Wehensturm: Geburt ohne Wehenpause

Vera
Vera07.10.2020Lesezeit ca. 3 Minuten
Schwangere mit Schmerzen

Jede Geburt verläuft anders, manchmal gibt es eine Wehentätigkeit, die mit sehr starken Schmerzen und schwerwiegenden Folgen verbunden ist. Was genau die Ursachen für diesen sogenannten Wehensturm sind und welche Gefahren er birgt, erfahrt ihr im Folgenden.

Was versteht man unter einem Wehensturm?

Unter einem Wehensturm versteht man zu häufige oder zu starke Wehentätigkeit. Dies ist für die Mutter, aber auch das Kind, sehr anstrengend. Daher müssen beide gut überwacht werden.

Was sind die Ursachen eines Wehensturms?

Ein Wehensturm kann durch folgende Faktoren ausgelöst werden:

Es kann aber auch ohne erkennbare Ursachen zu einem Wehensturm kommen.

Schwangere liegt mit Schmerzen auf den Rücken durch das Vena-cava-Syndrom.

Was hilft bei einem Wehensturm?

Das Wichtigste bei einem Wehensturm ist die Entspannung. Vielen Frauen hilft ein warmes Bad. Hier entspannt sich der Körper und damit auch die Gebärmutter sehr gut. Dies hilft oft schon die Wehentätigkeit wieder zu regulieren. Häufig ist aber auch der Einsatz von Medikamenten nötig. Hier kann sowohl ein krampflösendes, aber auch ein wehenhemmendes Medikament notwendig sein. Hebamme und/oder Arzt, die die Geburt begleiten, entscheiden was in der jeweiligen Situation richtig ist. Sollte der Wehensturm nicht zu stoppen sein, kann die Entbindung per Kaiserschnitt notwendig sein.

Welche Gefahren gibt es bei einem Wehensturm?

Ein Wehensturm ist sowohl für die Mutter, aber auch für das Baby, sehr anstrengend. Beim Kind kann es daher, aufgrund der häufigen und starken Wehentätigkeit,  zu einer Veränderung der Herzfrequenz kommen. Eine gute Überwachung ist jetzt sehr wichtig.

Bei der Mutter kann es durch die starke Wehentätigkeit zu einem Reißen der Gebärmutter, einer sogenannten Uterusruptur, kommen. Zudem besteht die Gefahr einer vorzeitigen Ablösung des Mutterkuchens. Mutter und Kind gehören daher bei einem Wehensturm unter strenge Beobachtung durch eine Hebamme und/oder einen Arzt.

Wir wünschen euch alles Gute!

Eure Hebamme Vera