Kindsbewegung in der Schwangerschaft

Vera
Vera08.05.2020Lesezeit ca. 4 Minuten
Vater spürt Kindsbewegung auf dem Bauch der Mutter

Viele können es gar nicht abwarten, die ersten Kindsbewegungen ihres Babys zu spüren. Aber ab wann ist dies eigentlich möglich?

Schon lange bevor du dein Kind das erste Mal bewusst spürst, macht es Bewegungen in deinem Bauch. Bereits in der 7. Schwangerschaftswoche machen Nervenstränge in Armen und Beinen ein Zucken möglich. Ab der 12. Woche bewegt sich dein Baby schon fleißig durch das Fruchtwasser. Da es aber noch so klein ist, kann man dies noch nicht spüren. Im Ultraschall kann man es aber gut beobachten.

Ab wann spürt man die Kindsbewegung im Bauch?

Ab wann man die Kindsbewegungen bewusst wahrnimmt, ist von vielen Faktoren abhängig. Frauen, die das erste Kind bekommen spüren die ersten, leichten Bewegungen meist zwischen der 20. Und 22. Schwangerschaftswoche. Bei Folgeschwangerschaften werden die Bewegungen oft schon früher wahrgenommen. Die anfänglichen Kindsbewegungen fühlen sich wie ein „Flattern“ im Bauch an. Oft werden sie mit Blähungen verwechselt. Die Dicke der Bauchdecke, sowie der Sitz der Plazenta nehmen Einfluss auf das Spüren der Bewegungen.

Kindsbewegung im Verlauf der Schwangerschaft

Erst ab etwa der 24. Schwangerschaftswoche sind die Tritte der Kleinen so kräftig, dass man die Bewegungen auch von außen spüren kann. Da das Baby zu dem Zeitpunkt aber viel Platz im Bauch hat, spielt es oft Verstecken. Sobald man die Hand auf den Bauch legt, sind die Bewegungen „verschwunden“. Je größer das Baby wird, umso kräftiger spürt man es. Zwischen der 24. und 28. Woche spürt man das Kind eher leicht und nur, wenn man bewusst darauf achtet oder zur Ruhe kommt. Danach werden die Bewegungen so stark, dass man sie deutlich spürt und auch von außen sehen kann. Je nachdem, wo das Baby hin boxt oder tritt, können diese Bewegungen auch mal schmerzhaft sein. Du solltest dein Baby jetzt 10-12 mal am Tag spüren.

Die Babys haben bereits im Mutterleib sehr häufig Schluckauf. Auch dies wird als rhythmische Bewegung wahrgenommen. Der Platz im Bauch wird zum Ende hin immer weniger. Die Bewegungen werden dann kleiner und meist auch seltener, aber sehr intensiv. Dies geschieht meist etwa ab der 36. Woche.

Kindsbewegung wird vom Arzt kontrolliert

Was tun wenn ich mein Baby nicht mehr im Bauch spüre?

Solltest du dein Baby über einen längerer Zeitraum nicht bewusst gespürt haben, kannst du es zu Bewegungen animieren. Lege dich hierfür am besten in Seitenlage und schiebe den Bauch sanft hin und her. Auch eine Spieluhr auf dem Bauch animiert das Kind oft sich zu bewegen. Solltest du weiterhin keine Bewegung wahrnehmen oder dir Sorgen machen, kontaktiere deine Hebamme oder den Frauenarzt. Es kann dann schnell geschaut werden, ob alles in Ordnung ist. Du brauchst dir dann keine Gedanken mehr zu machen.

Wir wünschen euch einen wundervollen Schwangerschaftsverlauf!

Eure Hebamme, Vera