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Die Rektusdiastase

Nadja
Nadja02.06.2020Lesezeit ca. 5 Minuten
After-Baby-Body

Die Rektusdiastase beschreibt das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskulatur, man nennt es auch Bauchmuskelspaltung. Warum so viele Frauen betroffen sind und was ihr dagegen tun könnt, lest ihr in dem Text.

Was ist eine Diastase und wie entsteht sie?

In der Schwangerschaft hat jede Frau eine physiologische Spaltung der geraden Bauchmuskulatur. Die Gebärmutter macht sich Platz und schiebt die Organe, sowie die Muskeln, zur Seite. Durch die Hormone ist die Sehnenplatte zwischen den Muskeln weicher und breiter. In der Regel bildet sich dies in den ersten Wochen nach der Geburt zurück. Bei 35 % der Erstgebärenden und 70 % der Zweitgebärenden bleibt aber ein größerer Spalt zurück. Es gibt auch angeborene und durch Übergewicht verursachte Diastasen. Die meisten Fälle sieht man aber bei Frauen nach der Geburt.

Besonders betroffen sind :

Wie erkenne ich eine Diastase?

Oft merkt man keine körperlichen Beschwerden, sondern sieht im Stehen oder auch im Liegen eine Vorwölbung des Bauches. Viele Frauen beschweren sich, dass der Bauch auch noch nach der Geburt schwanger aussieht.

Ein kleiner Spalt bis zu zwei cm ist ganz normal. Bei einer Diastase bildet sich ein Spalt, der bis zu zehn cm betragen kann. Meistens ist dieser um den Nabel herum zu sehen und verläuft an der Linea Alba. Dies ist die Bindegewebsnaht, die vom Nabel senkrecht zum Schambein führt.

Man kann diesen Spalt ertasten. Hierzu legt man sich auf den Rücken und stellt die Beine an. Jetzt drückt man mit zwei Fingern in den Spalt über dem Nabel und hebt dann langsam den Kopf an. Die Hebamme wird dies bei der Wochenbettbetreuung auch durchführen, um zu schauen, ob der Spalt sich zurückbildet. Ihr solltet das Tasten nicht zu oft durchführen, da das Anspannen der geraden Bauchmuskulatur eine zusätzliche Belastung darstellt.

Welche Beschwerden kann eine Rektusdiastase verursachen?

Eine Rektusdiastase macht oft am Anfang keine Beschwerden, trotzdem ist es wichtig unterstützende Maßnahmen zu ergreifen.

Unsere Bauchmuskeln stützen den gesamten Körper und eine hier bestehende Schwäche kann zu einer Instabilität des Beckens und der Lendenwirbelsäule führen. Zusätzlich klagen viele Betroffene über chronische Rückenschmerzen und Verdauungsprobleme. Bauchwand- und auch Nabelbrüche können auftreten, auch der Beckenboden ist dadurch geschwächt.

Rektusdiastase: Was kann ich tun?

Das Wichtigste ist, dass man die richtigen Bauchmuskeln trainiert. Für viele bedeutet ein Training der Bauchmuskulatur, dass man Sit ups oder Crunches durchführt, doch das ist bei einer Diastase genau der falsche Weg! Durch solche Übungen wird der Spalt vergrößert und die Beschwerden nehmen zu.

Die geraden Bauchmuskeln sollten gar nicht trainiert werden. Man beginnt mit der schrägen Bauchmuskulatur, bevor man dann die quere und auch die tiefen Bauchmuskeln dazu nimmt. Nur so kann der Spalt sich verringern und die geraden Bauchmuskeln kommen immer näher zusammen. Schon im Alltag hilft es, wenn die Frauen aus der liegenden Position über die Seite in den Sitz kommen.

Am besten eignen sich Übungen, die auch den Beckenboden mit einbeziehen. Eure Hebamme wird euch Übungen zeigen und auch im Rückbildungskurs gibt es effektive Trainingseinheiten speziell für die Rektusdiastase. Bei einer großen Bauchmuskelspaltung kann auch das Kinesiotaping unterstützend helfen.

In sehr seltenen Fällen kann eine Operation notwendig sein. Dieser Eingriff wird nur bei starken Beschwerden empfohlen und wenn das Training keinen Erfolg hat.

Alle Infos rund um den After-Baby-Body findet ihr hier:

After-Baby-Body

Wir wünschen Euch alles Gute,

Eure Hebamme Nadja