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Der Wehencocktail: Gefährlich oder einfach ausprobieren?

Jessica
Jessica28.02.2018Lesezeit ca. 5 Minuten
Schwangere Frau hält Saft in der Hand

Seid ihr schon weit über den errechneten Geburtstermin und euer Körper ist bereit für die Geburt, aber euer kleiner Schatz lässt auf sich warten? Ende der Schwangerschaft wird eure Geduld ganz schön auf die Probe gestellt. Ein Wehencocktail kann euch bei der Geburtseinleitung helfen. Wie er wirkt und ob er gefährlich ist, erfahrt ihr hier.

Was ist ein Wehencocktail?

Ein Wehencocktail, auch Rizinuscocktail genannt, ist ein bekanntes Hausmittel, das die Wehen fördern soll. Er ist eine Alternative zum Wehentropf. Der Cocktail besteht unter anderem aus einer Mischung an Obstsäften, Rizinusöl und Alkohol. Diese Konstellation regt die Darmaktivität an und diese löst dann Wehen bei der Schwangeren aus.

Wehencocktail: Wie (schnell) wirkt er?

Nach Einnahme des Wehencocktails können die Wehen direkt sehr stark einsetzen. In den meisten Fällen zeigt der Drink innerhalb von drei bis sechs Stunden seine Wirkung. Sicher fragt ihr euch, ob ihr wirklich Alkohol in der Schwangerschaft trinken sollt. Ja, ihr habt richtig gelesen. Das klassische Rezept enthält neben dem Rizinusöl auch Schnaps oder Sekt. Der Alkohol sorgt dafür, dass sich das Öl auflöst. Es gibt jedoch auch alkoholfreie Rezepte. Das Geheimnis des Cocktails ist aber das Rizinusöl. Es wirkt abführend und stimuliert nicht nur den Darm, sondern auch die Gebärmuttermuskulatur. Dies kann zu Wehen führen. In einer größeren Menge kann das Öl aber auch Krämpfe im Darm verursachen. Da eurer Körper in diesem Fall signalisiert, dass sich die Situation für euch und euer Baby drastisch verschlechtert hat, werden ebenfalls Wehen ausgelöst.

Arzt behandelt schwangere Frau

Ist ein Wehencocktail gefährlich?

Viele Ärzte und Hebammen raten zu Vorsicht bei Wehencocktails. Die Zutat Rizinusöl, die die Wehen auslöst, kann riskant sein. Folgende Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten:

Zwar handelt es sich bei einem Wehencocktail um ein natürliches Mittel zur Geburtseinleitung, aber dieser Weg ist keineswegs harmlos. Wir raten euch daher, nur in Absprache mit eurer Hebamme oder eurem Frauenarzt und nur unter Aufsicht einen Wehencocktail einzunehmen. Gerade im Hinblick auf die Dosierung solltet ihr aufpassen und euch beraten lassen. Zudem werden die Herztöne eures Babys nach der Einnahme per CTG überwacht, damit Hebammen bei Komplikationen schnell eingreifen können.

Wann werden Wehencocktails angewendet? Sie werden in der Regel erst verabreicht, wenn ihr schon weit über dem errechneten Geburtstermin seid. Das wichtigste ist aber, dass euer Körper bereit für die Geburt ist. Der Gebärmutterhals sollte verkürzt oder bestenfalls verstrichen sein und der Muttermund schon leicht geöffnet Denn nur so kann die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen während der Geburt verringert werden.

Es gibt allerdings eine Vielzahl anderer Möglichkeiten zur Geburtseinleitung. Diese haben wir euch in unserem Ratgeberbeitrag „Die Geburtseinleitung“ zusammengestellt.

Zum Beitrag

Wir wünschen euch viel Kraft und eine komplikationsfreie Geburt.

Euer Team von babymarkt.de