10 Hebammentipps für ein entspanntes Wochenbett

Nadja
Nadja22.04.2020Lesezeit ca. 8 Minuten
Frau kuschelt mit Baby

Die ersten Tage und Wochen mit Baby können euer Leben ganz schön auf den Kopf stellen. Wir haben daher 10 Tipps für ein entspanntes Wochenbett.

WochenBETT
Besonders in den ersten zwei bis drei Wochen, sollte sich ganz viel im Bett abspielen. Euer Körper braucht Zeit für die Rückbildung und hat so viel bei der Geburt geleistet. Lasst euch verwöhnen und seid eine Prinzessin. Kuschelt ganz viel mit dem Baby, am besten Haut an Haut.
Der Schlaf
Ein Kind hat nach der Geburt noch keinen Tages- und Nachtrhythmus, daher solltet ihr euch schlafen legen, wenn euer Kind schläft. Kurze Schlafphasen am Tag geben euch neue Energie. Stellt euch eine kleine Lampe auf den Nachttisch. In der Nacht hilft euch gedämmtes Licht bei der Orientierung.
Dokumente
Alle Anträge, die ihr nach der Geburt des Kindes stellen müsst, könnt ihr im Vorfeld ausfüllen. Tragt nachträglich nur noch den Namen und das Geburtsdatum eures Babys ein und schickt es zusammen mit der Geburtsurkunde zu den Ämtern. Auch die Umschläge kann man schon fertig adressieren und frankieren.
Besuchszeiten klären
Ein ganz wichtiges Thema ist der Besuch. Es ist verständlich, dass alle euer Neugeborenes sehen und kennenlernen möchten. Besuch darf für euch nicht in Stress ausarten, daher solltet ihr euch schon vorher überlegen, wir ihr das handhaben möchtet. Soll Besuch in die Klinik kommen? Wer tut euch gut und wer muss nicht in den ersten Wochen schon da gewesen sein. Wenn Besuch kommt, solltet ihr kommunizieren, dass Essen oder Kuchen mitgebracht wird, damit ihr keinen Druck habt etwas anbieten zu müssen.
Einige Eltern bieten auch eine kleine Geburtstagsfeier an, die nur ein bis zwei Stunden geht. Hier dürfen alle kurz vorbeikommen und gratulieren und ihr habt nur einen einmaligen Termin. Fragt hier Freunde und Familie, ob sie einen Kuchen backen etc. können, damit ihr so wenig Arbeit wie möglich habt.
Essen
Im Wochenbett kommt das Essen oft viel zu kurz. Viele Mamas berichten, dass sie es einfach vergessen haben. Achtet auf eine ausgewogene und ausreichende Ernährung, denn nur so kann die Muttermilchproduktion gut in Gang kommen. Kocht gerne im Mutterschutz schon vor und friert es ein. Sammelt im Vorfeld schon Flyer von Lieferservices und lasst euch auch gerne von Freunden oder der Familie bekochen. Stellt euch kleine Snacks, und auch Wasser, in greifbare Nähe. Besonders beim Stillen kommt oft der kleine Hunger oder der große Durst und die Frauen sollte alles schnell zur Hand haben.
Hilfe annehmen
Wenn ihr Freunde oder Familie in der Nähe habt und ihr Hilfe bekommen könnt, dann nehmt diese an. Das Wochenbett ist eine so kurze und intensive Zeit, die ihr in vollen Zügen genießen solltet. Hier ist es so hilfreich, wenn jemand mal die Wäsche aufhängt oder kurz durchsaugt oder auch einfach mal für euch einkaufen geht.
Elternzeit/Urlaub
Wenn es die Möglichkeit gibt, dass der Partner Elternzeit oder auch Urlaub nehmen kann, ist dies eine sehr große Entlastung. Es ist eine ganz besondere Zeit, die man mit viel kuscheln und ankommen verbringen sollte, dies ist auch für den Partner sehr wichtig! Besonders wenn schon ältere Geschwister da sind, ist es eine Riesenhilfe, da die Großen dann einen Elternteil haben, dass auch viel Zeit für sie hat.
Fragen
Die ersten Wochen sind so spannend und es kommen täglich neue Fragen auf. Im Wochenbett sollte man auf Google verzichten. Hoffentlich habt ihr eine Hebamme, die euch im Wochenbett besucht. Schreibt alle Fragen auf einen Zettel auf und geht diese beim nächsten Besuch mit eurer Fachfrau durch. Wenn es eine dringende Frage ist, könnt ihr die Hebamme auch außerhalb der Termine kontaktieren. Ihr müsst euch schon früh in der Schwangerschaft um eine Hebamme kümmern, damit sie euch im Wochenbett begleitet.
Handy aus
In dem heutigen Alltag kann man sich ein Leben ohne das Smartphone kaum noch vorstellen. Diese ganz besondere und einzigartige Phase des Wochenbettes erlebt man aber Live im hier und jetzt. Natürlich werden zwischendurch Fotos gemacht, dies sind Erinnerungen. Aber es ist vollkommen in Ordnung Nachrichten zu ignorieren und erst zu beantworten, wenn ihr wirklich Zeit und Lust dazu habt. Lasst euch nicht von eurem Kind ablenken. Das echte Leben ist gerade so spannend und neu!
Großer Bruder / Große Schwester
Wenn ihr schon Kinder habt, ist das Wochenbett auch für die Geschwister ein großes Abenteuer. Schon in der Schwangerschaft könnt ihr sie mit Büchern auf die neue Situation vorbereiten. Erklärt ihnen, warum Mama am Anfang so viel Zeit für das Baby und auch das Stillen braucht. Bezieht die Großen aber auch immer mit ein, damit keine Eifersucht entsteht. Lasst sie immer helfen, wenn sie es möchten. Auch feste Mama- und Papazeiten geben den Großen Sicherheit. Sie brauchen in der neuen Situation auch viel Nähe, damit sie sich emotional sicher und geborgen fühlen können.

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