Schwangere liegt auf der Couch und hält sich den Bauch

10 Schwangerschaftsbeschwerden, die wirklich jede Schwangere kennt

Häufiger Harndrang, Sodbrennen und Co. zählen zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Doch warum gibt es so unschöne Begleitbeschwerden und wie werdet ihr sie ganz schnell wieder los? Wir geben Tipps.

  • Übelkeit

    Übelkeit zählt zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft. Sie tritt besonders in den ersten Schwangerschaftswochen auf. Die genauen Ursachen für die Schwangerschaftsübelkeit sind nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass die hormonelle Umstellung des Körpers zu der Übelkeit führt. Ingwer oder Akupunktur kann euch helfen, die Übelkeit auf sanfte Weise schnell wieder loszuwerden.

    Wie ihr der Übelkeit vorbeugen könnt, erfahrt ihr außerdem in unserem Beitrag zum Thema „Übelkeit in der Frühschwangerschaft“

  • Sodbrennen

    Sodbrennen ist besonders lästig und kann einen erholsamen Schlaf verhindern. Aushalten müsst ihr das Sodbrennen auf keinen Fall. Vor allem eine Ernährungsumstellung kann dabei helfen, das Sodbrennen in der Schwangerschaft in den Griff zu bekommen. Meidet daher scharfe Gewürze, fettreiche Speisen, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke.

    Stilles Wasser, Breie und kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, können helfen, das Sodbrennen schnell wieder loszuwerden.

  • Rückenschmerzen

    Rückenschmerzen werden in den ersten Schwangerschaftswochen häufig durch die Dehnung der Muskeln und Bänder verursacht. Im Laufe der Schwangerschaft kommt dann auch das Gewicht eures Babys als Ursache für die Rückenschmerzen dazu. In der Schwangerschaft nimmt die Beweglichkeit ab, sodass viele Schwangere sich kaum noch ausreichend körperlich betätigen. Regelmäßiges körperliches Training ist jedoch wichtig, da es helfen kann, Beckenboden- und Rückenschmerzen in der Schwangerschaft zu lindern. Außerdem achtet auf eine gesunde Körperhaltung, denn viele Schwangere fangen plötzlich an zu “watscheln”. Richtet einfach das Becken immer wieder bewusst auf und macht den Rücken lang, so könnt ihr einem extremen Hohlkreuz und Rückenschmerzen vorbeugen.

  • Schlafstörungen

    Schlaflosigkeit ist in der Schwangerschaft keine Seltenheit. Durch den veränderten Hormonhaushalt und das zunehmende Gewicht kann es sein, dass ihr in der Nacht keine Ruhe findet. Um wieder ruhig schlafen zu können und damit die nötige Kraft für die anstehende Geburt zu sammeln, verzichtet auf Getränke mit Koffein. Wenn ihr aufgrund eures Bauchumfanges keine gute Position zum Schlafen findet, so könnt ihr ein Stillkissen zwischen die Beine legen. Dies entlastet zudem den Rücken.

  • Kurzatmigkeit

    Gerade gegen Ende der Schwangerschaft ist nicht mehr viel Platz, um tief Luft zu holen, da euer Baby auf euer Zwerchfell drückt. Legt immer wieder die Füße hoch und lasst es ruhig angehen.

  • Wadenkrämpfe

    Wadenkrämpfe treten häufig in der Nacht auf und stören so den Schlaf. Sie werden durch eine vorübergehende Fehlfunktion der Nerven verursacht. Hierfür kann zum Beispiel ein Magnesiummangel die Ursache sein. Die Einnahme von Magnesiumtabletten kann hierbei helfen.

  • Verdauungsbeschwerden

    Manche Beschwerden wie Blähungen und Verstopfung zeigen sich bereits in der Frühschwangerschaft. Blähungen könnt ihr vorbeugen, indem ihr auf blähende Nahrungsmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte verzichtet. Eine ausreichende Bewegung unterstützt zudem die Verdauung und hilft gleichzeitig dabei, zu entspannen. Auch pflanzliche Teesorten können bei Magenschmerzen für Linderung sorgen.

  • Häufiger Harndrang

    Ursache für den häufigen Harndrang ist unter anderem die wachsende Gebärmutter, die auf die Blase drückt. Außerdem ist der Flüssigkeitsbedarf ist in der Schwangerschaft erhöht, daher sollte ich trotz des häufigen Harndrangs auf keinen Fall die Trinkmenge reduzieren. Wenn ihr eine erholsame Nacht haben möchtet, so empfehlen wir, die Flüssigkeitsmenge bereits im Laufe des Nachmittags zu bewältigen.

  • Heißhunger

    Heißhunger ist ein typisches Schwangerschaftsanzeichen. Doch woher kommen die plötzlichen Heißhunger-Attacken? Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass der Körper gezielt fehlende Fettreserven für die Schwangerschaft und die Stillzeit anlegen möchte. Denn sehr oft haben gerade sehr schlanke Frauen einen unwiderstehlichen Appetit auf Kalorienreiches. Leider kann Übergewicht jedoch zu Schwangerschaftsdiabetes führen. Deswegen sollte eure Ernährung gerade zu Beginn der Schwangerschaft ausgewogener, aber nicht üppiger sein. Esst lieber doppelt so gesund als doppelt so viel. Gute Alternativen zu Süßigkeiten findet ihr in unserem Ratgeberbeitrag “Heißhungerattacken in der Schwangerschaft”

  • Juckreiz

    Viele Schwangere haben Hautjucken besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte. Dieses Jucken ist häufig hormonell bedingt oder wird durch die Dehnung der Haut verursacht. Abhilfe können locker sitzende Kleidung sowie ph-neutrale Waschlotionen schaffen. Außerdem ist regelmäßiges Eincreme sehr wichtig. Hier empfehlen sich feuchtigkeitsspende Lotions mit Urea. Wenn der Juckreiz zu stark wird, kann es sich um eine Schwangerschaftscholestase handeln. Wie diese behandelt wird und welche Ursachen es gibt, erfahrt ihr in unserem Beitrag.

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