Schwanger – und nun? Tipps zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft

Viele Frauen hegen einen Kinderwunsch. Wenn der langersehnte Traum endlich Wirklichkeit wird, ist das Glück meist unbeschreiblich. Doch weicht die erste Freude, steigt die Aufregung. Wie ernähre ich mich richtig? Wann sollte ich einen Schwangerschaftsvorbereitungskurs machen und muss ich eigentlich meinen Arbeitgeber informieren? Wir zeigen euch werdenden Müttern, was ihr mit Kenntnis über eure Empfängnis unbedingt tun solltet – und vor allem wann!

  • Mutterglück bedeutet Kinderglück. Doch mit der Freude kommt auch die Sorge um die richtige Vorbereitung.

Eigentlich spielt es gar keine Rolle, wann ihr schwanger werdet. Ob ihr gerade die Volljährigkeit erreicht habt oder vielleicht schon im reiferen Alter seid, ist ganz egal: Erfahrt ihr von eurem Arzt oder mit Blick auf den Schwangerschaftstest, dass euch schon bald Familienzuwachs ins Hause steht, ist die Vorfreude meist unbeschreiblich groß und kaum fassbar.

Doch natürlich gehen mit einer Schwangerschaft auch jede Menge Verantwortlichkeiten einher, die nicht zwingend ausschließlich euren wachsenden Sprössling betreffen, wenn dies natürlich auch euer Hauptaugenmerk sein dürfte.

Doch darüber hinaus entstehen Verantwortlichkeiten in so ziemlich allen Lebensbereichen. Damit ihr zu jedem Zeitpunkt alles unter Kontrolle habt und die positiven Seiten eurer Schwangerschaft vollends genießen könnt, geben wir euch fünf Tipps, wann ihr den Fokus auf welchen Punkt eurer To-do-Liste werfen solltet.

Doch natürlich gehen mit einer Schwangerschaft auch jede Menge Verantwortlichkeiten einher, die nicht zwingend ausschließlich euren wachsenden Sprössling betreffen, wenn dies natürlich auch euer Hauptaugenmerk sein dürfte.

Doch darüber hinaus entstehen Verantwortlichkeiten in so ziemlich allen Lebensbereichen. Damit ihr zu jedem Zeitpunkt alles unter Kontrolle habt und die positiven Seiten eurer Schwangerschaft vollends genießen könnt, geben wir euch fünf Tipps, wann ihr den Fokus auf welchen Punkt eurer To-do-Liste werfen solltet.

  • Tipp 1: Nach Feststellung der Schwangerschaft: Finanzen regeln!

    Sobald ihr festgestellt habt, dass ihr schon bald zu zweit seid, solltet ihr euch erst einmal freuen. Danach ist es aber ratsam, eure Finanzen etwas näher anzuschauen. Im Sozialstaat Deutschland seid ihr glücklicherweise als schwangere Frau stets abgesichert. Soll heißen: Sofern ihr meint, dass die Schwangerschaft euch finanziell überlastet, solltet ihr euch nicht scheuen, euch um finanzielle Hilfe zu kümmern.

    Hierbei kann euch vor allem die Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ helfen. Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme monetärer Unterstützung sind relativ lasch gehalten, sodass ihr euch bei finanzieller Notlage auf jeden Fall nicht sorgen müsst. Beraten lassen könnt ihr euch bei allen Schwangerschaftsberatungsstellen in eurer Stadt, Gemeinde oder Kommune.

  • Tipp 2: Danach, aber am besten noch vor der Schwangerschaft: Versicherungen prüfen!

    Gerade als Schwangere möchte man natürlich nur der besten medizinischen Versorgung für sich und sein Kind gewiss sein. Zwar bietet der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen eine gute Grundversorgung, wer aber beispielsweise darauf Wert legt, während des Krankenhausaufenthalts in einem Ein-Bett-Zimmer zu liegen oder auch alternative Heilverfahren während der Schwangerschaft ausprobieren möchte, muss dies in der Regel selbst zahlen, wenn er nicht zufällig eine private Krankenzusatzversicherung für Schwangere abgeschlossen hat. Bestenfalls habt ihr dieses natürlich bereits vor der Schwangerschaft in die Wege geleitet.

    In den Zeitraum der Frühschwangerschaft fällt übrigens auch die Notwendigkeit, den eigenen Arbeitgeber über die Schwangerschaft zu informieren. Dies ist zwar keine gesetzliche Pflicht, kann aber gerade bei schwangerschaftsgefährdenden Berufen sinnvoll sein, um rechtzeitig etwaige Streitigkeiten in Bezug auf den Gang in den Mutterschutz beizulegen. In manchen Berufen gibt es nämlich spezielle Regelungen für Mütter, die es möglich machen, bereits früher als sechs Wochen vor der Schwangerschaft in den Mutterschutz überzutreten. Dies gilt für:

    • Berufe mit Kindern, Tieren und Pflegeberufe (Stichwort Infektionsgefahr)
    • Arztpraxen und andere Berufe, die den Kontakt mit Chemikalien verlangen, auch z.B. Gärtnereien
    • Stewardessen und Pilotinnen
    • Akkord- und Fließbandarbeiten
    • Bestimmte Tätigkeiten im Staatsdienst, beispielsweise bei der Bundeswehr; hier gelten Sonderregelungen in der Mutterschutzverordnung
  • Tipp 3: Die gesamte Schwangerschaft über: Auf die richtige Ernährung achten!

    Mit der Schwangerschaft beginnt für viele Frauen die Zeit, in der kulinarische Sünden erlaubt sind. Dies möchte euch auch gewiss niemand streitig machen, dazu habt ihr alles Recht der Welt, ihr esst ja für zwei Personen.

    Nichtsdestotrotz sollte vordergründig natürlich eine speziell auf die Schwangerschaft abgestimmte Ernährung das A und O sein, die nicht nur eurem ungeborenen Kind guttut, sondern euch auch davor bewahrt, nach der Schwangerschaft zur Dauerbesucherin im Fitnessstudio werden zu müssen. Einige Grundregeln genügen bereits:

    • Zigaretten und Alkohol gehören grundsätzlich aus dem Leben gestrichen. Auch Ausnahmen sind nicht gestattet. Im Extremfall kann der Missbrauch derartiger Genussmittel zu einer fehlgeleiteten Schwangerschaft führen oder die Entwicklung des Kindes massiv beeinträchtigen.
    • In der Schwangerschaft sollte viel getrunken werden. Am besten eignen sich kalorienarme Getränke, vor allem Wasser. Am besten trinkt ihr zu jeder Mahlzeit zwei Gläser Mineralwasser.
    • Als Faustregel könnt ihr euch merken, täglich fünf verschiedene Portionen Obst zu essen. Die Vitamine halten euch und euer heranwachsendes Kind gesund.
    • Nur wenig solltet ihr an Milchprodukten konsumieren. Schränkt am besten auch den Konsum von Fleischwaren ein. Versucht insbesondere fettreichen Fisch zu essen. Zwei bis drei Portionen pro Woche, beispielsweise Hering oder Lachs, sollten genügen und euch mit den wichtigsten Fettsäuren versorgen.
    • Sehr sparsam solltet ihr mit Ölen umgehen. Wenn ihr doch einmal Speisen mit Öl zubereiten müsst, dann greift bestenfalls zu pflanzlichen Ölen. Feste Fette sowie zuckerhaltige Süßigkeiten schränkt ihr während der Schwangerschaft besser komplett ein.
  • Tipp 4: Erstes bis zweites Schwangerschaftsdrittel: Hebamme und Geburtsvorbereitungskurs organisieren!

    Zwischen dem dritten und fünften Schwangerschaftsmonat geht es dann langsam mit konkreten Geburtsvorbereitungen los. In diesem Zeitraum solltet ihr euch allmählich um eine kompetente und freundliche Hebamme kümmern, die ihr zum Beispiel

    • in eurem Geburtsklinikum,
    • in Hebammenpraxen,
    • auf Empfehlung eures Frauenarztes oder
    • auf Seiten wie hebammensuche.de

    finden könnt. Hebammen seien euch vor allen dann empfohlen, wenn ihr zum ersten Mal schwanger seid. Die Erfahrung einer Hebamme kann euch gerade in der Nachsorge des Babys unterstützen und euch viele Ängste und Sorgen nehmen. Am Ende ist dies aber natürlich eure eigene Entscheidung.

    Ebenfalls für erstmals werdende Mütter ist ein Geburtsvorbereitungskurs empfehlenswert. Zwar werden Schwangere ihr Kind gewiss auch ohne einen solchen Kurs gesund und munter zur Welt bringen, vielen sehr nervösen Schwangeren und auch deren Männern hilft solch ein Kurs aber gewiss, die notwendige Gelassenheit zu erwerben, die eine erfolgreiche Schwangerschaft eben auch benötigt.

    Vorab solltet ihr euch aber unbedingt über einen guten Kurs mit kompetenten Kursleitern informieren. Dies ist eine Suche, die durchaus einige Tage in Anspruch nehmen kann, da in vielen Kursen – leider – weniger Fachliches vermittelt wird und die Zusammenkünfte eher einem Small Talk unter Schwangeren ähneln. Helfen können euch hier vor allem Erfahrungswerte aus dem Internet.

  • Tipp 5: Im letzten Schwangerschaftsdrittel: Einkaufen, einrichten, Geld beantragen!

    Frühestens eine Woche vor Beginn der Mutterschutzfrist ist es möglich, Mutterschaftsgeld zu beantragen. Dieser Antrag muss bei der Krankenkasse eingereicht werden, kann aber nur erfolgreich sein, wenn dem Antrag die ärztliche Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin beigefügt wird. Um lange bürokratische Streitigkeiten zu umgehen, sorgt ihr lieber direkt bei der ersten Antragsstellung für die Vollständigkeit eurer Unterlagen.

    Im letzten Drittel der Schwangerschaft sollte dann auch so langsam die Baby-Erstausstattung eingekauft werden. Dabei sollten es Eltern aber nicht übertreiben. Gerade zu Anfang genügt eine Grundausstattung, da das Neugeborene bekanntlich sehr schnell wächst. Wichtig sind:

    • Babykleidung (Bodys, Langarmoberteile, Strampler, Socken, Schlafanzüge, Schlafsack, Mullwindeln, gegebenenfalls Winterbekleidung)
    • Wickel-Utensilien (Wickeltisch, Windeln, Windeleimer, Windelauflage, Wundsalbe, Waschlappen)
    • Bade-Utensilien (Badeeimer oder Wanne, Badetuch, Öl, Badethermometer)

Fazit: Locker und gelassen in die Schwangerschaft gehen

Wie ihr sehen könnt, gibt es sehr viele Aufgaben, die mit eurer Schwangerschaft einhergehen. Doch überfordern sollte euch das nicht. Am besten legt ihr euch die bereits zu Anfang erwähnte To-do-Liste an und haltet einen strikten Zeitplan ein. Nicht alle Dinge müssen sofort erledigt werden. Wenn ihr Schritt für Schritt die wichtigsten Dinge zuerst, die unwichtigen Dinge zuletzt erledigt, werdet ihr auch während der neunmonatigen Schwangerschaft mehr Freude als Nervosität verspüren – ganz bestimmt.

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