Frau beugt sich über ein Waschbecken und hält ihre Hand vor dem Mund.

Übelkeit in der Frühschwangerschaft

Übelkeit ist ein häufig vorkommendes Symptom in den ersten Schwangerschaftswochen. Dies ist vollkommen normal und ein Zeichen dafür, dass sich die Schwangerschaft gut entwickelt und der Körper gerade viele Änderung vornehmen muss. Die gute Nachricht ist, dass es mit dem Fortlaufen der Schwangerschaft wieder abklingt.

Was sind Ursachen für Übelkeit in der Frühschwangerschaft?

Bis heute sind die genauen Ursachen noch nicht bekannt. Forscher vermuten, dass es an der hormonellen Umstellung des Körpers liegt, da der Hormonspiegel dabei stark erhöht ist. Ein weiterer möglicher Grund wäre, dass die Übelkeit zum Schutz der Frau beiträgt und sie dadurch nichts Schlechtes zu sich nimmt. Da die Frau in der Schwangerschaft eine erhöhte Sensibilität gegenüber bestimmten Gerüchen, wie z.B. Kaffee oder Parfums entwickelt, ist dies meistens auch ein Faktor der zur Übelkeit beitritt. Oftmals spielen aber auch andere Faktoren, wie beispielsweise niedriger Blutzucker, erhöhte Magensäure und Müdigkeit eine Rolle.

Wie lange hält die Übelkeit in der Frühschwangerschaft an?

Die normale Schwangerschaftsübelkeit tritt in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten auf, diese hat allerdings nichts mit der Erkrankung „Hyperemesis Gravidarum“ zu tun. Hier ist den Frauen teilweise bis zur Geburt schlecht und sie erbrechen durchgehend. Es ist leider noch nicht genau erforscht, warum die Frauen so stark reagieren, aber man vermutet, dass der Körper sich hormonell nicht auf die Schwangerschaft einlassen kann. Die normale Übelkeit bei Frühschwangerschaft endet ungefähr wenn die 12 Woche überstanden ist, da der Hormonspiegel allmählich wieder sinkt. Wenn ihr nichts mehr bei euch behalten könnt und selbst Flüssigkeit schnell wieder erbrechen, sollte ein Arzt kontaktiert werden, da hier Infusionen notwendig sein können.

Sanfte Methoden gegen die Übelkeit

  • Ingwer

    Ingwer kann man in verschiedenen Formen zu sich nehmen, in Stücken schälen und darauf kauen, als Tee oder in Tablettenform. Die Knolle ist besonders gut geeignet, da sie Brechreiz sinkt und eine positive Wirkung auf den Magen erzielt. Allerdings ist Ingwer in seiner Wirkung umstritten, da er Wehen fördern und damit eine Fehlgeburt provozieren kann. In kleinen Mengen kann es gegen Übelkeit helfen, sodass die Entscheidung bei euch liegt, ob ihr es einnehmen wollt oder nicht.

  • Kauen von trockenen Haferflocken

    Durch das Kauen von trockenen Haferflocken wird der Magen beruhigt, da die Magensäure dadurch gebunden wird. Ein übersäuerter Magen trägt zur Übelkeit bei und sollte möglichst vermieden werden.

  • Akupunktur

    Bei der Akupunktur geht es darum, mithilfe von Nadeln, spezielle Punkte am Körper zu stimulieren, um das Qi zum Fließen zu bringen. Das Qi ist die Lebensenergie, die durch die Körperlinien eines jeden Menschen fließt. Dabei kann es nur richtig fließen, wenn die gegensätzlichen Kräfte im Körper im Einklang sind. Wird der Fluss gehindert, kommen psychische oder physische Beschwerden auf, die zu Erkrankungen führen können.

  • Akupressur

    Die Akupressur basiert auf das gleiche Prinzip wie die Akupunktur nur ohne Nadeln. Dabei könnt ihr alle 4 Stunden auf die Innenseite eures Unterarmes drücken und kurz unterhalb des Handgelenks. Dafür gibt es auch spezielle Akupressur Bänder, die diesen Punkt stimulieren.

  • Homöopathie

    Homöopathische Mittel sind auf pflanzliche Basis, da hilft beispielsweise Nux Vomica als Globuli sehr gut. Vitamin B6 wird auch gegen Übelkeit in der Schwangerschaft empfohlen. Das wird in Vitamin-B6-Präparate angeboten und man findet es auch in bestimmten Nahrungsmittel, wie in Milch-und Fleischprodukten. Allerdings solltet ihr jede Einnahme von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln mit eurem Arzt absprechen.

Wie ihr der Übelkeit vorbeugen könnt

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