Alleingeburt

Vera
Vera07.05.2020Lesezeit ca. 5 Minuten
Alleingeburt

Manche Frauen entscheiden sich für eine Alleingeburt. Doch was ist das genau? Im Folgenden klären wir außerdem, welche Risiken diese Entscheidung birgt und welche Alternativen es gibt.

Wann spricht man von einer Alleingeburt?

Wenn Frauen sich bewusst dafür entscheiden ihr Baby ohne jegliche medizinische Unterstützung zur Welt zu bringen, spricht man von einer Alleingeburt. Manche Frauen bringen ihre Kinder dann ganz alleine auf die Welt. Andere haben ihren Partner, Freunde oder andere vertraute Begleiter/innen zur Unterstützung dabei. Davon zu unterscheiden sind aber Geburten, die ungeplant alleine stattfinden, weil die Geburt plötzlich beginnt und das Kind vor Eintreffen in einer Klinik geboren wird.

Warum entscheiden sich Frauen für eine Alleingeburt?

Die meisten Frauen haben bereits Kinder geboren und schlechte Erfahrungen bei der Geburt/den Geburten gemacht. Viele fühlten sich in einer Klinik nicht gut aufgehoben und vom Klinikpersonal nicht gut unterstützt. Der Wunsch nach einer Geburt in einer intimen Atmosphäre, ohne fremde Personen und Eingriff in den natürlichen Geburtsprozess, bestärkt sie in dem Vorhaben einer Alleingeburt.

Was sind die Risiken einer Alleingeburt?

Bei jeder Geburt kann es zu unvorhergesehen Komplikationen kommen, die sehr gefährlich werden können, wenn man sie nicht erkennt.  Diese erfordern dann das geburtshilfliche  Eingriffen durch einen Hebamme und/oder einen Arzt/einer Ärztin. Dies sind beispielsweise spezielle Handgriffe, der Einsatz von Notfallmedikamenten, etc. Hierbei kann es sich um Notfälle während, aber auch kurz nach der Geburt handeln. Hierzu zählen beispielsweise Blutungen oder nicht versorgte Geburtsverletzungen.

Frau füttert Baby, Hebamme schaut zu

Welche Alternative gibt es zu einer Alleingeburt?

Eine Hausgeburt oder eine Geburt in einem Geburtshaus ist die sichere Alternative zur Alleingeburt. Die Frauen und ihre Familien können die Hebamme schon sehr früh in der Schwangerschaft kennenlernen und somit bis zur Geburt ein gutes Vertrauensverhältnis aufbauen. Den Schwangeren ist es so auch möglich all ihre Wünsche und Vorstellungen für die Geburt mit der Hebamme zu besprechen, so dass sie sich bestmöglich darauf einstellen kann.

Fazit aus Hebammensicht

Eine Alleingeburt ist aus meiner Sicht als Hebamme nicht zu empfehlen. Eine gute Alternative ist eine Hausgeburt oder eine Geburt im Geburtshaus, mit einer Hebamme, der ihr vertrauen könnt. So könnt ihr schon in der Schwangerschaft besprechen was euch für die Geburt wichtig ist und welche Wünsche ihr habt.

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Plazenta essen
Das Wochenbett

Ich wünsche Euch alles Gute,

eure Hebamme Vera