Kinderzimmer einrichten

Expertentipp: Das Kinderzimmer einrichten

Kerstin Jensen

Kerstin Jensen ist bei babymarkt.de Category Managerin für den Bereich Möbel und damit zuständig für die Sortimente Kinderzimmermöbel, Laufgitter, Hochstühle, Matratzen, Decken und Kissen. Sie ist gelernte Schreinerin, womit ihr der Bereich Möbel besonders am Herzen liegt. In unserem Experten-Interview verrät sie euch tolle Tipps, wie ihr das Kinderzimmer eurer kleinen Schätze einrichten könnt.

Welche Grundausstattung benötigen Eltern für die Einrichtung des Kinderzimmers?

Kerstin Jensen: Werdende Eltern sind häufig verunsichert, welche Möbel zur Grundausstattung gehören. Dabei lässt sich die Frage ganz leicht beantworten: Bett, Wickelkommode, Schrank und Laufgitter. Die Auswahl an Betten ist groß. Schläft das Kind in der ersten Zeit zunächst bei den Eltern, ist ein bequemes Beistellbett ratsam. Dieses ist an einer Seite offen und kann direkt ans Elternbett gestellt werden. Beistellbetten sind höhenverstellbar, um individuell an das Elternbett angepasst zu werden. Zudem gibt es extra Gitter, um die offene Seite zu schließen. So kann das Bett auch einzeln gestellt werden. Für einen guten Luft- und Feuchtigkeitstransport sind Beistellbetten zu empfehlen, bei denen die Liegefläche nicht ganz geschlossen ist, sondern Lüftungsschlitze oder -löcher aufweist.

Weitere Möglichkeiten für den Anfang sind ein Stubenwagen oder eine Babywiege. Diese sehen schön aus und sind zudem in verschiedenen Farben und Stoffdesigns erhältlich, oft sogar als komplettes Bettset oder mit passendem Betthimmel. So sind süße Träume garantiert. Wer es praktisch mag, kann auch direkt ein Gitterbett für Kinder kaufen. Dieses ist nutzbar vom Baby- bis ins Kleinkindalter. Der Lattenrost der Gitterbetten ist in der Regel höhenverstellbar, sodass das Bett mit eurem Kind mitwächst. Durch die Schlupfsprossen ist es auch für die Größeren bequem. Manche Modelle sind zum Bett ohne Gitter umbaubar, wenn dieses nicht mehr benötigt wird. Dies hat den Vorteil, dass sich das Kind nicht an ein neues Bett gewöhnen muss.

Bei der Wickelkommode gilt es darauf zu achten, dass genug Platz für jegliche Wickelutensilien (Windeln, Tücher, Cremes, Kleidung, vielleicht auch Windeleimer) ist. Zu der Kommode gehört dann auch eine passende Wickelauflage. Im Trend ist ein abnehmbarer Wickelaufsatz, so dass die Wickelkommode später zur ganz normalen Kommode umfunktioniert werden kann. Bei dem Schrank fürs Kinderzimmer stellen sich zwei wesentliche Fragen: wie groß soll er sein (2-/3-Türer) und wie sieht die Einteilung des Schrankes aus? Wenn dort klare Vorstellungen existieren, dann fällt die Kaufentscheidung nicht schwer. Nicht direkt für das Kinderzimmer benötigt, aber dennoch praktisch für andere Räume, wie die Küche oder das Wohnzimmer, werden Laufgitter. Am besten wählen Eltern ein Modell mit Rollen, das sich in der Höhe verstellen lässt und mit passender Laufgittereinlage ausgestattet ist. Am Anfang kann das Baby in das Laufgitter hineingelegt werden und später ist es ein sicherer Ort zum Spielen. So können sich die Eltern ohne Angst um ihr Baby ihren täglichen Familienaufgaben zuwenden.

Welche Möglichkeiten der Kinderzimmer-Überwachung gibt es?

Kerstin Jensen: Die Auswahl an Geräten zur Babyüberwachung ist groß. Neben den klassischen Babyphonen mit Geräuschmelder, gibt es heutzutage auch Modelle mit Videoüberwachung und Bewegungsmelder. So können sich die Eltern beruhigt in einem anderen Zimmer aufhalten und wissen ihren kleinen Schatz wohl behütet schlafend im Kinder- oder Schlafzimmer. Falls das Baby unruhig wird oder schreit, kann durch das Empfangen der Geräusche oder durch einen Blick auf den Monitor reagiert werden. Zudem haben die Babyphone häufig Zusatzfunktionen, wie eine sensorische Matratze, ein integriertes Nachtlicht oder eine Musikfunktion, durch die beruhigende Schlaflieder abgespielt werden können. So kann nicht nur das Baby beruhigt schlafen, sondern auch die Eltern.

Wie richtet man ein Kinderzimmer sicher ein?

Kerstin Jensen: Im Kinderzimmer ist es besonders wichtig, dass spitze Kanten abgepolstert werden. Die Kleinen spielen oft unbeaufsichtigt in ihrem eigenen Reich und toben rum. Um Verletzungen vorzubeugen, ist ein passender Kantenschutz unerlässlich. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Steckdosen und Kabel abgedeckt werden. Auch Fenster und Türen sind im Kinderzimmer immer zu sichern. Bei den Fenstern eignen sich entweder abschließbare Modelle oder Fensterfeststeller mit Kindersicherung. Für Türen ist ein Fingerklemmschutz praktisch. Dieser schützt zuverlässig vor gefährlichen Quetschungen. Zudem kann eine Gefahr von Kommoden und Schränken im Kinderzimmer ausgehen. Wenn die neugierigen, kleinen Finger diese öffnen, kann es nicht nur schmerzhaft beim Schließen werden, sondern je nach Inhalt auch gefährlich. Schrank- und Schubladensicherungen verhindern das Öffnen der Türen. Mit den aufgeführten Vorkehrungen sind Eltern auf der sicheren Seite und die Kleinen können geschützt auf Entdeckungstour gehen.

Was sollte bei den Materialien beachtet werden?

Kerstin Jensen: Kinderzimmermöbel werden aus Massivholz oder beschichteten und lackierten Holzwerkstoffen, wie Spanplatte oder MDF, gefertigt. Massivholz ist dabei das natürlichste Material und sehr stabil. Buche ist nochmal härter als Nadelhölzer. Holz kann lackiert, geölt oder unbehandelt sein. Unbehandeltes und geöltes Holz ist natürlicher, allerdings nicht so beständig und pflegeleicht, wie lackierte und beschichtete Oberflächen. Je nach persönlichem Geschmack und den individuellen Anforderungen an die Kinderzimmermöbel, sollten Eltern die Materialien auswählen.

Bei den Matratzen für die Kinderbetten gibt es ebenfalls Unterschiede bei den Materialien, im inneren Aufbau und bei den Außenbezügen. Zusammengefasst lässt sich sagen: umso mehr Luftkanäle, desto besser kann die Luft zirkulieren und CO2-haltige Luft durch sauerstoffhaltige Luft ausgetauscht werden. Verschiedene Materialien und Härtegrade werden, z.B. für festere Außentrittkanten und zum Wenden von leichteren Babys (weicher) zu schwereren Kleinkindern (härter) verwendet. Bei dem Außenbezug der Matratzen sollten Eltern darauf achten, dass er mehrere Funktionen erfüllt: neben dem unerlässlichen Nässeschutz ist zudem die Atmungsaktivität und die Feuchtigkeitsregulierung wichtig.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Einrichten des Kinderzimmers eurer Schätze!

Euer Team von babymarkt.de

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