Junge und Mädchen sitzen vor einem Berg aus Matratzen

Besser schlafen dank der richtigen Kindermatratze

Schlaf, Kindchen, schlaf… Damit Babys und Kinder einen erholsamen Schlaf finden können, benötigen sie eine gute Matratze. Und zwar eine gute Kindermatratze. Denn die Anforderungen eines Kinderkörpers an eine Matratze unterscheiden sich von denen eines Erwachsenenkörpers. Dies liegt zum Beispiel daran, dass die S-Form der Wirbelsäule bei Kindern noch nicht sofort ausgeprägt ist. Außerdem liegen Kinder oft viel längere Zeit auf ihrer Matratze. Und liegen dort später auch nicht mehr nur, sondern toben auch auf ihr. Hier erfahrt ihr, was es beim Kauf einer Kindermatratze zu bedenken gibt!

Kerstin Jensen

„Eine gute Babymatratze verbindet Sicherheit und Hygiene mit Komfort. Die wichtigsten Merkmale: Ein gutes Belüftungssystem gegen Wärmestau, luftdurchlässige und waschbare Bezüge sowie ein punktelastischer Kern. Schadstoffgeprüfte Materialien sollten Standard sein. Achten Sie dennoch auf gültige Prüfsiegel!“

Kerstin JensenCategory Manager Kindermöbel

Auf einen Blick: Diese Merkmale gehören zu einer guten Babymatratze

  • Luftzirkulation für ein gesundes Schlafklima

    Eine gute Matratze ist mit Luftkanälen durchzogen, die Wärmestau verhindern und die feuchte Atemluft des Kindes abtransportieren. Auch der Matratzenbezug sollte luftdurchlässig sein.

  • Nässeschutz für einen trockenen Kern

    Wenn mal etwas daneben geht, hält ein Bezug mit Nässeschutz die Feuchtigkeit auf, bevor sie in die Matratze eindringen kann.

  • Waschbarer Bezug für sichere Hygiene

    Matratzenbezüge machen ganz schön was mit. Ihr solltet daher einen kleinen Vorrat an Bezügen anlegen, die bei 60°C in der Waschmaschine gereinigt werden können.

  • Punktelastischer Matratzenkern für perfekten Komfort

    Ein punktelastischer Matratzenkern gibt genau an den Druckpunkten des kleinen Körpers leicht nach. Das schützt Babys Knochen und Gelenke.

  • Hochwertige Materialien bei höchsten Standards

    Gesundheitsschädliche Stoffe haben in Matratzen natürlich nichts zu suchen. Eine gute Matratze kann verschiedene Prüfsiegel vorweisen, die die einwandfreie Qualität garantieren (z.B. Öko-Tex).

  • Kind wächst? Bitte wenden!

    Viele Matratzen haben eine Baby- und eine Kleinkindseite. Ab etwa 12 kg sollte die Matratze gewendet werden, damit der Härtegrad zum Knochengerüst passt.

  • Trittkanten für kleine Schlafwandler

    Trittkanten an den Seiten der Matratze (außer am Kopfbereich) verhindern ein Abrutschen der Füßchen durch die Gitterstäbe, wenn das Baby am Gitter steht.

Junge liegt auf einer Matratze

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Eher hart als weich

Babys sollten auf einer eher harten Kindermatratze schlafen. Das klingt zwar für die meisten Eltern ungemütlich, ist aber die richtige Entscheidung. Denn es ist zwar nicht hundertprozentig bewiesen, aber es gibt die Vermutung, dass auch zu weiche Matratzen eine Mitschuld beim Kindstod tragen könnten. Denn in eine weiche Matratze kann ein Kind das Köpfchen tief vergraben – bis es vielleicht keine Luft mehr bekommt. Außerdem sollte die Matratze nicht höher sein als für das jeweilige Kinderbettchen vorgesehen. Wenn euer Kind auch gerne auf der Matratze tobt, ist ein verstärkter Rand eine gute Idee. So ist die Gefahr, dass der Fuß zwischen Kindermatratze und Bett rutscht, geringer.

Junge spielt mit dem Innenleben einer Matratze

Die inneren Werte

Auch Kindermatratzen werden aus verschiedenen Materialien gefertigt. Die meisten Matratzen sind jedoch aus Schaumstoff, Kaltschaum oder einer Kombination aus Latex und Kokos. Schaumstoff ist besonders günstig. Kaltschaum kann im Vergleich zu Schaumstoff gleichmäßiger nachgeben. Kindermatratzen aus Latex und Kokos sind schwerer und dünner als die anderen Varianten. Auch sie geben gleichmäßig nach. Wenn eine neue Kindermatratze erst einmal stinkt, müsst ihr euch übrigens nicht zwingend Sorgen machen: Diese Gerüche sind in der Regel nicht gesundheitsschädlich. Aber natürlich unangenehm. Deswegen plant beim Kauf einer neuen Matratze eine Lüftungszeit ein, in der die Matratze zwar schon ausgepackt ist, aber noch nicht in Gebrauch. Wenn ihr einen Balkon oder Garten habt, kann die Matratze auch für einen Tag oder länger an die frische Luft gebracht werden, damit die Gerüche weichen. Erst wenn die neue Matratze nicht mehr riecht, die alte Matratze entsorgen und in Gebrauch nehmen.

  • Leidet euer Kind unter Asthma, Allergien oder Neurodermitis, sind spezielle Matratzen eine gute Wahl. Diese haben dann zum Beispiel einen abnehmbaren Bezug, der bei 60° gewaschen werden kann.

Mädchen steht vor einem Berg aus Matratzen und hält beide Daumen hoch

Auf die Größe kommt es an

Natürlich wachsen Kinder schnell über ihre Kindermatratze hinaus. Dieser Umstand führt dazu, dass viele Eltern gerne beim Kauf einer Matratze Geld sparen wollen. Es sollte allerdings auch bedacht werden, dass die ersten Matratzen den Grundstein für einen guten – oder schlechten – Schlaf legen können. Außerdem können gute Matratzen eine bestmögliche körperliche Entwicklung unterstützen. Daher sollte die Größe der Matratze optimal auf die Größe des Kindes abgestimmt sein. Als Faustregel gilt: Oben und unten sollten zehn Zentimeter Platz sein. Daraus ergibt sich, dass Babymatratzen meistens eine Größe von 40 x 90 Zentimetern oder von 50 x 100 Zentimetern haben. Kindermatratzen sind oft 70 x 140 Zentimeter groß und für Jugendbetten eignet sich dann schon die Erwachsenengröße von 90 x 200 Zentimetern.

  • Auch Matratzen für Kinderbetten können ihre positiven Eigenschaften nur mit einem guten Lattenrost voll entfalten. Also idealerweise immer beide Produkte aufeinander abgestimmt kaufen.

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