünschen eurem Kind und euch viel Spaß!

Euer Team von babymarkt.de

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2 Antworten
  1. info@schuheliebe.de'
    Schuheliebe says:

    Da bei Kindern besonders die Schuhe wichtig sind, hätten wir uns gefreut mehr hierüber zu lesen. Gerade bei Füßen und Beinen ist das Verletzungsrisiko sehr groß – wenn das Schuhwerk nicht stimmt, können bei Überbeanspruchung (springen, klettern, wenden) sogar nachhaltig Verletzungen entstehen.

    LG

    Antworten
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