Schwangerschaftsschnupfen: Mehr als nur eine Erkältung?

Jessica
Jessica23.07.2020Lesezeit ca. 6 Minuten
Schwangerschaftsschnupfen

Einige Schwangere leiden plötzlich unter Schnupfen und einer verstopften Nase. Warum dies nicht immer Anzeichen für eine Erkältung sein muss und was es mit dem sogenannten Schwangerschaftsschnupfen auf sich hat, erfahrt ihr im Folgenden.

Was ist ein Schwangerschaftsschnupfen?

Der Schwangerschaftsschnupfen (Schwangerschaftsrhinitis) gehört zu den chronischen Schnupfenarten, denn er tritt während der Schwangerschaft mindestens sechs Wochen (manchmal auch die komplette Schwangerschaft hindurch) auf. Der Schwangerschaftsschnupfen betrifft etwa 30 Prozent aller werdenden Mütter und zählt zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden.

Schwangerschaftsschnupfen vs. Erkältung

Ein Schwangerschaftsschnupfen wird anders als bei einer Erkältung nicht durch Viren ausgelöst. Spätestens nach der Entbindung lassen die Beschwerden so schnell wieder nach wie sie gekommen sind.

Das sind die typischen Symptome beim Schwangerschaftsschnupfen:

Schwangerschaftsschnupfen: Welche Ursachen gibt es?

Es ist noch nicht abschließend erforscht, warum der Schwangerschaftsschnupfen entsteht. Mediziner vermuten, dass der veränderte Hormonhaushalt eine Ursache für den Schnupfen sein könnte. Auch die Tatsache, dass während der Schwangerschaft mehr Blut produziert wird, könnte für das Anschwellen der Schleimhäute verantwortlich sein.

Ist ein Schwangerschaftsschnupfen gefährlich für das ungeborene Baby?

Besonders in den letzten Schwangerschaftsmonaten sorgen sich viele werdende Mütter beim Schwangerschaftsschnupfen um die Gesundheit ihres Babys. Denn beim Niesen wird Druck aufgebaut und entladen, jedoch löst dies keine Wehen aus. Somit ist ein Schwangerschaftsschnupfen in der Regel ungefährlich für Mutter und Baby.

Schwangerschaftsschnupfen

Was hilft gegen den Schwangerschaftsschnupfen?

Auf der Suche nach Abhilfe greifen einige Schwangere zu Nasenspray, dies ist jedoch nicht zu empfehlen. Die meisten herkömmlichen Nasensprays mit dem Wirkstoff Xylometazolin sind nämlich für Schwangere nicht zugelassen. Zudem können Nasensprays abhängig machen. Wenn ihr auf ein Nasenspray zurückgreifen wollt, solltet ihr vorher mit eurem Arzt sprechen, er kann euch das passende Spray empfehlen.

Außerdem gibt es weitere Mittel, die den Schwangerschaftsschnupfen lindern können:

Rettich/Ingwer (in Maßen)
Scharfe Speisen öffnen die Atemwege. Wie viel Ingwer ihr in der Schwangerschaft essen solltet, erfahrt ihr in unserem Beitrag.
Ausreichend trinken
Ihr solltet mindestens 1,5 Liter trinken.
Bewegung hilft
Auch leichter Sport kann das Atmen erleichtern und die Symptome lindern. Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft können die verstopfte Nase bekämpfen.
Raumtemperatur regulieren
Zwischen 20 und 22 Grad wird bei Schwangerschaftsschnupfen in der Regel am besten vertragen.
Schlafposition verändern
Schlaft mit etwas erhöhtem Oberkörper, um die Atmung zu erleichtern.

Wir wünschen euch alles Gute!

Euer Team von babymarkt.de