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Symphysenlockerung in der Schwangerschaft

Vera
02.04.2020Lesezeit ca. 4 Minuten
Schwangere mit Schmerzen

Ziehen im Unterleib kennt wohl jede Schwangere. Wann man aber von einer Symphysenlockerung spricht und welche Therapien es dagegen gibt, erfahrt ihr im Folgenden.


Artikelinhalt:


    Was ist eine Symphysenlockerung und warum ist sie manchmal schmerzhaft?

    Bei einer Symphysenlockerung handelt es sich um eine natürliche Lockerung des Knorpelgewebes an der Schambeinfuge. Dieses bandscheibenartige Gewebe hält die beiden Beckenhälften mit dem Iliosakralgelenk verbunden. Um sich auf die Geburt vorzubereiten, schüttet der Körper das Hormon Relaxin aus. Dieses bewirkt, dass die Elastizität im Beckenbereich erhöht wird. Die Lockerung dieser ist vollkommen natürlich und notwendig, da das Baby schließlich da hindurch passen muss. Ist diese jedoch etwas stärker ausgeprägt, löst sie Schmerzen aus.

    Woran erkenne ich eine Symphysenlockerung?

    • Schmerzen im Beckenbereich: Häufig schmerzt es den Frauen vorne an der Schambeinfuge und in den Leisten. Manchmal zieht sich der Schmerz aber auch durch das gesamte Becken, bis zum hinteren Rücken. Der Schmerz wird oft als brennender Schmerz beschrieben.
    • Probleme beim Treppensteigen: Gerade Spreiz- und Scherbewegungen der Beine sind jetzt besonders schmerzhaft. Somit wird das Treppensteigen für viele zu einer Qual.
    • Probleme beim Laufen und Sitzen: Gerade in diesen Positionen haben die Frauen vermehrt Schmerzen. Im Liegen und Stehen hingegen sind die Beschwerden häufig weniger.
    • „Watschelgang“: Eine Symphysenlockerung kann man am besten am typischen „Watschelgang“ erkennen. Die Füße werden beim Laufen nach außen rotiert. Somit ist das Gehen oft viel erträglicher.
    • Probleme beim Umdrehen: Viele Frauen beklagen, dass das Umdrehen im Bett zu einer Tortur wird. Sie werden durch den Schmerz  in der Nacht häufig wach.
    Symphysenlockerung in der Schwangerschaft

    Was hilft mir bei einer schmerzhaften Symphysenlockerung im Alltag?

    • Nehmt, wenn möglich, den Aufzug und nicht die Treppe
    • Vermeidet das Heben von schweren Gegenständen
    • Setzt euch nicht in den Schneidersitz oder schlagt die Beine übereinander
    • Versucht Hose und Socken im Sitzen anzuziehen
    • Versucht lange Spaziergänge zu vermeiden. Macht lieber mehrere kurze als einen längeren am Tag
    • Beim Schwimmen solltest du jetzt wegen der Scherbewegungen der Beine auf Brustschwimmen verzichten
    • Ein Stillkissen zwischen den Beinen sorgt in der Seitenlage für Entlastung

    Welche Therapien gibt es?

    Es gibt verschiedenen Therapieansätze. Was genau für jeden einzelnen hilfreich ist, ist leider sehr individuell. Man muss also ein bisschen „durchtesten“ bis man das Richtige für sich gefunden hat.

    • Ein, vom Orthopäden verordneter und individuell angepasster, Symphysengurt kann Linderung verschaffen, da das Becken mehr Stabilität bekommt
    • Osteopathie
    • Physiotherapie
    • Kinesiotaping
    • Homöopathie

    Wir wünschen euch alles Gute!

    Eure Hebamme Vera