Frau hält sich den Bauch vor Schmerzen

Eileiterschwangerschaft

Nicht immer verläuft eine Schwangerschaft komplikationsfrei. Manche Frauen verlieren ihr Kind bereits in einem frühen Stadium. Woran ihr eine Eileiterschwangerschaft erkennen könnt und warum diese gefährlich werden kann, erfahrt ihr im Folgenden.

Was ist eine Eileiterschwangerschaft?

Wenn sich das Ei nach seiner Befruchtung nicht, wie üblich, in der Gebärmutter, sondern in der Schleimhaut des Eileiters einnistet, spricht man von einer Eileiterschwangerschaft. Sie ist eine der häufigsten Formen der Fehleinnistung.

Woran erkenne ich eine Eileiterschwangerschaft?

Je nachdem, wo sich das Ei einnistet, kann es bereits nach kurzer Zeit absterben, sodass die Eileiterschwangerschaft beschwerdefrei bleibt. Wenn der Embryo nicht abstirbt, ähneln die Symptome häufig denen einer normalen Schwangerschaft: Die Regelblutung bleibt aus, Übelkeit kann auftreten und der Schwangerschaftstest kann positiv ausfallen. In der sechsten bis neunten Woche jedoch treten typische Symptome für eine Eileiterschwangerschaft auf:

Welche Ursachen gibt es?

Normalerweise wandert die befruchtete Eizelle durch den Eileiter in die Gebärmutter. Wenn der Eileiter jedoch nicht oder nur eingeschränkt durchlässig ist, bleibt das Ei stecken und es kommt zur Eileiterschwangerschaft.
Diese Faktoren beeinträchtigen die Durchgängigkeit des Eileiters:

  • Narben oder Verwachsungen des Eileiters

  • Künstliche Befruchtung

  • Gestörter Hormonhaushalt

  • Fehlgeburten

  • Schwangerschaftsabbrüche

  • Entzündung des Eileiters

Wie gefährlich sind Eileiterschwangerschaften?

Eileiterschwangerschaften können mit lebensgefährlichen Komplikationen einhergehen. Die Gefahr ist nämlich, dass der Embryo im Eileiter über Wochen oder sogar Monate unbemerkt bleibt. Es kommt nicht immer zu sichtbaren Blutungen, da der Fötus einen Riss im Eileiter verursachen kann, der dann schwere innere Blutungen auslöst.
In der Regel werden aber Eileiterschwangerschaften entweder frühzeitig entdeckt und behandelt oder der Embryo stirbt ab, ohne den Eileiter zu gefährden.

Info

Stirbt der Fötus ab, so wird das Gewebe im Normalfall mit der Periodenblutung ausgeschieden. Aus diesem Grund bleiben manche Eileiterschwangerschaften unbemerkt.

Frau hat eine Ultraschall untersuchung am Bauch

Eileiterschwangerschaft: Die Behandlung

Dank moderner Vorsorgeuntersuchungsmethoden erkennt der Frauenarzt eine Eileiterschwangerschaft sehr schnell und ihr werdet entsprechend behandelt.  Folgende Behandlungsmöglichkeiten gibt es:

  • Abwartende Behandlung

    Da es möglich ist, dass die Eizelle von selbst abstirbt und sich zurückbildet, wird in manchen Fällen empfohlen, abzuwarten. Der Arzt kontrolliert hierbei die Eileiterschwangerschaft regelmäßig. Diese Behandlung ist jedoch selten, da sie mit einem Risiko einhergeht.

  • Medikamentöse Behandlung

    Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die medikamentöse Therapie. Wichtig ist, dass der Embryo noch keine Beschwerden verursacht. Das Medikament wird entweder als Tropf verabreicht oder auch in den Muskel der Mutter oder in den Embryo gespritzt.

  • Operative Behandlung

    In der Regel wird eine Eileiterschwangerschaft mittels einer Operation behandelt. Diese wird meistens mithilfe einer Bauchspieglung durchgeführt

Kann man nach einer Eileiterschwangerschaft wieder schwanger werden?

Der Chirurg versucht bei einer Operation den Eileiter zu erhalten. Nur in wenigen Fällen muss er entfernt werden, weil er komplett geschädigt ist. Nach dem Entfernen des Eileiters ist es aber weiterhin möglich, Kinder zu bekommen, jedoch sind die Chancen auf eine Schwangerschaft geringer als bei zwei Eileitern.
Nach einer Eileiterschwangerschaft besteht bei einigen der Wunsch, schnell wieder schwanger zu werden. Doch wann der ideale Zeitpunkt für eine weitere Schwangerschaft ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Ärzte empfehlen, nach einer Schwangerschaft rund drei Monate zu warten um sich nicht nur körperlich sondern auch seelisch von diesem Ereignis zu erholen.

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