hauck Kindersitz Varioguard – Testbericht von Carina

David
David14.08.2020Lesezeit ca. 10 Minuten
hauck Kindersitz varioguard Plus Edition

Mein Name ist Carina. Ich bin 32 Jahre alt, verheiratet und habe eine Tochter, die nun fast 8 Monate alt ist. Ihr Name ist Isabel. Isabel und Ich haben einen Autositz der Firma hauckgetestet. Den Kindersitz Varioguard Plus in der Edition Black/Black. Zuvor, seit der Geburt von Isabel, haben wir eine Autoschale der Firma Maxi Cosi verwendet – den Pebble Plus. Einen Reboarder haben wir uns vorher noch nicht angeschaut oder getestet.  Somit ist das Modell der Firma hauck, der erste Reboarder, mit dem wir unsere Erfahrungen gemacht haben. Ich fahre einen Kia Sportage, indem ich auch den Kindersitz eingebaut und auf Herz und Nieren geprüft habe. Ich habe eine Isofix-Anbindung im Auto und diese auch für den Test genutzt.

In meinem Testbericht schildere ich meinen ersten Eindruck über das Modell, gehe auf die Funktionsweise und Handhabung des Autositzes ein und ziehe abschließend ein Fazit.

hauck Kindersitz Varioguard Plus Edition Black/Black
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Hauck

Kindersitz Varioguard Plus Edition Black...

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Varioguard Plus-Reboard Autositz + Kinderautositz bis 18 kg (Gruppen 0+/I) Inklusive Isofix Base.
Montagemöglichkeiten im PKW: Entgegen und in Fahrtrichtung, mit 3-Punkt-Gurt oder Isofixanbindung.
Im Lieferumfang enthalten, ist ein Zusatzgurt für den vorwärts gerichteten Einbau mit 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs.

Der Varioguard Plus ist äußerst flexibel, richtungsweisend im Design und bietet deinem Kind modernste Technik und höchste Sicherheit.
Der Varioguard Plus verfügt, im Gegensatz zu vielen anderen Autositzen der Gruppe 0+, über ein 5-Punkt-Gurtsytem sowie über energieabsorbierende Gurtpolster, die höchste Sicherheit garantieren.
Durch darüber hinaus gehende Verwendung von Memory Schaum im Kopf- und Seitenbereich des Sitzes, welcher besonders aufprall- und stoßabsorbierend wirkt, werden hervorragende Testergebnisse in Frontal- und Seitenaufprallversuchen möglich.
Dieses Ausstattungsmerkmal erhöht gleichzeitig den Sitzkomfort deines Kindes ganz erheblich. Zusätzlich verfügt der Varioguard Plus über Seitenaufprallprotectoren im Rückenbereich.
Auch die verwendeten, besonders hochwertigen und atmungsaktiven Materialien tragen zum Wohlbefinden der kleinen Passagiere bei.

Die Isofixbase des Varioguard Plus lässt sich im Auto per Standfuß arretieren und kinderleicht an den Isofixanbindungen deines PKW befestigen. Sollte das Auto über keine Isofixanbindungen verfügen, kann die Basis auch mit dem 3-Punkt Gurt des Fahrzeuges befestigt werden.

Den Varioguard kannst du von Geburt an verwenden. Dazu befestigst du den Autositz mit wenigen Handgriffen auf der Basis. Bei der Verwendung der Isofix Anbindungen des Fahrzeuges kannst du den Varioguard Plus bis einschließlich der Gruppe I - also von der Geburt bis 18 kg - entgegen der Fahrtrichtung montieren. Ab einem Körpergewicht deines Kindes von 9 kg kannst du den Sitz aber auch in die Fahrtrichtung drehen - je nachdem, welche Einbausituation dir oder deinem Kind lieber ist.

Bei einer Befestigung des Varioguard Plus mit dem 3-Punkt Fahrzeuggurt kannst du den Sitz entgegen der Fahrtrichtung als Gruppe 0+ (von der Geburt bis 13 kg) verwenden. Ab einem Körpergewicht deines Kindes von 9 kg - spätestens aber ab 13 kg Körpergewicht - muss der Varioguard Plus bei dieser Einbausituation IN die Fahrtrichtung gedreht werden.

Der Neigungswinkel des Sitzes kann in Fahrtrichtung in 3 Positionen verstellt werden. Der in der Höhe verstellbare Kopfschutz bietet in allen Einbauvarianten immer optimalen Seitenaufprallschutz. Varioguard Plus- der flexibelste Autositz, den man über viele Jahre verwenden kann.

Produktdetails:
7-fache Höhenverstellung 3-fache Sitzpositionsverstellung Autositz mit 5-Punkt-Gurt Extended Side Protection System ESP Isofix Memory Foam Atmungsaktives Gewebe Abwaschbar Für 3-Punkt-Gurt im PKW Kindersitz 0 bis 18 kg Begurtet rückwärts 0 bis 13 kg Begurtet vorwärts 9 bis 18 kg Technische Details:
Abmessungen (Länge x Breite x Höhe): 50 x 41 x 72 cm Sitzbreite: 28 cm Gewicht komplett: 15,85 kg
Der hauck Kindersitz Vaioguard Plus wird mit der Isofix Base und dem Zusatzgurt (für den vorwärts gerichteten Einbau) geliefert.
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Der erste Eindruck

Erster Eindruck: Positiv. Er sieht richtig schick aus! Top verarbeitet und stabil, ziemlich groß, gut gepolstert, sehr schwarz (Black/Black halt). Die Isofix-Station ist im Lieferumfang enthalten.

Wie bereits erwähnt nutze ich seit der Geburt meiner Tochter den Pebble Plus von Maxi Cosi. Daher war das erste, was ich gemacht habe den neuen Autositz mit meinem Alten zu vergleichen. Was unterscheidet ihn von unserer bisherigen Autoschale? Was ist auf Anhieb besser oder schlechter?

Und dann weiter. Ich habe die Funktionen abgecheckt, doch so rein intuitiv kam ich da nicht so recht weiter. Nach ein paar Minuten habe ich die Gebrauchsanweisung entdeckt. Ganz schön viel Text (puhh..). Aber so ganz ohne diese hätte ich die Funktionen auch nicht herausgefunden. Weiteres dazu dann weiter unten im Text.

Ich habe mir online Videos vom Hersteller angeschaut und mich auf der babymarkt.de Internetseite über die Funktionen schlau gemacht. Die Typenliste, Gebrauchsanweisung und bebilderte Anleitung stehen übrigens auch online zum Download bereit.

Was mich natürlich auch interessierte, war wie der Autositz im Test abgeschnitten hat. Die ADAC-Testnote lautet: 2,7. Durchschnittlich also. „Leichte Mängel in der Handhabung“, dafür aber eine 1,0 in der Schadstoffprüfung und 2,2 bezüglich der Sicherheit. Okay, damit kann ich leben: In den wichtigsten Punkten hat der Autositz also erstmal mehr als befriedigend abgeschnitten! Und der Rest blieb dann zu testen.

Die Funktionsweise

Der zu testende Autositz gehört der Gruppe 0+/I an. Er ist demnach ab der Geburt bis zu einem Gewicht von 18 kg  bzw. einem Alter bis zu 4 Jahren nutzbar. Er kann in beide Fahrtrichtungen eingebaut werden und in drei verschiedene Sitz- bzw. Liegepositionen verstellt werden. Die Kopfstütze lässt sich in sieben unterschiedliche Höhen verstellen, sodass der Kindersitz mit deinem Kind mitwächst und immer die optimale Passform eingestellt werden kann. Optimal ist, wenn sich der Kopf deines Kindes mittig der Kopfstütze befindet und die Seiten der Kopfstütze knapp über den Schultern des Kindes beginnen.

Das Kind wird durch ein 5-Punkt-Gurtsystem im Kindersitz gesichert. Die Gurte sind vor dem Anschnallen zu verlängern, sodass das Kind bequem angeschnallt werden kann. Nachdem die Gurte angelegt wurden, müssen diese für die optimale Sicherheit fest angezogen werden: Es sollte sich nicht mehr als ein fingerbreit Spiel zwischen dem Kind und dem Anschnallgurt befinden!

Der Kindersitz ist auf einer Isofix-Basis montiert, die mittels Isofix-Anbindung oder per 3-Punkt-Gurt im Auto befestigt werden kann. Ist der Autositz mittels Isofix-Anbindung im Auto gesichert, so kann der Sitz über die volle Nutzungsdauer (bis zu einem Körpergewicht von 18 kg bzw. einem Alter von 4 Jahren) rückwärtsgerichtet eingebaut bleiben. Ab einem Gewicht von 9 kg ist jedoch auch eine Vorwärtsrichtung möglich. Wird der Kindersitz per 3-Punkt-Gurt fixiert, darf er dagegen nur bis zu einem maximalen Gewicht von 13 kg bzw. einem Alter von 18 Monaten rückwärtsgerichtet eingebaut bleiben und muss darüber hinaus in Fahrtrichtung umgebaut werden. Es ist jedoch auch bei der Montage mittels 3-Punkt-Gurt möglich den Sitz bereits ab einem Gewicht von 9 kg in Fahrtrichtung zu drehen.

Bei der Montage des hauck Varioguard Plus ist die Gebrauchsanweisung zu beachten. Diese, sowie eine beigefügte Typenliste, befinden sich in einem Informationskästchen, das auf der Rückseite des Kindersitzes eingebaut ist. Der Typenliste kann entnommen werden, ob und welche Sitze im eigenen Auto für die Isofix-Befestigung oder die Befestigung mittels 3-Punkt-Fahrzeuggurt geeignet sind. Auf der Isofix-Basis befinden sich mehrere Sicherheitsindikatoren, die zeigen, ob der Autositz und die Isofix-Station korrekt eingebaut wurden. Diese Kontrollfelder wechseln ihre Farbe dann von Rot zu Grün. Des Weiteren verfügt der hauck Varioguard Plusüber ESP (Extended Side Protection) und Memory Foam an der Kopfstütze sowie der Seitenpolsterung.

Die Handhabung

Wie bereits erwähnt fand ich die Bedienung des hauck Varioguard Plusnicht selbsterklärend. Nachdem ich mich jedoch mit der Gebrauchsanweisung beschäftigt und simultan die Funktionen am Kindersitz getestet habe, fiel die Handhabung schon viel leichter. Die Gebrauchsanweisung ist wirklich gut verständlich und nachvollziehbar gestaltet!

Sogleich wollte ich den Sitz auf die Körpergröße meiner Tochter anpassen und setzte sie in den Reboarder. Die Stelle, wo sich Schulter und Kopf befinden, muss man sich merken, denn man kann die Kopfstütze nur verstellen, wenn sich das Kind nicht im Kindersitz befindet. Die Kopfstütze ließ sich dann aber problemlos und einfach verstellen. Zum Abgleich prüfte ich das Ergebnis nochmal mit meiner Tochter im Sitz. Alle Kriterien für ein sicheres Fahrerlebnis konnten schnell angepasst und gut erfüllt werden.

Es war auf Anhieb gar nicht so einfach die 5-Punkt-Fixierung zu koordinieren. Schulter und Seitengurt sind je Seite miteinander verbunden. Um die Anschnallgurte zu verlängern, muss mit dem Arm unter beide Gurte hindurchgegriffen und der entsprechende Metallbügel gedrückt werden. Das musste ich echt ein paar Mal üben! Das Anziehen und Straffen der Fixierung ist dagegen kinderleicht. Da das Polster des Gurtschlosses am Schrittgurt nicht fixiert, sondern abnehmbar ist, hat meine Tochter es immer abgezogen während ich die eine oder andere Seite der Schulter- und Beckengurte angelegt hatte. Das war ziemlich nervig, sodass ich schlussendlich ganz entfernt habe. Hier fände ich es besser, wenn das Polster zusätzlich mit einem Druckknopf oder Klett fixiert wäre. Auch dass man die Arme durch die Schultergurte führen muss, finde ich unschön gelöst. Vor allem beim Abschnallen ist es ziemlich umständlich mit dem Arm unter beiden zuvor festgezurrten Gurten zu schlüpfen und sie wieder zu lockern, damit das Kind abgeschnallt werden kann. Das Handling wird jedoch immer besser, je öfter man es wiederholt. Eine Variante, bei der man seitenweise Beckengurt und Schultergurt separat zusammenführen und in das Gurtschloss stecken muss, fände ich jedoch angenehmer.

Als nächstes habe ich mich mit dem Einbau des hauck Varioguard Plus befasst. Die Isofix-Basis ließ sich schnell und einfach montieren. Die Anleitung auf der Isofix-Station selbst liefert eine sehr gute Hilfestellung! Auch der Reboarder ließ sich problemlos und leicht einbauen. Anhand der analogen Kontrollfelder auf der Isofix-Basis kann jeweils kontrolliert werden, ob die Isofix-Basis korrekt an die Isofix-Anbindung im Auto befestigt wurde, ob der Standfuß der Isofix-Station optimal ausgefahren und aufgestellt wurde und, ob der Autositz richtig auf der Isofix-Basis eingerastet ist. So erhält man ein direktes Feedback. Ein Signalton oder eine digitale Anzeige ist nicht vorhanden. Das habe ich jedoch auch nicht unbedingt vermisst. Den Reboarder installiert man ja auch nur einmal, anders als bei einer Autoschale, die aufgrund des Transportes häufig ein- und ausgebaut wird. So sind Flüchtigkeitsfehler unwahrscheinlicher und diese Funktionen, meiner Meinung nach, nicht unbedingt notwendig.

Zur Verstellbarkeit der Sitz- bzw. Liegeposition lässt sich sagen, dass der Sitz sich durch Drücken des entsprechendes Knopfes und ziehen an der Lehne in entsprechender Richtung ziemlich simpel in die gewünschte Lage positionieren lässt. Offenbar ist es für die rückwärtsgerichtete Fahrt nicht vorgesehen, die Liegeposition des Sitzes zu verstellen. Laut Anleitung ist der Sitz in Liegeposition einzubauen und weiter gibt es keine Ausführungen (S.14-15). In der Bedienungsanleitung für die Vorwärtsrichtung ist explizit das Verstellen der Sitzposition erwähnt (S. 16-17). Als Nutzerin finde ich dies sehr verwirrend, da sich der Sitz auch rückwärtsgerichtet in alle drei Positionen stellen lässt. Ist es nicht erlaubt oder lediglich unpraktisch, wegen der Beinfreiheit größerer Kinder? Das habe ich nicht so recht verstanden. Auch bei heißem Wetter war ich mit meiner Tochter mit dem Auto unterwegs. Bei einer Fahrt von circa 30 Minuten hatte sie schon etwas darin geschwitzt. Aber das ist, denke ich, normal. Das ist bei unserer Autoschale ebenso. Und ehrlicherweise muss man sagen, dass sie ja auch ziemlich gut in dem Varioguard Plus gepolstert ist. An der Kopfstütze war das Haar jedoch auch richtig feucht. Dort befindet sich der Aufkleber für den Airbag, was wahrscheinlich Vorschrift ist. In Zukunft werde ich ein Mulltuch über die Seite der Kopfstütz legen, um das Schwitzen etwas zu vermeiden.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit dem hauck Varioguard Plus. Alles in allem muss man sagen, dass dieser Autositz ein ziemlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Die lange Nutzungsdauer ist wirklich top! Allerdings muss ich zugeben, dass ich auch während des Test immer wieder auf meine alte Autoschale zurückgegriffen habe, da der Reboarder fest im Auto verbleibt und ich zum Einkaufen oder zu Besuch bei Freunden eben den Transport im Maxi-Cosi bevorzugt habe. Es ist daher zu überlegen, ob man den Sitz wirklich schon ab der Geburt nutzen möchte. Für längere Autofahrten wirkt er dagegen komfortabler. Im direkten Vergleich zur Autoschale sieht man, wie schön der Sitz gepolstert ist. Wenn unsere Kleine in dem Reboarder sitzt, sieht es bequem aus! Die Verwendung von Memory Foam an der Kopfstütze und den Seitenpolstern unterstützt natürlich den Komfort. Isabel fühlt sich jedenfalls wohl und hat noch genügend Bein- und Bewegungsfreiheit.

Die Handhabung erfordert etwas Übung, aber nach mehrmaligem Ausprobieren funktioniert es schon leichter. Wenn man den Dreh mit dem Lockern der Gurte raus hat, lässt sich dieses Modell einfach bedienen.

Ich persönlich finde die komplett schwarze Edition nicht so schön. Es sieht am Anfang zwar schick aus und macht auch was her, jedoch heizt sich schwarz immer relativ schnell auf, vor allem, wenn das Auto in der Sonne steht und man sieht jeden Krümel und jedes Haar. Deswegen wähle ich generell lieber hellere Farben oder ein meliertes Grau. Vielleicht auch für Tierbesitzer zu überdenken! Wir haben zwei Langhaarkatzen und schwarze Stoffe tun uns keinen Gefallen... Aber im Grunde ist dies reine Geschmackssache und sagt nichts negatives über die Verarbeitung aus.

Bei meinem Testmodell sah man schon vor der Nutzung Glanzstellen am Stoff und zwar an den stark bespannten Kanten. Ich kann nicht beurteilen, ob das an der Farbe oder generell am Stoff liegt. Der Stoff ist dabei keinesfalls dünn oder minderwertig zu bewerten. Die Polsterung ist wirklich sauber und ordentlich vernäht! Alles in allem überwiegen die positiven Eigenschaften des hauck Varioguard Plus. Als Mama, die sich nur das Beste für ihr Kind wünscht, auch in Punkto Sicherheit, kann ich diesen Reboarder deshalb ruhigen Gewissens weiterempfehlen!

Positiv:

Negativ: