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Ist eine Babytrage für Babys empfehlenswert?

Vera
01.09.2022Lesezeit ca. 8 Minuten
Babytragen-Berater

Kinder werden als Traglinge geboren. Nimmt man sie hoch, bauen sie Körperspannung auf und ziehen ihre Beinchen an. Die Kombination aus Nähe und Bewegung gibt ihnen Sicherheit. Erst im 19. Jahrhundert gab es die ersten richtigen Kinderwagen. Dies ist auch eher eine Erscheinung in unserer westlichen Gesellschaft. In anderen Ländern wird ausschließlich getragen. Dies ist häufig die einzige Möglichkeit  die Kinder mitzunehmen. Welche Vorteile eine Babytrage mit sich bringt und was du beachten musst, erfährst du im Folgenden.


Artikelinhalt:


    Welche Vorteile bietet eine Babytrage?

    Eine Babytrage ermöglicht es dir freie Hände zu haben, während du dein Kind trägst. Dadurch bist du mobiler und du kannst einfacher Treppen steigen. Ein weiterer Vorteil, welcher eine Babytrage mit sich bringt ist die Nähe, die du während des Tragens zu deinem Kind hast. Babys sind meist ruhiger und schreien weniger und die Bindung wird gefördert. Eine Studie hat bewiesen, dass Körpernähe und Kuscheln sich positiv auf das Hirnwachstum deines Kindes auswirken. Außerdem fördert eine Babytrage die Haltung deines Kindes. Die Wirbelsäule und die Nackenmuskulatur werden gestärkt. Das Gleichgewicht und die Körperwahrnehmung werden optimal trainiert. Das Tragen trainiert zusätzlich die kognitive Entwicklung. Kinder sehen mehr als im Kinderwagen, so dass die optischen Reize dem Kind helfen die Welt besser zu begreifen.

    Worauf muss man beim Tragen achten?

    Kinder müssen im Tragetuch oder in der Tragehilfe in ihrer natürlichen Haltung getragen werden. Es ist zu beachten, dass die Hüfte des Baby nach der Geburt manchmal noch nicht ganz ausgereift ist.. Deshalb ist es wichtig, auf die richtige Tragemethode zu achten, um Haltungsschäden zu vermeiden. Dein Baby sollte immer in der Anhock-Spreiz-Stellung getragen werden. Hierbei sind die Beine angehockt, die Knie sind höher als der Popo. Dies nennt man M-Position. Unterschenkel und Füße schauen immer aus der Babytrage heraus. Außerdem haben Babys einen physiologischen Rundrücken. Auch dieser muss beim Tragen optimal unterstützt werden. Dies erreicht man, in dem man die Kinder immer in „Kopf-Kuss-Höhe“ trägt. Hier kannst du dein Kind bequem auf den Kopf küssen, während es im Tragetuch oder der Tragehilfe ist. Ist das Kind zu tief geht es ins Hohlkreuz. Bis das Kind den Kopf sicher halten kann muss man auf eine gute Unterstützung für den Kopf und Nacken achten. Kann dein Baby den Kopf noch nicht selbständig halten, sollte die Babytrage auf Ohrhöhe enden. Der Kopf ist dann gut gestützt und es gibt einen guten Sauerstoffaustausch. Erst wenn dein Baby den Kopf gut halten kann, endet die Babytrage auf Nackenhöhe.
    Wichtig ist immer das Kind fest einzubinden, egal ob im Tuch oder der Tragehilfe. So wird das Kind optimal gestützt und die Eltern bekommen das beste Trageempfinden. Ist das Kind zu locker in Tuch oder Trage, sackt das Kinn des Kindes auf die Brust und die Kleinen haben eine schlechtere Sauerstoffzirkulation. Viele Eltern haben die Befürchtung, dass sie das Kind zu eng binden können, dies ist aber nicht der Fall. Das Kind kennt die Enge aus dem Bauch der Mutter und fühlt sich dadurch sicher und geborgen. Das Kind sollte immer mit dem Gesicht zum Tragenden getragen werden. Tragehilfen, die eine „nach vorn gerichtete“ Position ermöglichen sollten gemieden werden. Zum einen haben die Kinder in der Trage keine gute Position, da sie keine Unterstützung im Rücken haben und ins Hohlkreuz gehen. Zum anderen ist die Reizüberflutung enorm und überfordert die Kinder.
    Die Nähe beim Tragen tut dir und deinen Kindern gut. Gerade Neugeborene profitieren vom engen Körperkontakt mit einer vertrauten Person. Trägst du deine Kinder eng am Körper, unterstützt du auf diese Weise die besonders tiefe Bindung zwischen Kind und Eltern – das Urvertrauen. Du kannst die Bedürfnisse deines Babys in einem Tragetuch viel schneller wahrnehmen als in einem Kinderwagen und unmittelbar darauf reagieren. Gerade Kinder, die viel Nähe brauchen, sind so ruhiger und weinen sehr viel weniger.
    Bei allen Tragen ist es wichtig, dass man die perfekte Lösung für sich findet. Für den einen ist das eine Modell passend, für den anderen ein ganz anderes. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen und es ausprobieren. Daher macht es auf jeden Fall Sinn eine Trageberatung aufzusuchen. Hier kannst du die verschiedenen Varianten testen. Viele Eltern haben ihre körperlichen Schwachstellen, der eine hat Nackenbeschwerden, der andere vielleicht schon Vorerkrankungen an der Lendenwirbelsäule. Dies solltest du bei der Trageberatung erwähnen. Da die unterschiedlichen Trageoptionen auch jeweils ein anderes Gewichtsverhältnis auf Schultern und Hüfte der Tragenden haben, kann man hier optimal unterstützen und die Schwachstellen ausgleichen.

    Darf man sein Baby während der Schwangerschaft tragen?

    Während der Schwangerschaft hat die werdende Mutter zu beachten, dass sie nicht zu schwer trägt. Das Mutterschutzgesetz hat eine Regelung, die besagt, wie viel du beispielsweise während der Arbeitszeit tragen darfst. Mehr Informationen findest du in unserem Beitrag schwer heben während der Schwangerschaft. Außerhalb der Arbeitszeit kann die werdende Mutter selbst beurteilen, wann sie wie viel tragen möchte. Wenn du also gelegentlich dein Baby oder Kleinkind tragen möchtest, kannst du dies unbedenklich tun, wenn du keine Schmerzen verspürst. Eine Babytrage bietet sich gut dafür an, die Arme zu schonen, da sich das Gewicht deines Kindes über den Oberkörper verteilt. Beim Baby tragen solltest du beachten, dass dein Körper bereits an das Tragen gewöhnt ist. Außerdem ist es wichtig, dass du den Gurt der Babytrage über oder unter den Bauch anbringst, um Druck auf den Babybauch zu vermeiden. Wenn dein Baby schon mindestens fünf Monate alt ist, kannst du deinen Liebling auch auf dem Rücken tragen, um dein Becken zu entlasten. Hier eignen Onbuhimo-Tragen sehr gut, da sie keinen Hüftgurt haben.

    Was ist der Unterschied zwischen einem Tragetuch und einer Tragehilfe?

    Baby im Tragetuch

    Bei den Tragetüchern unterscheidet man zwischen gewebten und elastischen Tragetüchern.
    Elastische Tragetücher sind sehr weich und schmiegen sich perfekt an den Körper des Babys. Sie sind etwas einfacher zu binden als gewebte Tücher und verzeihen ein paar kleine „Anlegefehler“. Daher sind sie besonders bei Vätern und Trage- Neulingen beliebt. Elastische Tücher können bereits ab einem Körpergewicht von 1,5 kg genutzt werden und sind daher besonders für Frühchen und Neugeborene geeignet. Nachteil der elastischen Tragetücher ist vor allem, dass die Tücher nur bis 7- 9 kg nutzbar sind. Bei zu viel Gewicht gibt das Material zu stark nach. Um eine gute Stabilität zu bekommen, sollten nur Bindetechniken gewählt werden, bei der 3 Lagen des Stoffes um den Rücken des Babys gelegt werden. Das bedeutet, dass die Anzahl der Bindevarianten selbstverständlich geringer ist.

    Gewebte Tragetücher gibt es in verschiedenen Ausführungen. Je höher das Flächengewicht ist, umso dicker ist das Tuch. Die meisten Tücher sind aus Baumwolle. Es gibt aber auch viele andere Materialien, wie beispielsweise Seide, Leinen, Hanf, etc. Sie können ab einem Körpergewicht von etwa 2,5 bis 30 kg genutzt werden. Beim Anlegen musst du genauer arbeiten, als bei einem elastischen Tragetuch. Daher braucht es ein bisschen mehr Übung und Routine. Es gibt sehr viele unterschiedliche Bindetechniken. Als Trageanfänger sollte man sich auf ein bis maximal zwei Techniken konzentrieren, damit man Sicherheit erlangt.

    Tragehilfen unterscheiden sich zwischen verschiedenen Modellen. Es gibt Half-Buckle, Full-Buckle, MeiTei und Onbu. Der Unterschied liegt im System des Anlegens und der Trageweise. Nicht alle Tragehilfen sind ab Geburt geeignet und sollten daher unbedingt mit dem Kind zusammen getestet werden.

    Welche Merkmale hat eine gute Tragehilfe?

    • Sie sollte stufenlos verstellbar sein. Hier ist besonders der Steg zwischen den Beinen des Kindes wichtig, damit das Kind optimal in seiner Anhock-Spreizstellung unterstützt wird.
    • Die Stegbreite muss immer von Kniekehle zu Kniekehle gehen.
    • Der Rundrücken der Kleinen sollte optimal gestützt werden. Weicher Stoff am kindlichen Rücken ist hier am besten.
    • Das Kind muss eng am Tragenden sein, damit der Körperkontakt optimal ermöglicht wird.
    • Die Trage sollte eine gute Kopf- oder Nackenstütze aufweisen.
    • Das Baby muss auf Kopf-Kusshöhe tragbar sein.
    • Eine Rückentrageweise sollte möglich sein, da ältere Kinder später am besten auf dem Rücken getragen werden.
    • Sie sollte eine bequeme Trageweise für den Tragenden ermöglichen.

    Was ziehst du deinem Kind beim Tragen an?

    Im Tragetuch oder der Tragehilfe sollte das Kind genauso gekleidet sein wie zuhause. Je weniger Stoff zwischen euch und eurem Kind ist umso besser. Die Körperwärme wird viel besser übertragen. Außerdem spürst du deutlich besser, wenn es deinem Kind zu warm oder zu kalt ist. In der kälteren Jahreszeit arbeitet man dann von außen zusätzlich mit Stoff. Hierfür sind Tragecover oder Tragejacken sehr gut geeignet.

    Deine Hebamme, Vera