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Schwangerschaftsvorsorge – Alle Infos auf einen Blick!

Die Schwangerschaft ist für Mütter und Babys die große Zeit der Veränderungen. Damit beide gesund durch die neun Monate kommen, gibt es einige Vorsorgeuntersuchungen – von Blut-, Ultraschall- oder körperlichen Untersuchungen. Sie bieten die Möglichkeit, bei Problemen rechtzeitig zu handeln.

Blutuntersuchungen

Es gibt eine Vielzahl an Blutuntersuchungen während der Schwangerschaft. Einige davon erklären wir euch in diesem Beitrag:

  • Blutgruppe mit Rhesusfaktor

    Es gibt vier verschiedene Blutgruppen und zwei verschiedene Rhesusfaktoren (positiv und negativ). Wenn die Schwangere Rhesus-negativ ist und der Vater Rhesus-positiv, wird das Kind mit geringen Ausnahmen auch Rhesus-positiv. Da es spätestens bei der Geburt zu einer Blutübertragung zwischen Mutter und Kind kommt kann es in den darauffolgenden Schwangerschaften Komplikationen geben. Die Mutter bildet dagegen Rhesus-positive Blut-Antikörper. Um dies zu verhindern, bekommen Schwangere mit einem negativen Rhesusfaktor zwischen der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche eine Anti-D-Globulinspritze, um einer Antikörperbildung vorzubeugen.

  • Antikörpersuchtest

    Diese Untersuchung bezieht sich wieder auf den Rhesusfaktor. Es wird geschaut, ob die Schwangere schon Antikörper im Blut hat. Wenn der Test negativ ausfällt, wird er trotzdem in der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche wiederholt, um ganz sicher zu gehen. Um eine Reaktion gegen die Rhesus-positiven Blutzellen des Kindes zu verhindern, wird dann vorsorglich die Anti-D-Globulinspritze gegeben.

  • Rötelntest

    Röteln in der Schwangerschaft haben schwere Folgen, da sie bei dem ungeborenen Kind zu Schädigungen führen können. Deshalb wird in der Schwangerschaft die Immunität kontrolliert. Frauen, die Röteln in ihrer Kindheit hatten, haben einen lebenslangen Schutz. Die meisten Frauen wurden spätestens im Alter von 15 Jahren geimpft und sind dadurch geschützt. Wenn man keinen Röteln-Titer nachweisen kann, sollte man jeden Kontakt zu Rötelkranken vermeiden. Eine Impfung in der Schwangerschaft ist nicht möglich, sollte aber nach der Geburt auf jeden Fall nachgeholt werden.

  • Lues-Suchreaktion

    Lues oder besser bekannt als Syphilis ist eine gefährliche Geschlechtskrankheit, die früher oft unerkannt blieb und das Kind schädigen konnte. Heutzutage ist die Krankheit in Deutschland sehr selten und kann mit Antibiotika bis zum 5. Schwangerschaftsmonat gut behandelt werden.

  • Chlamydientest

    Chlamydien werden per Abstrich untersucht. Sie sind Krankheitserreger, die im Gebärmutterhals vorkommen können und vorzeitige Wehentätigkeit oder einen frühen Blasensprung hervorrufen können. Beim Neugeborenen können sie zu Augen und Lungenentzündungen führen. Chlamydien können auch hier mit Antibiotika behandelt werden.

  • Hepatitis-B- Nachweis

    In der 32. bis 34. Schwangerschaftswoche wird die werdende Mutter auf Hepatitis B untersucht. Falls sie die Krankheit in sich trägt, wird das Kind nach der Geburt geimpft.

Körperliche Untersuchungen

Jede körperliche Untersuchung wird mit Datum und Schwangerschaftswoche im Mutterpass festgehalten. Hierzu gehören Gebärmutterstand, Bauchumfang, kindliche Lage, Blutdruck und Gewicht der Mutter, Kindsbewegungen und Herztöne. Die Schwangere wird auf Wassereinlagerungen und Krampfadern untersucht. Auch der Urin wird kontrolliert. Spätestens alle zwei Monate sollte der Arzt bei der werdenden Mutter den Eisenwert im Blut kontrollieren. Ist dieser zu niedrig, kann es für das Kind zu Schäden oder Entwicklungsverzögerungen kommen.

schwangere Frau beim Ultraschall

Ultraschall-Untersuchungen

Jeder Schwangeren stehen drei Ultraschalluntersuchungen zu, die auch von der Krankenkasse übernommen werden. Viele Gynäkologen bieten bei jeder Vorsorge einen Ultraschall an, den die Eltern dann privat bezahlen müssen. Bei Besonderheiten im Ultraschall werden die Nachuntersuchungen natürlich von der Krankenkasse bezahlt.

  • 9. bis 13. Schwangerschaftswoche

    Hier wird geschaut, ob es ein Kind ist oder Mehrlinge, ob das Herzchen schlägt und das Kind sich gut eingenistet hat. Das Kind wird vom Kopf bis zum Steißbein ausgemessen, um den errechneten Termin genau zu bestimmen.

  • 18. bis 22. Schwangerschaftswoche

    Hier wird das gesamte Kind vermessen (vom Kopf- und Bauchumfang bis hin zur Länge des Oberarmknochens und des Oberschenkels). Es wird geschaut, ob alle Organe angelegt sind und das Kind gesund ist oder ob es Besonderheiten gibt, die bestimmte Untersuchungen erfordern.

  • 28. bis 32. Schwangerschaftswoche

    Diese Ultraschalluntersuchung soll nochmal genau feststellen, wo genau der Mutterkuchen sitzt (wichtig für die Geburt , ob das Kind gut wächst und gut durch die Placenta versorgt ist.

Cardiotokografie (CTG)

Ab der 28. Schwangerschaftswoche wird in regelmäßigen Abständen ein CTG geschrieben. Hierbei werden die kindlichen Herztöne, sowie auch die Härte der Bauchdecke gemessen (bei Wehen wird die Bauchdecke durch das Zusammenziehen der Gebärmutter hart).

Wir wünschen euch und eurem Baby alles Gute!

Euer Team von babymarkt.de

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